26 LAGEBERICHT Im Vordergrund ökologischer Verantwortung steht für Klöckner der schonende Umgang mit Ressourcen sowie die Maßgabe, bei allen Projekten, Produkten und Aktivitäten ökologische Aspekte so früh wie möglich in die Planungen mit einzubezie- hen. Umweltfreundliche und effiziente Anlagen und Technolo- gien bieten die Chance, weniger Energie zu verbrauchen, den Materialeinsatz und Schadstoffausstoß zu verringern sowie meist auch spürbar Betriebskosten zu senken. Daneben drängen weltweit steigende Rohstoffpreise, zuneh- mend kritische Verbraucher und strengere behördliche Vor- schriften auf ein nachhaltiges Wirtschaften der Unternehmen und auf umweltverträgliche Produkte. Auch deshalb sind im Maschinenbau innovative Ideen und Konzepte gefragt. Die Tochtergesellschaften der Klöckner-Werke AG haben 2009 erneut eine ganze Reihe ökologisch ausgerichteter Projekte realisiert oder auf den Weg gebracht: Umweltfreundliche Maschinen- und Anlagenlösungen Die Verbindung von PET-Streckblasmaschine und Füllmaschine zu einem Monoblocksystem wurde bereits im vergangenen Jahr vorgestellt. Das System hat sich bisher nicht nur gut bewährt, sondern zeigt in der Praxis auch sein Einsparpotenzial für den Kunden. Der Kunde kann sowohl Platz als auch Materialeinsatz und Energieaufwand reduzieren. An den Pasteurisationsmaschinen wurde eine neue pH-Wert- Regelung entwickelt. Diese verbessert die Dosierung von Chemi- kalien. Durch die erzielte Chemikalienreduzierung werden zugleich die verwendeten Maschinenmaterialien geschont. Im Bereich Reinigungstechnik ist durch die Anwendung einer neuen Stromsparfunktion für die eingesetzten Spritzpumpen beim Kunden nun eine Energieeinsparung von bis zu 40% für die Pumpen zu erreichen. Im Bereich der Prozesstechnik haben wir die Regelung der Mischanlage Paramix C optimiert, so dass Sirup- und Produkt- verluste nahezu vermieden und Abwassermengen reduziert werden können. Die automatisierte Leistungsregelung auf Puffertankniveau führt zur Verringerung des CO2-Verbrauchs. Vollautomatisierte verlinkte Prozesse mit der Füllmaschine redu- zieren Reinigungs- und Produktwechselzeiten. Der Einsatz von Reinigungsmedien wird minimiert. Eine deutliche Materialeinsparung und Verringerung der Ab- fallmenge von Folien wird durch das seit Mitte 2008 verfügbare neue System der Folienrollen-Enderkennung an den Ver- packungsmaschinen erreicht. Die im Jahr 2009 hinzugewonnenen Erfahrungen zeigen, dass das neue System eine Folienersparnis und damit Abfallreduzierung von bis zu 12 Tonnen Folie pro Jahr bewirken kann. Der Folienverbrauch wurde darüber hinaus mittels einer voll- ständigen Überarbeitung der Folienschneide- und Transportsta- tion gesenkt. Die verarbeitbare Folie kann nun noch geringere Stärken aufweisen, so dass die Folienkapazität je Folienrolle wiederum erhöht wird. Als Standardbaugruppe hat sich bei den Kunden 2009 die neue Rollenverbindungseinheit der Rundum-Etikettiermaschine Inno- ket 360 bewährt. Dieses Autosplice-System funktioniert rein mechanisch. Das energieaufwändige Vakuumsystem der her- kömmlichen Einheit wird nicht mehr benötigt. Der Kunde kann an dieser Stelle auf energieintensive Erzeugung von Druckluft verzichten. Die genannten Beispiele der zum Schutz der Umwelt optimier- ten Maschinen stehen stellvertretend für viele andere große und kleine Verbesserungen an unseren Produkten. Ziel ist es, unse- ren Kunden stetig Neuentwicklungen anzubieten, die den verantwortlichen Umgang mit Energie, Wasser und Abwasser, Abfall- bzw. Reststoffen sowie Betriebsmitteln, wie z. B. Reini- gungs- und Desinfektionsmitteln, gewährleisten. Dies betrifft nicht nur neue Maschinen und Anlagen. Ein vielfältiges Ange- bot an Umbau- und Upgrade-Möglichkeiten garantiert, dass unsere Kunden ihre Maschinen während der gesamten Nut- zungsdauer an den neuesten Stand der Technik – auch unter Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit – anpassen können. Umweltfreundliche Produktionsstandorte Neben unseren umweltorientierten Produktinnovationen haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals an diversen Stand- orten Optimierungsmaßnahmen hinsichtlich des Energie- und Wasserverbrauchs realisieren können. An unserem weltweit größten Produktionsstandort, Dortmund, konnte durch zwei Maßnahmen eine beträchtliche Verringe- rung des Energieverbrauchs im Bereich Heizanlagen erzielt werden. Zum einen wurde für das Hochregallager ein neuer
