Report-Investor: KAP-Beteiligungs-AG - Geschäftsbericht 2009

14 Die 2008 unter dem Dach der GM Tec zusammengeführten Aktivitäten der Geiger Fertigungstechnologie GmbH und der Mohr-Gruppe mussten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem äußerst widrigen Marktumfeld bewegen: Die weltweite Pro- duktion von großen Diesel-Pkws und -Nutzfahrzeugen brach infolge der Wirtschaftskrise deutlich ein, woraufhin die Firmen in der Zuliefererkette ihre Bestände abbauten, um Liquidität zu sichern, sodass sich je nach Segment in Einzelmonaten Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahr von bis zu 70 % ergaben. Hiervon war besonders die Geiger Fertigungstechnologie betroffen, weil die Endnachfrage nach Diesel-Einspritzsystemen im Pkw- und Lkw-Sektor drastisch einbrach. Bei den übrigen Standorten kam es zwar auch zu einem Einbruch, insbesondere am Anfang des Jahres 2009, im weiteren Verlauf konnten sie jedoch von den Absatzsteigerungen in den Kleinwagensegmenten, gefördert durch die „Abwrackprämie“, profitieren. Insgesamt wurde 2009 ein Umsatz von 43,1 Mio. EUR (Mohr und Geiger) erwirtschaftet, gegenüber einem vergleichbaren Umsatz 2008 von 80,2 Mio. EUR. Hieraus ergibt sich ein prozentualer Rückgang von 46,3 %. Deutlich wird dies in der Zahlenübersicht nicht, da im Vorjahr nur die Geiger Fertigungstechnologie im Konsolidierungskreis der KAP AG enthalten war und die Vergleichszahl für den Umsatz 2008 aus KAP-Sicht 41,9 Mio. EUR beträgt. Diese drastischen Umsatzeinbrüche führten zu einem ebenso drastischen Ergebnisrück- gang in diesem Segment auf -20,4 Mio. EUR, und das trotz bereits 2008 eingeleiteter Maßnahmen zur Kostensenkung vor allem im Personalbereich. Somit war das Geschäftsjahr 2009 geprägt durch die Umsetzung einer Reihe von Umstrukturierungsmaßnahmen: − Im Bereich Geiger Fertigungstechnologie wurde durch gezielte Vertriebsaktivitäten eine Verbreiterung der Kundenbasis erreicht, zum Beispiel wurden Aufträge zur Herstellung von Benzin-Direkteinspritzsystemen ins Haus geholt. Weiterhin wurde eine Vielzahl von Kundenbemusterungen vorgenommen, die in den folgenden Jahren zu entsprechenden Umsätzen führen werden. Flankiert wurden diese Maßnahmen durch einen drastischen Personalabbau und das rigorose Durchforsten bisher existierender Strukturen. − Die neu hinzugekommenen Bereiche der Mohr-Gruppe mit den Standorten in Karls- bad, Ehingen und in Minsk wurden den Erfordernissen moderner Unternehmens- führung angepasst. Das heißt, es wurden effektive Vertriebsstrukturen geschaffen, Qualitätssysteme von Grund auf überarbeitet, Produktivitätsreserven systematisch angegangen – und das Ganze wurde durch die Einführung von Controlling- und EDV-Systemen flankiert. Wir denken, dass das vorhandene technische Know-how vor allem in der Fertigungstechnologie zur Herstellung von Metall- und Kunststoff- Verzahnungselementen zusammen mit den eingeleiteten Maßnahmen eine gute Aus- gangsbasis dafür ist, in diesen Segmenten unsere Markt- und Wettbewerbsposition auszubauen. Dazu wird auch die Möglichkeit kostengünstiger Fertigung lohninten- siver Bauteile in unserer Fertigungsstätte in Minsk beitragen. precision metals

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