18 CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT Die Grundsätze einer guten Corporate Governance entspringen der Maßgabe, Unternehmen transparent, verantwortungsbe- wusst und nachhaltig zu führen. Unternehmen profitieren von einer geregelten Leitungs- und Überwachungsstruktur, die auch im Interesse ihrer Kunden und Aktionäre ist. Die internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass gute Corporate Governance einen Beitrag zu mehr Finanz- marktstabilität, Investitionen und Wirtschaftswachstum leisten kann. Denn Unternehmen nehmen eine Schlüssel- und Vorbild- funktion in der Gesellschaft ein. Das Vertrauen in Unternehmen stärkt das Vertrauen in die Wirtschaft. Gerade in Zeiten welt- weiter Instabilität der Finanzmärkte ist guter Corporate Gover- nance deshalb umso größere Bedeutung beizumessen. Orientierungshilfe bietet den Unternehmen der 2001 eingeführ- te Deutsche Corporate Governance Kodex. Er dient als Instru- ment zur kapitalmarktorientierten Weiterentwicklung von Un- ternehmensführung und -kontrolle. Den durch den Kodex regel- mäßig aktualisierten Empfehlungen entspricht das Management mit wenigen Ausnahmen, die in der Entsprechenserklärung erläutert werden. AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG Die Aktionäre der Klöckner-Werke AG können an diversen grundlegenden Unternehmensentscheidungen partizipieren. Sie haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung auszuüben oder durch einen Bevollmächtigten ausüben zu lassen. Die Hauptversammlung beschließt unter anderem die Verwen- dung des Bilanzgewinns, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, die Wahl des Abschlussprüfers für das laufende Geschäftsjahr, die Wahl von Mitgliedern des Aufsichtsrats sowie Satzungsänderungen. Die Ergebnisse der Abstimmung werden zum Ende der Haupt- versammlung und unverzüglich danach auf der Internetseite der Gesellschaft bekannt gegeben. Im Berichtsjahr 2009 fand die ordentliche Hauptversammlung der Klöckner-Werke AG am 25. Juni 2009 in Frankfurt am Main statt. Rund 95,9% des Grundkapitals der Gesellschaft waren vertreten. Alle zur Abstimmung gebrachten Tagesordnungs- punkte erhielten die Zustimmung von mehr als 99,9% der gültigen Stimmen. TRANSPARENZ Die Klöckner-Werke AG bemüht sich um eine offene und trans- parente Kommunikation mit Aktionären und der Öffentlichkeit. Als Medien zur Information über die aktuelle Geschäftslage dienen in erster Linie der jährliche Geschäftsbericht, die Quar- tals- und Halbjahresfinanzberichte sowie die Internetseite der Gesellschaft. Unser Finanzkalender informiert über wesentliche Termine. Dazu gehören die Veröffentlichungen der Berichte, die jährliche Analysten- und Pressekonferenz sowie die Hauptversammlung. Für weitergehende oder kurzfristige Auskünfte zum Unterneh- men steht unsere Presse- und Investor-Relations-Abteilung persönlich, telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung. RISIKOMANAGEMENT UND RECHNUNGSLEGUNG Das von der Gesellschaft eingeführte Risikomanagementsystem gewährleistet die Möglichkeit einer frühzeitigen Risikoerken- nung und -einschätzung. Um Veränderungen des wirtschaft- lichen Umfelds zeitnah Rechnung tragen zu können und wett- bewerbsfähig zu bleiben, wird das System kontinuierlich ge- prüft und weiterentwickelt. Das Unternehmen betrachtet den verantwortungsvollen Um- gang mit Risiken als wesentlichen Bestandteil guter Corporate Governance. Der Vorstand unterrichtet den Aufsichtsrat regel- mäßig über Veränderungen und Maßnahmen. Einzelheiten zum Risikomanagementsystem finden sich im gleichlautenden Kapi- tel des Lageberichts. Die Rechnungslegung des Klöckner-Konzerns erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und die
