K O N Z E R N A B S C H L U S S D E R K + S G R U P P E □ BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS □ GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG □ KAPITALFLUSSRECHNUNG □ BILANZ □ ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS □ ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS □ ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN □ SEGMENTBERICHTERSTATTUNG ■ ANHANG 205 KONZERNABSCHLUSS ist durch eine interne Richtlinie geregelt. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht wird. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränktsichmaximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate. Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Zu diesem Zweck wurden teilweise Optionen eingesetzt (sog. Zins-Caps), die einen Anstieg der Zinsbelastung über ein definiertes Niveau hinaus verhindern. Aktuell ist in diesem Rahmen der Einsatz von Derivaten nicht erforderlich, da ein wesentlicher Anteil der Finanzverbindlichkeiten (Anleihe) einen festen Zinssatz aufweist. Den Finanzverbindlichkeiten mit kurzfristiger Zinsbindung stehen kongruente Geldanlagen gegenüber. Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar; in geringem gegenüber dem britischen Pfund sowie dem chilenischen Peso bei einer in US-Dollar bilanzierenden südamerikanischen Tochtergesellschaft. Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen und auf erwartete Nettopositionen auf der Grund- lage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Im Rahmen der Translationssicherung von geplanten Ergebnissen erfolgt die Bestimmung der Netto- position ausgehend vom EBIT I in analoger Weise. Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen sowie im Rahmen der Translationssicherung bis zu drei Jahre betragen. Ziel ist eine „worst-case“-Absicherung, die gleichzeitig eine Wahrnehmung möglicher Chancen aus der Marktentwicklung zulässt. Hierzu werden schwerpunktmäßig einfache Optionen (so genannte Plain Vanilla-Optionen) sowie so genannte Compound-Optionen eingesetzt. Die Compound-Optionen bestehen aus einer Option auf eine einfache Option, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann. Ebenso kommen selektiv Termingeschäfte zum Einsatz. Die Laufzeiten der Sicherungs- geschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungszielen i.d.R. unter einem Jahr. Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für US-Dollar-Positionen zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte für Translationsrisiken aus geplanten Ergebnissen werden im Geschäftsbereich Salz für die Teileinheiten SPL sowie Morton Salt abgeschlossen. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte, Stickstoffdüngemittel sowie Salz abgeschlossen.
