Report-Investor: KAP-Beteiligungs-AG - Geschäftsbericht 2009

2 Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, das Geschäftsjahr 2009 war kein gutes! Die Folgen der Finanzkrise haben uns mehr zu schaffen gemacht, als wir erwarteten. Der Umsatz ist um 20 % auf 384,5 Mio. EUR zurückgegangen, was dann wiederum der Aus- löser für die Überprüfung der Fair-Value-Bewertungen bei einigen unserer Unternehmen war. Im Ergebnis führte das dann zu notwendigen Impairments in den Segmenten precision metals und classical textiles. Die nachhaltigen Rückgänge auf den Aktienmärkten haben dazu geführt, die mit dem Eigenkapital bereits verrechneten Wertminderungen unseres Wertpapierportfolios mit einem Betrag von insgesamt rund 35,8 Mio. EUR über die Gewinn- und Verlustrech- nung zu verbuchen. Es gibt aber auch Gutes zu berichten: Die Krise war für uns Anlass, die vorhandenen Strukturen und Geschäftsmodelle zu überprüfen. So haben wir das Working Capital von 138,0 EUR auf 89,4 EUR reduziert, indem wir Pro- duktportfoliobereinigungen vorgenommen und Lagerbestände in Höhe und Werthaltigkeit kritisch hinterfragt haben. Wir haben uns detailliert mit unserer Kundenstruktur befasst und die zukünftige Standortpolitik diskutiert. Der Aufwand für die daraus abgeleiteten Maßnahmen ist 2009 angefallen, während wir die Ergebnisse und Vorteile erst in der Zukunft sehen werden, wenn das Geschäft generell wieder anzieht. Wir erwarten verbes- serte Rohertragsmargen und sinkende Stückkosten. Das ausgewiesene Konzernergebnis von -51,4 Mio. EUR ist im Wesentlichen nicht liqui- ditätswirksam und hat unter Berücksichtigung der 2009 gezahlten Dividende das Eigen- kapital lediglich um 9,2 Mio. EUR geschmälert, wovon wiederum allein die notwendigen Impairments rund 8,6 Mio. EUR ausmachen. Dies zeigt sich auch deutlich in der verbesserten Struktur unserer Verbindlichkeiten. Zum Jahresende weisen wir Nettofinanzverbindlichkeiten unter Einbeziehung des Wertpapier- portfolios von lediglich 30,1 Mio. EUR (i. Vj. 54,7 Mio. EUR) aus. Das Segment engineered products hat dem schwierigen Umfeld getrotzt und bei einem Umsatz von 265,3 Mio. EUR ein Ergebnis (EBIT) von 14,7 Mio. EUR erwirtschaftet. Der um- satzmäßig stärkste Bereich, MEP-OLBO, musste erhebliche Umsatzeinbrüche hinnehmen und daher für das abgelaufene Geschäftsjahr ein negatives EBIT von knapp 1,1 Mio. EUR ausweisen. Das Segment precision metals blickt auf ein desaströses Geschäftsjahr zurück. Umsatz- einbrüche in bisher unbekanntem Ausmaß führten zu einer dramatischen Kapazitätsun- terauslastung und damit zu einer völlig inadäquaten Kostenstruktur. Ein EBIT-Verlust von 20,4 Mio. EUR bei einem Umsatz von 43,1 Mio. EUR ist mehr als enttäuschend und hat Brief an die Aktionäre

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