Report-Investor: Jungheinrich AG - Geschäftsbericht 2009

87 An unsere Aktionäre Die Jungheinrich- Aktie Konzernlage- bericht Der Konzern im Überblick Konzern- abschluss Bericht des Aufsichtsrates Corporate- Governance- Bericht Der Aufsichtsrat Der Vorstand Fünfjahres- übersicht Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften Das IASB hat im November 2009 den IFRS 9 „Finanzinstrumente“ herausgegeben. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewer- tung. IFRS 9, der für ab dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden ist, sieht künftig nur noch 2 Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor – die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige differenzierte Klassifizierungs- und Bewertungsmodell des IAS 39 fällt weg. Der Standard wurde bisher noch nicht von der EU übernommen. Aus der erstmaligen Anwendung des Standards werden keine wesentlichen Auswir- kungen auf den Konzernabschluss erwartet. Veränderung in der Darstellung von Kursdifferenzen aus Finanzvorgängen in Fremdwährung Kursdifferenzen aus Finanzvorgängen in Fremdwährung resultieren hauptsächlich aus konzerninternen Finanzierungen in Fremdwährung. Bisher wurden die Kursgewinne unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und die entsprechenden Kursverluste unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausge- wiesen. Da die Kursgewinne und Kursverluste aus der Verbuchung von Finanzvorgängen in Fremdwährung resultieren, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, werden sie ab dem Berichtsjahr 2009 saldiert dargestellt. Aufgrund ihres Finanzierungscharakters erfolgt der Ausweis der Kursdifferenzen aus Finanz- vorgängen ab dem Jahr 2009 innerhalb des Finanzergebnisses in der gesonderten Position „sonstiges Finanzergebnis“. Auf eine Anpassung der Vorjahreswerte für Vergleichszwecke wurde verzichtet, da sie für das Verständnis des Abschlusses nicht von Bedeutung und nicht wesentlich sind. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss sind die Jungheinrich AG, Hamburg, als Mutterunternehmen und alle Tochter- unternehmen einbezogen. Der gegenüber dem Vorjahr leicht veränderte Konsolidierungskreis umfasst weiterhin 43 (Vorjahr: 43) ausländische und 13 (Vorjahr: 13) inländische Gesellschaften. Vier Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert. Die Aufstellung über den vollständigen Anteilsbesitz der Jungheinrich AG wird gesondert offengelegt. Veränderungen des Konsolidierungskreises Die für das zukünftige Geschäft nicht mehr erforderliche zweite Vertriebsgesellschaft in China, die Jungheinrich Lift Truck Trading (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, wurde im 2. Quartal 2009 liquidiert und endkonsolidiert. Aus dem Abgang der Beteiligung ergaben sich Erträge in Höhe von 104 T€, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst wurden. Darin enthalten sind bisher im Konzern erfolgsneutral erfasste Währungsausgleichsposten der ausgeschiedenen Gesellschaft in Höhe von 3 T€, die im Rahmen der Endkonsolidierung ertragswirksam berücksichtigt wurden. Im Rahmen der Neuausrichtung des Nordamerika-Geschäftes wurde im 4. Quartal 2009 der Konsolidie- rungskreis um die neu gegründete Jungheinrich Design Center Houston Corporation, Houston, Texas (USA), erweitert. Dieses Entwicklungszentrum entwickelt zukünftig Lagertechnikgeräte speziell für den nordamerikanischen Markt. Aus der Erstkonsolidierung resultierte kein Unterschiedsbetrag. Jungheinrich hat im 4. Quartal 2009 25 Prozent der Anteile an der Gesellschaft ISA – Innovative Systemlösungen für die Automation GmbH, Graz (Österreich), für 2.290 T€ erworben. Der Kaufpreis enthielt dabei Gewinnbezugsrechte ab dem 1. Januar 2009. Jungheinrich hat zum Erwerbszeitpunkt maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik erlangt. Die Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert.

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