57A k t i o n ä r e . U n t e r n e h m e n . F i n A n z e n . i n F o r m A t i o n e n IVG hat ein CP-Programm in Deutschland über 400 Mio. Euro aufge- legt. Im Geschäftsjahr 2009 fanden keine Ziehungen statt. Ende 2008 bestehende Ziehungen über 67 Mio. Euro wurden getilgt. Das belgische CP-Programm über 200 Mio. Euro wurde in 2009 beendet. Finanzierungsquellen Zum 31.12.2009 verfügt IVG über Finanzierungsmöglichkeiten aus nicht gezogenen Banklinien in Höhe von 0,44 Mrd. Euro, welche ausschließ- lich projektbezogen sind. Die projektbezogenen Kreditzusagen stehen nicht für Liquiditätsbedarfe außerhalb der spezifischen Projekte zur Ver- fügung. Der freie Spielraum im CP-Programm in Höhe von 0,40 Mrd. Euro kann aufgrund des ausgetrockneten CP-Marktes faktisch nicht genutzt werden. Die zum 31.12.2009 frei verfügbare Liquidität summiert sich ohne die projektbezogenen Kreditlinien und Kassenguthaben sowie ohne das CP-Programm auf 0,26 Mrd. Euro: in Mio. € 31.12.2009 Freie nicht projektbezogene Banklinien 3 Kassenguthaben 253 Sichteinlagen und kurzfristige Wertpapiere 2 Derivate mit positiven Marktwerten 1 Summe 259 Die Laufzeiten der Banklinien teilen sich wie folgt auf: in Mio. € 2010 2011 2012 2013 2014 ff. Summe nicht projekt- bezogene Banklinien 0 50 0 100 1.350 1.500 davon nicht gezogen 0 0 0 0 3 3 Anzahl Banklinien 0 1 0 1 1 3 Projektbezogene Banklinien 866 116 40 0 43 1.065 davon nicht gezogen 355 41 10 0 33 439 Anzahl Banklinien 10 4 1 0 1 16 Im Geschäftsjahr wurden alle in 2009 und 2010 fälligen nicht projekt- bezogenen Kreditlinien (0,85 Mrd. Euro) neben Brückenfinanzierungen (0,06 Mrd. Euro) und unbesicherten Darlehen (0,41 Mrd. Euro) mit dem Syndizierten Kredit II umfinanziert. Der Durchschnittszins der Finanzverbindlichkeiten schwankte zwischen 4,57 % (Anfang 2009) und 4,04 % (Ende 2009). Einen zinserhöhenden Einfluss übten gestiegene Kreditmargen aus, zinssenkend wirkten fallen- de Euribor/Libor-Einstände und der Abschluss von günstigen Zins-Swaps. Ein Großteil der Darlehen unterliegt sogenannten Financial Covenants. Dies sind in der Regel LTV-Kenngrößen (Loan to Value = Verhältnis von Darlehen zum Marktwert des Beleihungsobjekts) und Zinsdeckungs- kennzahlen bei Objektfinanzierungen sowie Debt-Ratio-Zielvorgaben (Verhältnis Verschuldung zu Vermögen) und Senior-Debt-Regelungen (Verhältnis unbesicherter Kredite zu Summe aller Kredite) bei Konzern- krediten. Aufgrund der komplexen Geschäftsstruktur sind die Covenant- Regelungen sehr detailliert und um Ausnahme-Regelungen (sogenannte Carve-outs) erweitert. Daher ist eine Ableitung aus den Bilanzkennzahlen nicht immer möglich. 2009 wurden im Rahmen regelmäßiger Covenant-Tests keine Verstöße festgestellt. Bei Development-Finanzierungen waren in Folge gestiegener Baukosten aufgrund vertraglicher Regelungen Eigenkapitalnachschüsse in Höhe von 0,17 Mrd. Euro erforderlich. Bei einer Objektfinanzierung über 980 Mio. Euro ist der formale Covenant-Test noch nicht abgeschlos- sen. Für weitere Informationen dazu verweisen wir auf den Risikobericht im Abschnitt 6.5.3. Weitere Einzelheiten zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie zum Beispiel Fristigkeiten, Währungs-Split sowie Form und Höhe der Besicherungen sind detailliert im Abschnitt 10.2 des Konzernanhangs aufgeführt. Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente, die von Bedeutung für die Vermögenslage sind, bestehen nicht. Für Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten verweisen wir auf den Abschnitt 10.3 im Konzernanhang. Ausführungen zu den finanz- wirtschaftlichen Risiken befinden sich im Abschnitt 6.5.3 des Konzern- lageberichts.
