Report-Investor: KAP-Beteiligungs-AG - Geschäftsbericht 2009

29 Der ausgewiesene Konzernjahresverlust von 51,4 Mio. EUR ist wesentlich geprägt durch die erstmalige Einbeziehung der aufgelaufenen Buchverluste im Wertpapierportfolio von 35,8 Mio. EUR in der Erfolgsrechnung und den Impairments auf den Kammgarnbereich und bei precision metals von 8,6 Mio. EUR. Hinzu kamen die nicht unerheblichen Re- strukturierungskosten für Sozialpläne, Abfindungen etc. Das EBITDA von 23,5 Mio. EUR (i. Vj. ohne Sondereffekte 40,8 Mio. EUR) liegt weit unter unseren Erwartungen. Krisenbedingt haben wir die Sachinvestitionen drastisch auf 15,5 Mio. EUR zurückge- fahren, wobei der Löwenanteil an das Segment engineered products ging, während beim Segment precision metals lediglich die notwendigsten Ersatzinvestitionen getätigt wurden. Bei classical textiles wurde das mehrjährige Investitionsprogramm mit 1,7 Mio. EUR zum Abschluss gebracht. Die Finanzierung aller Investitionen erfolgte aus dem Cashflow der laufenden Geschäfts- tätigkeit. Trotz aller Schwierigkeiten im operativen Geschäft konnten wir die Bilanzrelationen weiter verbessern. Bei einer auf 385,2 Mio. EUR geschrumpften Bilanzsumme liegt der Eigen- kapitalanteil bei 54,4 % (i. Vj. 51,7 %). Die Nettofinanzverbindlichkeiten haben wir unter Einbeziehung des Wertpapierportfolios deutlich auf 30,1 Mio. EUR (i. Vj. 54,7 Mio. EUR) reduzieren können. Damit sind wir für den kommenden Aufschwung gut gerüstet, um sowohl Erweiterungsinvestitionen als auch ein Ansteigen des Working Capitals mühelos finanzieren zu können. Der eingeschlagene Weg in Südafrika mit einem Rückzug aus dem operativen Geschäft und den damit verbundenen Risiken trägt Früchte. Zwei der drei MBOs florieren und tilgen die gewährten Darlehen planmäßig, sodass wir auch in Deutschland erste Kapital- rückflüsse verbuchen können. Bei der STöHR & Co. Aktiengesellschaft i. L. hat die Hauptversammlung am 26. Juni 2009 die Liquidation der Obergesellschaft beschlossen und den Vorstand als Liquidator eingesetzt. Seitdem laufen alle notwendigen Vorarbeiten für die Veräußerung der Aktiva, sodass nach der Hauptversammlung vom 13. Juli 2010 mit einer zügigen Umsetzung des Programms begonnen werden kann. Die Auswirkungen auf die Konzernbilanz 2010 hängen von den dabei erzielten Verkaufserlösen ab. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD, KONJUNKTURENTWICKLUNG 2009 Die negativen Tendenzen der konjunkturellen Entwicklung zu Anfang des Jahres konnten zum Ende des zweiten Quartals abgestreift werden. In der zweiten Jahreshälfte 2009 setzte sich die Erholung der Weltwirtschaft fort. Nachdem der Unsicherheitsschock nach der Lehman-Brothers-Pleite beseitigt werden konnte, begannen die Unternehmen, einen Teil der zuvor unterlassenen Investitionen nachzuholen und die leeren Läger wieder auf- zufüllen. Dabei haben die Emerging Markets in Asien die Krise am schnellsten und mit den geringsten Einbußen überwunden, unter anderem, weil ihr Finanzsystem nur in ge- ringem Umfang von der Finanzkrise betroffen war. In Mittel- und Osteuropa hat sich die Krise dagegen deutlich bemerkbar gemacht. Auch in Westeuropa hat sich die Wirtschaft Brief an die Aktionäre Segmente KAP-Aktie Konzernlagebericht Angaben zur Unternehmensführung Aufsicht und Rat Konzernabschluss Jahresabschluss AG

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