Report-Investor: Jungheinrich AG - Geschäftsbericht 2009

47 An unsere Aktionäre Die Jungheinrich- Aktie Konzernlage- bericht Der Konzern im Überblick Konzern- abschluss Bericht des Aufsichtsrates Corporate- Governance- Bericht Der Aufsichtsrat Der Vorstand Fünfjahres- übersicht Restwertrisiko Durch eine interne Restwertgarantie des Vertriebes gegenüber dem Geschäftsbereich „Finanzdienstleistun- gen“ liegen Chancen und Risiken aus der Wiedervermarktung der Fahrzeug-Rückläufer bei den operativen Vertriebseinheiten. Die Kalkulation dieser Restwertgarantien erfolgt auf Basis einer konservativen konzern- einheitlichen Vorgabe maximal zulässiger Restwerte durch den Geschäftsbereich „Gebrauchtgeräte“ innerhalb des Vertriebes. Mit Hilfe der Leasing-Vertragsdatenbank wird quartalsbezogen aus Sicht des Jungheinrich-Konzerns und aus Sicht des Geschäftsbereiches „Finanzdienstleistungen“ eine Risikobewer- tung des Bestandes an Finanzdienstleistungsverträgen vorgenommen. Hierzu erfolgt eine Bewertung aller Einzelverträge mit ihren Restwerten zu aktuellen Marktpreisen auf Einzelvertragsebene. In den Fällen, in denen der aktuelle Marktwert unterhalb des Restwertes des jeweiligen Vertrages liegt, wird diesem Risiko im Rahmen der Bilanzierung durch die Bildung angemessener Rückstellungen Rechnung getragen. Finanzrisiken Wesentliche Risiken in diesem Bereich sind die Zins- und Währungsrisiken. Sie unterliegen einem regel- mäßigen Monitoring. Aus der Veränderung von Zinssätzen und Währungskursen entstehen operative Risiken für den Jungheinrich-Konzern, die im Rahmen des gesonderten Risikomanagements gesteuert werden. Jungheinrich setzt zur Steuerung dieser Risiken Finanzinstrumente wie z.B. Devisentermin- geschäfte, Devisenswapgeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte und Zinsswapgeschäfte ein. Aufbauend auf den Anforderungen, die das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) an das Risikomanagement eines Unternehmens stellt, hat Jungheinrich in einer Verfahrensrichtlinie Kontroll- mechanismen für den Einsatz von Finanzinstrumenten definiert. Hierzu gehört u.a. eine klare Trennung zwischen Handel, Abwicklung, Buchhaltung und Controlling. Die Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise haben derzeit keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzierung von Jungheinrich. Die gute Bonität und die solide Aufstellung des Unternehmens zahlten sich bei der Kreditmittelbeschaffung für die Folgejahre aus. Neben den kurzfristigen Kreditrahmen verfügt Jungheinrich über mittelfristige Kreditrahmen von rund 300 Mio. € mit einer Restlaufzeit von zwei bis vier Jahren zur Finanzierung des operativen Geschäftes. Des Weiteren wurde im Dezember 2009 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von 100 Mio. € mit einer Laufzeit von fünf Jahren am Kapitalmarkt platziert, um die langfristige Finanzierung des Konzerns weiter zu verstärken. Damit ist auch die Finanzierung des künftigen Wachstums gesichert. Die Ergebniserwartungen für 2010 und die mittelfristige Planung des Jungheinrich-Konzerns weisen hinsichtlich vereinbarter Financial Covenants kein Risiko auf. Ein zunehmen- der Druck auf die Kreditmarge ist aufgrund höherer Einstandskosten der Banken erkennbar. Durch den sehr hohen Bestand an liquiden Mitteln, aus dem Jungheinrich jederzeit seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann, besteht kein Liquiditätsrisiko. Jungheinrich verfolgt konzernweit weiterhin eine konservative Anlagepolitik und investiert in Assetklassen mit ausschließlich einwandfreier Bonität. Der Konzern ist einem Vertragspartnerrisiko ausgesetzt, das durch Nichterfüllung von vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner, in der Regel internationale Finanzinstitute, entsteht. Auf der Grundlage ihres Ratings, das von anerkannten Rating-Agenturen durchgeführt wird, besteht für Jungheinrich kein bedeutsames Risiko aus der Abhängigkeit von einzelnen Vertragspartnern. Das allgemeine Kreditrisiko aus den eingesetzten derivativen Finanzinstrumenten wird nicht für wesentlich gehalten.

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