Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

32 LAGEBERICHT Bei den Auftragseingängen wurde im Gesamtjahr ein Rückgang um 10,5 % verzeichnet. Die Ordersituation gestaltete sich insbe- sondere im ersten Halbjahr bei den meisten Tochtergesellschaf- ten schlecht. Zuwächse über das Gesamtjahr konnten dennoch in Indien, China, Südafrika und Brasilien erzielt werden. Gegen Jahresende machte sich vor allem nach der wichtigen Branchenmesse „drinktec“ eine leichte Trendwende bemerkbar. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2009 liegt bei 277,7 Mio.€ und damit 8,2 % unter dem Vorjahr. Die Book-to-Bill-Ratio (Quotient aus Auftragseingang und Umsatz) beträgt 1,02 (Vorjahr: 0,81). Konzern-Umsatz Die Umsatzerlöse des Konzerns liegen infolge der schwachen Ordersituation 2009 um 28,6 % unterhalb des Vorjahresniveaus und belaufen sich auf insgesamt 753,7 Mio.€. Davon sind 90,3 % dem Segment Abfüll- und Verpackungstechnik und 9,7 % dem Segment Sonstige Industriebeteiligungen zuzurechnen. Regional betrachtet verteilt sich der Konzern-Umsatz mit 11,1 % auf Deutschland, mit 31,7 % auf die übrigen europäi- schen Länder und mit 22,5 % auf Amerika. Der asiatische Raum war mit 24,2 % am Umsatz beteiligt, die restlichen 10,5 % entfielen auf sonstige Länder. Insbesondere die Regionen West- europa und Nordamerika mussten starke Einschnitte im Ge- schäft hinnehmen. Erfreulich entwickeln konnten sich unsere Erträge in Ländern wie Indien, Singapur oder Südafrika. Gesamtleistung und Aufwandsstruktur im Konzern Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistung) des Klöckner-Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 751,5 Mio.€ und liegt damit um 29,2 % deutlich unterhalb des Vorjahres. AUFWANDSSTRUKTUR % der Gesamtleistung 2009 2008 Materialaufwand 52,0 53,3 Personalaufwand 40,9 27,3 Abschreibungen 13,1 4,2 Saldo sonstige Aufwendungen / Erträge 19,9 16,1 Der Materialaufwand der Tochtergesellschaften wurde gegen- über dem Vorjahr um 30,9 % auf 391,1 Mio.€ deutlich redu- ziert. Der Anteil des Materialaufwands an der Gesamtleistung liegt mit 52,0 % um 1,3 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. Die Personalaufwandskosten stiegen auf 307,6 Mio.€ (Vorjahr: 289,6 Mio.€). Ursache für den Anstieg sind zu einem großen Teil die PET-Gesellschaften (rund 11 Mio.€), die erst seit August 2008 zum Konzern gehören. Bereinigt um diesen Effekt konnte der Personalaufwand unter anderem durch die Nutzung von Kurzarbeit weitgehend konstant gehalten werden. Der Anteil des Personalaufwands an der Gesamtleistung stieg als Folge der Einbrüche bei den Umsatzerlösen um 13,6 Prozentpunkte auf 40,9 %. Die Abschreibungen betragen 98,7 Mio.€ (Vorjahr: 45,1 Mio.€) und entfallen mit 70,2 Mio.€ auf außerplanmäßige Abschrei- bungen, die als Ergebnis der Impairment-Tests erforderlich waren. Diese außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen mit 46,4 Mio.€ Geschäfts- und Firmenwerte und mit 18,1 Mio.€ übrige immaterielle Vermögensgegenstände. Die übrigen Aufwendungen und Erträge des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen: Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen mit 61,3 Mio.€ auf dem Niveau des Vorjahres. Sie beinhalten vor allem Währungs- kursgewinne sowie Auflösungen von Rückstellungen. Mit 210,8 Mio.€ bewegen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, unter anderem aufgrund der geringeren Ver- triebsaufwendungen, um 21,5 Mio.€ unter dem Vorjahresniveau. Konzern-Ergebnis Das EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) des Klöckner- Konzerns liegt 2009 mit -200,1 Mio.€ um 193,8 Mio.€ unter- halb des Vorjahreswertes. Neben den Sonderbelastungen aus den außerplanmäßigen Abschreibungen sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 25,2 Mio.€ angefallen. Das um diese Effekte bereinigte operative Ergebnis liegt bei -104,7 Mio.€.

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