Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

LAGEBERICHT 25 mit den typischen Vakuum-Ausgleichsflächen ist in der PET- Heißabfüllung vorbei. Das HotFill+ Verfahren kompensiert die Schrumpfung von PET-Flaschen nach einer Heißabfüllung durch eine definierte Menge Stickstoff, die unmittelbar vor dem Ver- schließen in den Kopfraum der Flasche eingebracht wird. Die Vorteile des HotFill+Verfahrens sind überzeugend: Das Fla- schengewicht wird reduziert, Energie eingespart und die Effi- zienz der Anlage steigt. Die Gesamtbetriebskosten der Kunden können damit weiter optimiert werden. Anlässlich der Branchenmesse „drinktec“ in München prä- sentierte der Bereich Verpackungstechnik erstmals die neue WrapAroundPacker- und WrapAroundShrinkPacker- Baureihe „Advanced“. Deutliches Plus der Baureihe „Advan- ced“ ist allerhöchste Flexibilität, die durch austauschbar kon- zipierte Funktionsmodule gegeben ist. Unsere Anstrengungen zur Ressourceneinsparung bewirkten bei der neuen Baureihe Fortschritte in der Reduzierung von Kartondicke und Folien- stärke. Dem Aspekt der Nachhaltigkeit zusätzlich Rechnung tragend, ist dem Innopack WSP ein Öko-Schrumpftunnel nachgeschaltet. Besonderheit hier: Der Öko-Schrumpftunnel arbeitet statt mit der bislang üblichen Elektro-Beheizung mit einer Gas-Beheizung. Und: Bei Verwendung einer Gas- Beheizung als Herzstück des Schrumpftunnels lässt sich ge- genüber der herkömmlichen Elektro-Beheizung eine bis zu 50- prozentige Energiekosteneinsparung erzielen. Nachhaltigkeit – ein Aspekt, der genauso bei der neuen Rollfed- Etikettiermaschinen-Generation Innoket 360 greift. Im Fokus der Entwicklung standen hier Energieeffizienz sowie die Bereiche Prozessqualität, Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit. We- sentliche Neuerungen der Innoket 360 stellen die Schneidtechnik mit selbstschärfendem Messer, die segmentierte Vakuumtrommel sowie ein Leimtemperiersystem auf Induktionsbasis dar. Seit 2009 agiert die Tochtergesellschaft KHS im Rahmen des Anlagengeschäfts in Kooperation mit dem Intralogistik- spezialisten SSI Schäfer. Neben dem weiter zunehmenden Kostendruck und der damit verbundenen Notwendigkeit, bestehende Prozesse ständig zu optimieren, wird davon aus- gegangen, dass die Artikelvielfalt weiter zunimmt und der Anteil an kommissionierter und konfektionierter Ware, gemes- sen am Gesamtabsatz, steigt. Unsere Zusammenarbeit mit SSI Schäfer bietet den Kunden einen integrierten Mehrwert durch Komplettlösungen mit aufeinander abgestimmter Technik. In der Inspektionstechnik kann eine neue, bahnbrechende Technologie mit zentraler Intelligenz angeboten werden. Basie- rend auf ein und derselben Soft- und Hardware präsentiert sich die neue Technik modular aufgebaut aus bewährten und lang- lebigen Industriekomponenten. Ziel der Entwicklung war ein zukunftssicheres Plug & Play-System mit größtmöglicher Flexi- bilität für die Kunden. Die Software lernt eigenständig im laufenden Dialog zwischen Steuereinheit, Maschine und In- spektionsmodulen. Der Touchscreen am Steuergerät präsen- tiert sich stets mit derselben strukturiert gestalteten grafischen Oberfläche, mit gleichartigen Schaltflächen und intuitiven Pik- togrammen. Bei Anlagenlösungen für Kunststoff-Flaschen konnten die Tochtergesellschaften KHS AG, KHS Corpoplast und KHS Plas- max Entwicklungserfolge erzielen. Beispiele sind unter anderem die innovative Technologie der erfolgreichen, glasklaren Plas- max-Barrierebeschichtung für PET-Flaschen oder die Verbindung von Streckblasmaschine und Füll-/Verschließsystem zu einem effizienten Maschinenblock. Im Bottles & Shapes™ Center in Hamburg wurde die Entwick- lung einer Lightweight-Flasche weiter vorangetrieben, die auf der Messe „drinktec“ dem Fachpublikum präsentiert wurde. „SixPointFour“ heißt die mit nur 6,4 Gramm weltweit wohl leichteste aller 0,5-Liter-PET-Flaschen, die alle Voraussetzungen für das Füllen, Etikettieren, Palettieren und Transportieren er- füllt. Durch eine Materialreduzierung um etwa 50% kann mit dieser Innovation in der Getränkeindustrie ein wichtiger Beitrag zur Schonung natürlicher Ressourcen geleistet werden. Im Bereich Elastomertechnik konnte die KDE 2009 durch die Vorstellung des zum Patent angemeldeten VARIO-Kaltkanals punkten. Mit der neuen Kaltkanaltechnik ist es erstmals mög- lich, Düsenabstände variabel zu verstellen, um unterschiedliche Formen abdecken zu können. Der Kaltkanal bietet hierdurch auch für kleinere Serien ein großes Einsparpotenzial, da mittels Einstellungsänderungen eine Mehrfachnutzung möglich wird. UMWELTSCHUTZ Die Tochtergesellschaften des Klöckner-Konzerns haben sich einem nachhaltigen und verantwortlichen Handeln verpflichtet. Diese Selbstverpflichtung beinhaltet vor allem drei Aspekte: sozial gewissenhaftes Handeln, ökologisch zielführendes Verhal- ten und ökonomisch erfolgreiches Wirtschaften.

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