117 An unsere Aktionäre Die Jungheinrich- Aktie Konzernlage- bericht Der Konzern im Überblick Konzern- abschluss Bericht des Aufsichtsrates Corporate- Governance- Bericht Der Aufsichtsrat Der Vorstand Fünfjahres- übersicht Die spezifischen Risiken des Finanzdienstleistungsgeschäftes werden bestimmt durch das Refinanzie- rungsrisiko, das Bonitätsrisiko aus Kundenforderungen und das Restwertrisiko. Wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements im Finanzdienstleistungsgeschäft ist eine europaweite Vertragsdatenbank auf Basis von SAP, die eine konzerneinheitliche Erfassung, Risikoanalyse und Risiko- bewertung von Finanzdienstleistungsverträgen als durchgängiges Risikomanagement-System ermöglicht. Die Refinanzierung der Finanzdienstleistungsverträge erfolgt unter Einhaltung des Grundsatzes der Laufzeit- und Zinskongruenz zwischen Kunden- und Refinanzierungsvertrag. Zu dem allgemeinen Bonitäts- bzw. Delkredererisiko bei Kunden wird auf die Ausführung zu den Ausfallrisiken verwiesen. Mittels konzernweit geltender Vertriebsrichtlinien werden für die Kalkulation von Restwertgarantien konzerneinheitliche Vorgaben maximal zulässiger Restwerte erteilt. Quartalsmäßig wird eine Risikobewer- tung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Diese umfasst insbesondere auch eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen. Bei Überschreitung des Restwertes gegenüber dem aktuellen Marktwert wird diesem Risiko durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Die Vereinbarung von Abbruchklauseln in Kundenverträgen wird durch zentrale Vorgaben einge- schränkt und ist an Risiko minimierende Vorgaben geknüpft. Dem möglichen Ergebnisrisiko aus Abbruch- klauseln wird ebenfalls durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken sind Risiken, die den Ertrag oder den Wert einer Position verändern, wobei die Position als aktivischer oder passivischer Bilanzposten definiert ist. Diese Risiken resultieren aus der Veränderung von Zinssätzen, Devisenkursen, Aktienkursen oder sonstigen Positionen und Preisbildungsfaktoren. Hieraus leiten sich für den Jungheinrich-Konzern das Zinsänderungsrisiko und das Devisenkursrisiko ab. Die Veränderungen von Aktienkursen stellt für den Jungheinrich-Konzern kein Risiko dar, da der Konzern im Berichtszeitraum keine Anteile in Aktien hielt. Zinsänderungsrisiken Zinsänderungsrisiken entstehen aus der Finanzierungs- und Geldanlagetätigkeit des Konzerns. Zur Risiko- bestimmung werden variabel und fest verzinsliche Positionen getrennt voneinander betrachtet. Aus aktivi- schen und passivischen verzinslichen Instrumenten werden Netto-Positionen gebildet und ggf. Sicherungen auf die Netto-Positionen vorgenommen. Im Berichtszeitraum wurden Zinsswapgeschäfte zur Zinssicherung eingesetzt. Die Zinsrisiken des Jungheinrich-Konzerns beinhalten Cashflow-Risiken aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 850 T€ (31. Dezember 2008: 1.045 T€) höher (niedriger) gewesen. Da die Erträge und Aufwendungen aller in die Betrachtung einfließenden Finanzinstrumente in der Gewinn-und- Verlust-Rechnung erfasst werden, ergibt sich für das Eigenkapital kein zusätzlicher Effekt. Devisenkursrisiken Im Jungheinrich-Konzern werden fest und nicht fest kontrahierte Fremdwährungseingänge und -ausgänge, insbesondere Umsatzerlöse und Einkaufsvolumina, bei der Ermittlung der Risikoposition berücksichtigt. Die Risikoposition ist das Netto-Währungsexposure, das sich aus der Saldierung gegenläufiger Zahlungsströme in einzelnen Währungen unter Berücksichtigung bereits getätigter Sicherungsgeschäfte für den betrachte- ten Zeitraum ergibt. Jungheinrich setzte im Berichtszeitraum zur Risikosteuerung Devisentermingeschäfte, Devisenswapgeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte ein.
