Report-Investor: KAP-Beteiligungs-AG - Geschäftsbericht 2009

40 Spezielle Entwicklungsprojekte des Geschäftsjahres – Aerodynamische Optimierung des Injektionskanals von Diesel-Einspritzsystemen, die zur Reduzierung des Dieselverbrauchs durch Verbrennungsoptimierung führen. – Diffusionsoffene Unterdeckbahn für wasserdichte Unterdächer. Die Unterdeckbahn besteht aus einem monolithischen Film mit innenliegender Textilverstärkung. Der Film wird aus einem speziellen TPU gefertigt und ist daher kalt und warm verschweiß- bar. Gering geneigte Dächer wie moderne Pultdächer können damit diffusionsoffen und wasserdicht ausgeführt werden und entsprechend der Energieeinsparverordnung optimal gedämmt werden. – Entwicklung und Herstellung von Geweben aus Polyester sowie Glasfasern zur Her- stellung von Faserverbundwerkstoffen. Den Anfang machen Strukturbauteile für den Automobilbereich wie Unterbodenschutz, Radhäuser, Frontend, Radmulden, etc. Die Vorteile dieser aus Faserverbundwerkstoff hergestellten Bauteile liegen auf der Hand: Gewichtseinsparungen und kostengünstiger als metallische Alternativen bei der Her- stellung. Zudem sind die Produkte nach der Nutzungsdauer recycelbar. – Einsatz von Geweben aus Basaltfasern im Förderband, die dazu führen, dass die Hitze- und Feuerbeständigkeit des Bands erheblich erhöht wird. Durch den Einsatz und Test verschiedener Haftvermittler zur Verbindung der Basaltfasergewebe zum Förderband- kautschuk konnten wir diese neuen Spezifikationen erreichen. Weiterentwicklung von speziellen Verfahrenstechniken In vielen Fällen sind die Entwicklung und die Beherrschung spezieller Verfahren Basis für die Optimierung der Kundenprodukte. So ermöglicht die spezielle Webtechnik „Straight Warp“ für den Einsatz bei textilverstärkten Förderbändern im Bergbau die Verwendung kräftiger Polyesterfasern in Längsrichtung und damit der Hauptbeanspruchungsrichtung, während die Nylonfäden als Schussfäden vor allem der zweidimensionalen Ausrichtung und der Haftung in der Kautschukmatrix dienen. Im Rahmen eines laufenden Entwicklungsprojekts des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden wir neben der Verwendung von Mikrosystemkomponenten, die zur aktiven Klimatisierung von isolierender Schutzbekleidung in Schutzwesten-Undergarments integriert sind, auch Aktor-/Sensor-Systeme zur Schadensdetektion von Keramik-basierten Schutzeinschüben entwickeln. Unsere Unternehmen im Bereich classical textiles sind stark vertriebsorientiert und liefern ihren Kunden genau die Produkte, die sie benötigen. Frei nach dem Motto „Geht nicht gibt’s nicht“ entwickeln sie für und mit den Kunden neue und vor allem innovative Produkte, zum Beispiel Wolle-Seide-Mischungen. Der Anteil spezieller Funktionsfasern am Gesamtvolumen wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ausgebaut. Das selbst entwickelte Label „nature texx“ zielt auf den stark wachsenden Bereich um- weltfreundlicher Produkte. Durch den starken Einsatz ökologischer Rohstoffe treffen sie einen starken Trend und können den Markt mit einer besonders umweltfreundlichen Ausrüstung bedienen.

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