Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

34 LAGEBERICHT Für den Schuhmaschinen-Spezialisten KDS war 2009 ebenfalls ein schwieriges Geschäftsjahr. Der weltweite Bedarf an Sicher- heitsschuhen wird zwar mittel- und langfristig als steigend prognostiziert, die Wirtschaftskrise zeigte aber auch hier 2009 ihre Auswirkungen und veranlasste die KDS-Kunden zur Auf- tragszurückhaltung. Ansatzweise aufgefangen hat die KDS diese Entwicklung durch ihre bereits in den vergangenen Jahren begonnene Differenzierung und regionale sowie thematische Streuung ihres Produktangebots. Die zum 1. November 2009 veräußerte Gesellschaft KHP hatte seit Jahren einem starken Wettbewerbsdruck im Maschinenbau für die Süßwarenindustrie standzuhalten. Dies machte sich 2009 insbesondere bei den Preisen bemerkbar. Im abgelaufe- nen Geschäftsjahr haben sich die Rahmenbedingungen auf Basis der Wirtschaftskrise für die KHP weiter verschärft. Das Unternehmen musste wie der gesamte deutsche Maschinenbau empfindliche Einschnitte in der Auftragslage hinnehmen. Das Gesamtsegment Sonstige Industriebeteiligungen erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Auftragseingang von 76,6 Mio.€. Dies entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 33,7 %. Der Umsatz erlitt Einschnitte um 36,6 % und beläuft sich auf 72,9 Mio.€. Für das Ergebnis konnten die verschiede- nen Maßnahmen zur Kostenreduzierung die schlechte Ertrags- lage nicht aufwiegen, so dass sich ein negativer Wert für 2009 ergibt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt bei -10,8 Mio.€ (Vorjahr: 5,5 Mio.€). Holdings Das Segment Holdings realisierte im Geschäftsjahresverlauf 2009 wie bereits im Vorjahr keine Umsatzerlöse. Das EBIT ver- ringerte sich auf -6,9 Mio.€ (Vorjahr: 3,8 Mio.€). Im Vorjahr war das Ergebnis durch Erträge aus der Zuschreibung der Forde- rungen gegenüber der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG i. Ins. positiv ausgefallen. INVESTITIONEN INVESTITIONEN Mio. € 2009 2008 Immaterielle Vermögenswerte 2,3 11,6 - davon Entwicklungsleistungen 0,1 6,7 Sachanlagen 24,3 31,9 Mit einer Reduktion des Investitionsvolumens hat Klöckner auf den durch die massiv erschwerten wirtschaftlichen Rahmenbe- dingungen erwarteten Ergebnisrückgang für das Geschäftsjahr 2009 reagiert. Wo es wirtschaftlich und organisatorisch vertret- bar erschien, wurden Investitionen in die Zukunft verschoben. Im Geschäftsjahr beliefen sich die Investitionen des Klöckner- Konzerns im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände (ohne Firmenwerte) und Sachanlagen auf 26,6 Mio.€ nach 43,5 Mio.€ im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Investitionen in Sachanlagen lag in der Modernisierung des Maschinenparks, mit dem Hauptziel, zu- künftig Produktionskosten reduzieren zu können. Der Haupt- anteil der Investitionen entfiel auf den Geschäftsbereich Ab- füll- und Verpackungstechnik. Auf Neuinvestitionen in bauli- che Veränderungen wurde 2009 verzichtet. Die in den Jahren 2007 und 2008 begonnenen Projekte wurden 2009 alle abge- schlossen. Investitionen in unsere Technologien haben wir trotz der wirt- schaftlich schlechten Zeiten nicht vernachlässigt. Innovative technische Lösungen sichern uns nachhaltigen Erfolg bei den Kunden und Vorteile gegenüber dem Wettbewerb. Schwerpunkte waren in diesem Bereich 2009 die funktionelle Weiterentwicklung der Maschinen und Anlagen sowie die fortschreitende Reduzierung des Energie- und Ressourcen- verbrauchs unserer Prozesse und Produkte. BESCHAFFUNG Auch auf den Bereich Beschaffung nahm die Wirtschaftskrise 2009 ihren Einfluss. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurde bei der größten Tochtergesellschaft KHS ein Kostenreduzierungs- programm im Einkauf etabliert, welches unter Berücksichtigung des Umsatzrückgangs wesentlich zur Verbesserung der Einkaufs- konditionen und zu einer Reduzierung der Einkaufskosten führte. Obwohl zahlreiche Lieferanten in ihren Betrieben Kurzarbeit einführten, kam es zu keinen essentiellen Problemen in der Qualität der Lieferungen. Im ersten Halbjahr fielen die kostenintensiven und für unseren Maschinen- und Anlagenbau erforderlichen Edelstahlmaterialien auf ein sehr niedriges Niveau und befinden sich seitdem in einem leichten Aufwärtstrend. Aufgrund der niedrigen Aus-

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