Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

LAGEBERICHT 41 Abfüllanlage für spezifische Anwendungszwecke die KHS auf rund 150 Mio. US-$ Schadensersatz verklagt. Klöckner und KHS sahen keinen Anhaltspunkt für einen Scha- densersatzanspruch in annähernd dieser Größenordnung, da die angeblichen Ansprüche wegen vermeintlicher Verletzung des Vertrags mit Gehl schon dem Grunde nach nicht bestan- den. Die Gesellschaften haben sich deshalb gegen die unbe- gründeten Klagen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zur Wehr gesetzt. Die Klagen konnten nach langwierigen Verhand- lungen abgewendet werden. Aus Opportunitätsgründen wurde einem Vergleich zugestimmt, der die genannte potenzielle Scha- denssumme von 150 Mio. US-$ auf 9 Mio. € begrenzt. Gegen Beschlüsse der Hauptversammlungen der Klöckner- Werke AG liegen keine Nichtigkeits- und Anfechtungsklagen mehr vor. IT-Risiken IT-Risiken definieren sich im Wesentlichen durch den Ausfall von Netzwerken und durch Programm- und Bedienfehler, die entweder von innen, aber auch durch Fremdeinwirkung verur- sacht werden können. Um dieses Risiko so gering wie möglich zu halten, werden regelmäßige Investitionen in eine moderne Hard- und Software-Infrastruktur sowie regelmäßige Daten- sicherungen vorgenommen. Die Wahrscheinlichkeit einer Ge- fährdung unserer Informationssysteme und unserer Daten- sicherheit schätzen wir aufgrund der getroffenen Maßnahmen als gering ein. GESAMTBEURTEILUNG DER RISIKOSITUATION DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNG Aus heutiger Sicht haben keine der vorstehend identifizierten wesentlichen Risiken, weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit, bestandsgefährdenden Charakter für den Klöckner-Konzern. Wir erwarten keine grundlegende Änderung der Risikolage gegenüber dem Vorjahr. Für Geschäftsrisiken haben wir entsprechend der Risikoerwar- tung Vorsorge in Form von Risikovermeidungs- bzw. Risikoab- sicherungsmaßnahmen getroffen. Nur Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, oder Risiken, die wir jetzt noch als unwesentlich einschätzen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten in Zukunft beeinträchtigen. NACHTRAGSBERICHT Nach dem Ende des Berichtsjahres bis zur Aufstellung dieses Berichts lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die eine wesentliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Klöckner-Werke AG oder des Klöckner- Konzerns hatten. Es ergaben sich auch keine nennenswerten Änderungen bei den Rahmenbedingungen. Weder änderte sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld noch stellte sich die Branchen- situation wesentlich anders dar als zum 31. Dezember 2009. AUSBLICK AUSBLICK AUF DIE WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN Die Prognosen für 2010 deuten auf ein weiteres schwieriges Jahr sowohl für die gesamte deutsche Maschinenbaubranche als auch für die Spezialmaschinenhersteller im Bereich Nah- rungsmittel- und Verpackungslösungen hin. Obwohl im Jahres- verlauf von einer leichten Verbesserung der Situation ausge- gangen wird, rechnen die Experten nicht damit, dass das Pro- duktionsvolumen der Branche 2010 das Niveau des Vorjahres überschreiten wird. Eine gänzliche Erholung des Marktes wird voraussichtlich nicht vor 2011 erfolgen. Die direkten Rahmenbedingungen für Klöckner tragen jedoch auch positive Vorzeichen. Die für die Abfüll- und Verpackungstechnik wichtigste Messe „drinktec“, die im September 2009 stattfand, konnte erste neue Impulse für die Branche geben. Die Resonanz der Aussteller und Besucher war positiv. Der Auftragseingang der Branche wurde in den Folgemonaten in seinem Abwärtstrend gebremst und verzeichnete sogar wieder leichte Zuwächse. Positiv zu vermerken ist darüber hinaus, dass sich die Wirt- schaftskrise bislang weit geringer als erwartet auf die Konsum- gewohnheiten der Verbraucher auswirkt. Der für unsere Kun- den und damit auch für unser eigenes Geschäft relevante Ge- tränkeverbrauch steigt weltweit weiterhin nach wie vor stetig an. Sein Wachstum wird bis 2013 auf jährlich 3,2% geschätzt. Regional gestützt wird diese Entwicklung von Wachstumsmärk- ten wie Indien, China oder Lateinamerika, wo vor allem die Nachfrage nach abgepacktem Wasser stark zunimmt – in China

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