Report-Investor: K+S Aktiengesellschaft - Geschäftsbericht 2008

K O N Z E R N L A G E B E R I C H T D E R K + S G R U P P E □ KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT □ UNTERNEHMENSSTRATEGIE UND -STEUERUNG □ MITARBEITER □ FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG □ GESCHÄFTSVERLAUF □ ERTRAGSLAGE □ FINANZLAGE □ VERMÖGENSLAGE □ DARSTELLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHSENTWICKLUNG □ RISIKOBERICHT □ NACHTRAGSBERICHT ■ PROGNOSEBERICHT 145 KONZERNLAGEBERICHT Die im Jahr 2009 begonnene Erholung der Weltwirtschaft sollte sich auch im Jahr 2010 fortsetzen. Beider globalenBetrachtung zeigtsicheingeteiltes Bild: WährenddieProduktion in den Schwellenländern recht kräftig zulegen sollte, zeigt die Konjunktur in den Industrie- ländern nur einen moderaten Aufwärtstrend. Insgesamt wird erwartet, dass das globale Wirtschaftswachstum im Jahr 2010 voraussichtlich 3,9% betragen wird. In den Schwellenländern wird mit einem kräftigen Aufschwung gerechnet, der neben einer zunehmenden Nachfrage aus den Industrieländern vor allem auf beträchtliche wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Stabilisierung der Binnennachfrage zurückzu- führen ist. Allen voran dürfte in China die Konjunktur weiter an Fahrt aufnehmen; mittlerweile wird hier wieder mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 9,5% gerechnet. Für die USA wird hingegen eine weniger dynamische Entwicklung erwartet als nach früheren Rezessionen. Dies liegt vor allem an der abnehmenden Wirkung der Konjunktur- programme und der nur schleppenden Erholung der privaten Haushalte. Das Brutto- inlandsprodukt wird bei etwa 3,4% erwartet, die Inflationsrate – einen stabilen Ölpreis vorausgesetzt – bei ca. 2,1%. Aller Voraussicht nach wird die Erholung in der Europäischen Union im Jahr 2010 verhalten ausfallen; das Bruttoinlandsprodukt dürfte mit 0,8% nur schwach wachsen. Die Inflations- rate wird mit 1,7% weiterhin unter der von der EZB angestrebten Rate von maximal 2% liegen. Wie auch in den USA wird die Defizitsituation einiger Länder des Euroraums als kritisch angesehen. In Deutschland ist im Jahresverlauf 2010 mit einer weiterhin geringen Auslastung der Kapazitäten zu rechnen. Grund hierfür dürfte die nur moderate konjunkturelle Erholung der wichtigsten Handelspartner aus dem Ausland sein. Die Inlandsnachfrage dürfte jedoch langsam Fahrt aufnehmen, besonders der private Konsum sollte seine Ausgaben deutlich steigern: Einer Verschlechterung auf dem Arbeitsmarkt stehen steuerliche Entlastungen der privaten Haushalte gegenüber, so dass die verfügbaren Einkommen deutlich steigen sollten. Für den Jahresdurchschnitt 2010 wird derzeit mit einem Zuwachs des realen Bruttoinlandsprodukts um 1,4 % gerechnet, die Inflationsrate wird bei 0,9 % erwartet. Da trotz der positiven Konjunktursignale im kommenden Jahr von einem relativ geringen Preisdruck auszugehen ist, dürften die Notenbanken ihre Leitzinsen noch bis weit in das Jahr 2010 auf niedrigem Niveau belassen. Beim Ölpreis rechnen wir im Jahr 2010 mit einem Niveau von rund 80 US-Dollar pro Barrel, beim Wechselkurs des US-Dollars gegenüber dem Euro im Jahresdurchschnitt mit etwa 1,39 USD/EUR. Prozentuale Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (Angaben in %; real) Jahr Deutschland EU-25/ EU-27 Welt 2011e + 1,4 + 1,7 + 3,8 2010e + 1,4 + 0,8 + 3,9 2009 - 5,0 - 4,1 - 1,1 2008 + 1,3 + 1,2 + 3,1 2007 + 2,5 + 3,1 + 4,8 Quelle: Deka Bank

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