a n u n s e r e a k t i o n ä r e Brief an die aktionäre der Vorstand Bericht des aufsichtsrats der aufsichtsrat 9 ein standardrezept, das von den meisten unserer Wettbewerber ebenfalls verfolgt wurde und das man unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten zweifellos erwarten darf. allerdings wollten wir es dabei nicht belassen und haben noch einige dinge getan, die uns mittel- und langfristig deutlich voranbringen werden: n aus- und Vorrichtung: Jede Krise geht einmal vorbei; manchmal schneller als befürchtet. Wir haben deshalb das erste halbjahr 2009 bewusst dazu genutzt, den Vorrat an unter- tägiger infrastruktur, der durch die hohen Produktionsanforderungen der Vorjahre ge- schrumpft war, wieder auf das bei K+s gewohnte niveau zu bringen. das instrument der Kurzarbeit haben wir daher in diesem Zeitraum nur begrenzt eingesetzt. n ehrliche Kommunikation: Vertrauen baut man insbesondere in Krisenzeiten auf. Wir haben unsere stakeholder unverzüglich, realistisch und ohne umschweife über das ausmaß der Krise informiert. so waren wir unter den Kaliproduzenten die ersten, die von stark rückläu- figen ergebnissen gesprochen, die ersten, die frühzeitig die hoffnung auf eine schnelle erholung in der zweiten Jahreshälfte 2009 aufgegeben, und auch die ersten, die über niedri- gere Preisniveaus auf den Überseemärkten berichtet hatten. als Überbringer schlechter nachrichten wurden wir anfangs dafür gescholten; die aufregung hat sich jedoch gelegt, und wir sind froh, dass die von uns verfolgte aufrichtige, nicht beschönigende Kommuni- kationsstrategie mittlerweile honoriert wird. auch ein Grund, warum wir dem diesjährigen finanzbericht den untertitel „Echte Substanz“ gegeben haben. n chancen ergreifen: die Möglichkeit, Morton Salt zu erwerben, war sicherlich zum teil auch ergebnis glücklicher umstände. ohne eine gewisse Portion Mut wäre die mit 1,675 Mrd. us$ größte akquisition in einem der schwierigsten Jahre der K+S Gruppe allerdings auch nicht erfolgt! natürlich kannten wir Morton Salt als ertragstarken salzproduzenten in nord- amerika, einem attraktiven Markt, in dem wir bislang nur regional und nur mit einem be- grenzten Produktportfolio präsent waren. Wir wussten auch, dass Morton Salt bislang eher ein schattendasein als teil eines chemiekonzerns führte, mit brachliegendem Poten- zial, wenn man die dinge mit den augen eines salzproduzenten sieht. Morton Salt stand in einem engen Zeitfenster zum Verkauf und wir wussten, dass wir diese chance ergreifen mussten: Zum einen faszinierten uns die strategische Passfähigkeit zu unserem bisherigen salzgeschäft, die Möglichkeit einer breiteren aufstellung insgesamt sowie das Potenzial, der Marken Umbrella Girl® und Windsor Castle® noch stärker zu nutzen – und die K+S Gruppe insgesamt weniger abhängig von den entwicklungen im düngemittelgeschäft zu machen. Zum anderen erkannten wir im rahmen unseres unternehmensprüfungsprozesses, dass wegen der geringen operativen Überlappungen zu unseren bisherigen salzaktivitäten sowie der bei den Mitarbeitern von Morton Salt zu spürenden hoffnung, endlich vollwerti- ges Mitglied eines Produzenten zu werden, der die Leidenschaft salz gleichermaßen teilt, eine sanfte und damit motivierende integration möglich sein sollte. Morton Salt hat uns bereits jetzt erheblich verändert, Morton Salt macht die K+S Gruppe stärker und Morton Salt wird zeigen, dass nicht kurzfristiges, sondern langfristiges und ggf. auch antizyklisches handeln erfolgversprechend ist. anunsereaktionäre
