LAGEBERICHT 33 Die Zinserträge beliefen sich auf 2,5 Mio.€, die Zinsaufwen- dungen auf 13,8 Mio.€. Im Jahr 2009 entstand ein Steuerertrag in Höhe von 21,5 Mio.€ (Vorjahr: Aufwand 17,6 Mio.€). Dieser setzt sich aus einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 24,3 Mio.€ (Vorjahr: Aufwand 14,0 Mio.€) sowie aus einem Aufwand aus laufenden Steuern in Höhe von 2,7 Mio.€ (Vorjahr: Aufwand 3,7 Mio.€) zusammen. Die latenten Steuern werden vor allem auf die Unterschiede der Bilanzansätze nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Nach Steuern und Zinsen ergibt sich für den Konzern ein Jah- resergebnis in Höhe von -189,8 Mio.€ nach -35,8 Mio.€ im Vorjahr. Abfüll- und Verpackungstechnik ECKDATEN ABFÜLL- UND VERPACKUNGSTECHNIK Mio. € 2009 2008 Auftragseingang 689,8 740,4 Umsatz 680,8 940,1 EBIT -182,4 -15,6 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 5.304 5.635 Das wichtigste operative Segment des Klöckner-Konzerns, vertre- ten durch die Tochtergesellschaft KHS, konnte sich 2009 dem allgemeinen Ertragsrückgang im Maschinenbau nicht entziehen. Wie zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 prognostiziert, musste das Geschäft mit Abfüll- und Verpackungsanlagen im Vergleich zu den Vorjahren deutliche Einbußen hinnehmen. Zu der Inves- titionszurückhaltung der Abnehmerbranchen kamen Finanzie- rungsschwierigkeiten der Kunden, die durch eine viel kritisierte restriktive Kreditvergabepolitik der Banken ausgelöst wurde. Verschiebungen und Stornierungen von Aufträgen für die Maschinen und Anlagen der KHS waren die Folge. Die bereits erwähnten Preiszugeständnisse in der Branche be- lasteten zusätzlich die wirtschaftliche Situation. Selbst diverse Maßnahmen zur Kostenreduzierung konnten 2009 die schlech- te Ertragslage des Segments nicht auffangen. Die Auftragseingänge des Segments Abfüll- und Verpackungs- technik verzeichneten gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 6,8 % und summieren sich auf 689,8 Mio.€. Die Umsatzerlöse der KHS-Gruppe orientieren sich an den stark rückläufigen Auftragseingängen und liegen mit 680,8 Mio.€ um 27,6 % unter dem Vorjahr. Material- und Personalkosteneinsparungen als Reaktion auf die schlechte Werksauslastung der Gesellschaften konnten die Einbrüche in den Umsatzerlösen nicht auffangen, so dass das Segment das Geschäftsjahr 2009 mit einem hohen negativen Ergebnis abschließen muss. Im Geschäftsjahr 2009 sind bei der KHS Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen von 25,2 Mio.€ angefallen. Aufgrund der Impairment-Tests wurden darüber hinaus außer- planmäßige Abschreibungen in Höhe von 68,8 Mio.€ vorge- nommen. Bereinigt um diese Sondereinflüsse liegt das operative Ergebnis des Segments bei -88,4 Mio.€. Insgesamt beträgt das EBIT -182,4 Mio.€ (Vorjahr: -15,6 Mio.€). Sonstige Industriebeteiligungen ECKDATEN SONSTIGE INDUSTRIEBETEILIGUNGEN Mio. € 2009 2008 Auftragseingang 76,6 115,5 Umsatz 72,9 115,0 EBIT -10,8 5,5 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 699 698 Auch für unsere kleineren Maschinenbauunternehmen im Segment Sonstige Industriebeteiligungen war das Geschäftsjahr 2009 durch eine schlechte Auftragslage geprägt. Die KDE, als Hersteller von Gummi- und Silikon-Spritzgieß- maschinen, hatte insbesondere unter der schlechten Entwick- lung der Automobilindustrie zu leiden, in deren Sog auch die Zulieferindustrie mitgerissen wurde. Aufgrund der enormen Investitionszurückhaltung der Kunden brach der Auftragsein- gang der KDE im Verlauf des Jahres 2009 um mehr als ein Drittel ein.
