Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

LAGEBERICHT 35 lastung der Produktionsstandorte und der damit einhergehen- den Verringerung der zu beschaffenden Losgrößen sowie einer gezielten Reduzierung der Lagerbestände sank das Beschaffungs- volumen der Tochtergesellschaften im Laufe des Jahres erheblich. FINANZLAGE ECKDATEN DER FINANZLAGE Mio. € 2009 2008 Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit -11,1 24,2 Cashflow aus Investitionstätigkeit -11,1 -47,7 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 45,8 12,4 Zum 31. Dezember 2009 verfügt der Klöckner-Konzern über Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 36,4 Mio.€, welche bei Banken angelegt sind. Darüber hinaus hat der Kon- zern ein hohes Finanzierungspotenzial und bei Bedarf Zugriff auf ausreichende Kreditlinien, die insbesondere von der Salzgit- ter Mannesmann GmbH für Finanzierungen und Working Capi- tal der Inlands- und Auslandsgesellschaften zur Verfügung gestellt werden. Das Geschäftsjahr ergab für unseren Konzern einen Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit von 11,1 Mio.€, der in erster Linie aus dem negativen Ergebnis vor Abschreibungen resultiert. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit betrug 11,1 Mio.€. In Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wurden 24,3 Mio.€ investiert. Aus der Finanzierungstätigkeit resultiert ein Mittelzufluss von 45,8 Mio.€, der vor allem durch die Auf- nahme von Finanzschulden bei der Salzgitter Mannesmann GmbH entstand. Währungsrisiken aus Exportgeschäften wurden grundsätzlich abgesichert und kontinuierlich im Rahmen unseres Risikomanage- ments überwacht. Aussagen zum Risikomanagementsystem des Konzerns sind im Kapitel „Risikomanagement“ dieses Lagebe- richts detailliert dargestellt. VERMÖGENSLAGE ECKDATEN DER VERMÖGENSLAGE Mio. € 2009 2008 Bilanzsumme 822,4 980,2 Langfristige Vermögenswerte 310,1 379,6 Kurzfristige Vermögenswerte 512,3 600,6 Eigenkapital 206,8 400,0 Langfristige Schulden 215,5 226,4 Kurzfristige Schulden 400,1 353,8 Eigenkapitalquote in % 25,1 40,8 Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt zum 31. Dezember 2009 822,4 Mio.€ gegenüber 980,2 Mio.€ zum Vorjahresstich- tag. Unter den Aktiva verringerten sich die langfristigen Vermö- genswerte um 69,5 Mio.€. Zurückzuführen ist dies auf die Abnahme der immateriellen Vermögenswerte infolge der Im- pairment-Abschreibungen. Vor allem die Minderung des Vorratsvermögens sowie ein anteili- ger Ausgleich der kurzfristigen Forderungen bewirkte zudem eine Verringerung der kurzfristigen Vermögenswerte. Diese lagen trotz eines Anstiegs der kurzfristigen finanziellen Vermögenswer- te und der Zahlungsmittel um 88,3 Mio.€ unter dem Vorjahr. Auf der Passivseite der Bilanz sank das Konzern-Eigenkapital durch die Verminderung der Rücklagen um 193,2 Mio.€ auf 206,8 Mio.€. Unter den langfristigen Schulden erhöhten sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie die sonstigen langfristigen Rückstellungen. Trotzdem konnten in erster Linie durch gerin- gere latente Steuern die langfristigen Schulden insgesamt um 10,9 Mio.€ gesenkt werden. Die kurzfristigen Schulden nahmen dagegen um 46,4 Mio.€ zu. Grund hierfür war vor allem ein Anstieg der kurzfristigen Finanz- verbindlichkeiten gegenüber der Salzgitter Mannesmann GmbH. Dem gegenüber stehen eine Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie eine Abnahme der Ertrag- steuerschulden und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

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