31 Die Gesamtumsätze sind um 14,9 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgefallen. Besonders hart traf es die Textilsparte mit einem drastischen Rückgang von über 18 %, während die Bekleidungssparte im Gesamtjahr mit einem Minus von rund 10,5 % leidlich besser abschnitt. Die Produktion am Standort Deutschland ist von den aktuellen Entwick- lungen natürlich stark betroffen, wobei dies in großem Umfang dem anhaltenden Struktur- wandel geschuldet ist. Insofern ist es nur schwer vorstellbar, dass eine positive Konjunktur- entwicklung die inländische Fertigung wieder so stimulieren könnte, dass die Branche zu alten Volumina zurückkehren könnte. Eine leichte Steigerung ist für die Erzeugerpreise zu vermelden, während die deutlich rückläufigen Ausfuhren weiterhin Sorgen bereiten. Nach Jahren des Wachstums auf den Weltmärkten muss seit August 2008 ein anhaltend rückläufiger Trend verzeichnet werden. Leider werden auch für den laufenden Berichtszeitraum voraussichtlich keine positiven Ent- wicklungen berichtet werden können. Die Beschäftigtenzahl im Inland reduzierte sich zum Ende der Berichtsperiode stichtags- bezogen um über 18 %, wobei dieser Rückgang zum großen Teil auf den anhaltenden Strukturwandel zurückzuführen ist und durch die Krise nur verstärkt wurde. Rahmenbedingungen der Automobil- und Automobilzuliefererindustrie Der weltweite Pkw-Absatz hat sich 2009 deutlich besser entwickelt als allgemein er- wartet. Wurde noch zu Beginn des abgelaufenen Jahres ein Einbruch von 15 bis 20 % prognostiziert, so sorgten auf vielen Auslandsmärkten staatliche Anreize, meist in Form von Steuervergünstigungen und Abwrackprämien, für eine Belebung des Neuwagenge- schäfts. In Summe war der Pkw-Absatz im Berichtszeitraum lediglich um 3 % rückläufig. Insbesondere der chinesische Markt, der 2009 einen regelrechten Absatzboom verzeich- nete, verhinderte den stärkeren Rückgang der weltweiten Pkw-Verkäufe. Für 2010 zeich- net sich eine Belebung auf dem Welt-Pkw-Markt ab, zu der weiterhin die asiatischen Wachstumsmärkte, aber auch die USA beitragen werden. In Westeuropa dürfte dagegen das Neuzulassungsvolumen aufgrund des Auslaufens der Incentives in einigen Ländern eher niedriger ausfallen. Europa/CEE-Märkte Im Jahr 2009 überstieg die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa (13,6 Mio.) das Vorjahr um knapp 1 %. Den stärksten Zuwachs verzeichnete dabei Deutschland mit einem Absatzplus von 23 %, gefolgt von Frankreich mit 11 %. Der italienische Pkw- Markt, der seit Februar staatlich gestützt wird, erreichte im vergangenen Jahr in etwa das Vorjahresniveau (minus 0,2 %). Das Pkw-Geschäft in Großbritannien und Spanien hat zwar seit Einführung der Verschrottungsprogramme im Mai 2009 deutlich an Fahrt gewonnen, jedoch war der Absatz im Gesamtjahr aufgrund der niedrigen Absatzzahlen zu Beginn des Jahres um 6 % und 18 % rückläufig. USA In den USA hat sich der Absatz von Light Vehicles zum Jahresende weiter stabilisiert. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat dem amerikanischen Automobilgeschäft im abgelaufe- nen Jahr stark zugesetzt und zu einer deutlichen Abnahme beim Neuwagenkauf geführt. Im Gesamtjahr 2009 verzeichnete der US-Markt einen Absatzrückgang von 21 % auf 10,4 Mio. Light Vehicles. Dabei konnten die deutschen Hersteller seit nunmehr fünf Jahren ihren Light-Vehicles-Marktanteil kontinuierlich auf aktuell 7,3 % steigern. Brief an die Aktionäre Segmente KAP-Aktie Konzernlagebericht Angaben zur Unternehmensführung Aufsicht und Rat Konzernabschluss Jahresabschluss AG
