40 LAGEBERICHT neuer Kundensegmente werden neue, geeignete Vertriebsinitia- tiven umgesetzt und weiterentwickelt, die vor allem das Ersatz- teilgeschäft sowie die Bereiche Service und Umbauten zusätz- lich forcieren sollen. Technologische Risiken Technologische Entwicklungen bilden einen wesentlichen Er- folgsfaktor unseres Unternehmens. Mit der Einführung neuer Entwicklungen wird im Rahmen eines verantwortlichen Ma- nagements bewusst in Kauf genommen, dass damit nicht nur Chancen, sondern auch Risiken entstehen. Durch eine hohe Mitarbeiterqualifikation und Investitionen im Forschungs- und Entwicklungsbereich werden die Chancen der erfolgreichen Einfüh- rung von technologischen Innovationen maximiert und entspre- chende Risiken, wie beispielsweise Markteintrittsrisiken, minimiert. Dem Umlauf von Plagiaten wird ebenfalls durch eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit und dem hieraus entstehen- den Technologievorsprung begegnet. Beschaffungsrisiken Risiken im Beschaffungsmarkt sehen wir vor allem im Bereich der Preissteigerungen auf dem Rohstoff- und Energiesektor sowie vor dem Hintergrund gestiegener Kapazitätsauslastungen bei Schlüssellieferanten, die technologisch schwer substituier- bare Komponenten zuliefern. Wir begegnen diesen Risiken durch entsprechende Sicherungsmaßnahmen, z.B. durch Ko- operationen mit Lieferanten und die gemeinsame Optimierung der Lieferkette. Vor dem Hintergrund der schlechten wirtschaft- lichen Lage hat sich die Preissituation auf den Beschaffungs- märkten entspannt und es ergeben sich für den Einkauf Chan- cen für Kostenreduzierungen. Finanzrisiken Zur Vermeidung bzw. Minimierung von Risiken der Finanz- und Vertragsseite werden alle betroffenen Abteilungen des Unter- nehmens im Rahmen der Auftragsklärung und Auftragsabwick- lung rechtzeitig eingeschaltet. Zins-, Währungs- und Liquidi- tätsrisiken werden im Rahmen eines aktiven Treasury Mana- gements konzernweit gesteuert. Zu ihren Sicherungsmaß- nahmen gehört eine Vielzahl von Steuerungsmechanismen. Unter anderem werden Kurssicherungsgeschäfte und Zins- swaps genutzt. Ein proaktives Forderungsmanagement sowie die Absicherung von Zahlungsverpflichtungen minimieren den Ausfall von Forderungen. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftskrise ist der zukünftige Verlauf von Währungskursen schwer abschätzbar und eine negative Entwicklung des US-Dollar stellt grundsätzlich ein Ergebnisrisiko dar. In dieser Situation besteht bei den Ban- ken eine Zurückhaltung bei Finanzierungsmöglichkeiten, insbe- sondere bei Exportfinanzierungen. Von diesem Risiko ist der Klöckner-Konzern aufgrund der Finanzierung über die Kredit- linie der Obergesellschaft Salzgitter Mannesmann GmbH nur mittelbar betroffen. Personalrisiken Der zukünftige wirtschaftliche Erfolg des Klöckner-Konzerns hängt im Wesentlichen vom Engagement, von der Motivation und dem Können der Mitarbeiter sowie von qualifiziertem Personal in Schlüsselpositionen ab. Dem zunehmenden Wett- bewerb am Markt, mit dem Risiko des Fachkräftemangels in der Personalbeschaffung, heißt es konzernintern entgegenzuwir- ken. Um das Risiko der Fluktuation einzelner Mitarbeiter, insbe- sondere in Schlüsselrollen, zu minimieren, wird im Konzern eine offene Unternehmenskultur mit dem Resultat einer hohen Mitarbeitermotivation gelebt. Zudem bietet der Konzern seinen Mitarbeitern vielfältige Qualifizierungs- und Weiterbildungs- möglichkeiten. Rechtsfälle Das operative Geschäft könnte durch fehlerhaft erbrachte Lieferungen und Leistungen eingeschränkt werden. Um Risiken aus Gewährleistungs- und Haftungsansprüchen zu begrenzen, werden diese mit Hilfe der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und, wenn erforderlich, durch individuelle Regelungen beschränkt. Soweit übersehbar und wirtschaftlich sinnvoll, werden zur Absicherung dieser Risiken auch in angemessenem Umfang Versicherungen abgeschlossen beziehungsweise an- gemessene Rückstellungen gebildet. Da einige Risiken jedoch nicht einschätzbar sind, ist nicht auszuschließen, dass Schäden eintreten können, die durch die versicherten beziehungsweise rückgestellten Beträge nicht gedeckt sind. Im vergangenen Jahr wurde unter den Rechtsrisiken ein nicht zu bezifferndes Ergebnisrisiko genannt, das sich aus dem Rechts- streit der Firma KHS Inc. in Waukesha (USA), einer Tochterge- sellschaft der KHS, mit ihrem amerikanischen Kunden Gehl's Guernsey Farms, Inc. (Gehl) ergab. Gehl hatte im Rahmen einer Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der Lieferung einer
