Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

LAGEBERICHT 43 steuerung Rechnung. Marktorientierung bedeutet für Klöckner vorausschauendes und flexibles Handeln auf allen Ebenen. Unsere Gesellschaften bieten ihren Kunden ganzheitliche Serviceleistungen. Eine Anlage muss über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu einem hohen Prozentsatz verfügbar sein. Klöckner räumt deshalb dem Servicebereich einen erhebli- chen Stellenwert ein. Die größte Tochtergesellschaft KHS hat zum Beispiel mit ihrer Philosophie der Life Cycle Solutions® ein umfassendes Serviceangebot erarbeitet, das unsere Maschinen in allen Phasen begleitet: von der Planung über die Installation und Inbetriebnahme bis hin zur Deinstallation. Indem wir unse- ren Kunden mit ganzheitlichem Service Produktionssicherheit verschaffen, nutzen wir die Chance, die Kundenbindung und damit unsere Position als einer der Marktführer der Branche zu stärken. Hinter allen strategischen Schritten des Klöckner-Konzerns steht das Ziel der Nachhaltigkeit. Sozial gewissenhaftes Handeln, ökologisch zielführendes Verhalten sowie ökonomisch langfris- tig erfolgreiches Handeln bilden den Dreiklang eines nachhalti- gen Unternehmens. Allein unter Berücksichtigung dieser Aspek- te kann Wirtschaft zukunftsfähig bleiben. Zufriedene Mitarbei- ter und ein gesundes soziales Umfeld, eine intakte Umwelt sowie wirtschaftliche Leistung sichern nicht nur den Bestand unseres Unternehmens, sondern bilden die Grundlage und Chance für neues Wachstum und Erfolg. GESAMTBEURTEILUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE UND VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DURCH DIE UNTERNEHMENSLEITUNG Das Geschäftsjahr 2009 sowie die bis zur Veröffentlichung dieses Berichts verstrichenen ersten Monate des Geschäftsjahres 2010 waren für die Maschinenbauer und auch für Klöckner massiv durch die negativen Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise geprägt. Der Abwärtstrend der Auftragseingangszahlen hat sich seit Ende des dritten Quartals 2009 zwar verlangsamen können, was auf eine wiederkehrende Investitionsbereitschaft der Kun- den schließen lässt. Allerdings werden, ausgelöst durch die niedrige Auslastung im Wettbewerb, schwere Preiskämpfe um die vorhandenen Aufträge geführt. Dies schwächt die erzielten Margen. Eine Erholung des Ergebnisses wird aus diesem Grunde nur langsamer erfolgen können als die Belebung der Auftragslage. Der Klöckner-Konzern hat diverse Maßnahmen zur Kostenredu- zierung umgesetzt. Ziel ist es, den Negativauswirkungen der Wirtschaftskrise ihre Schärfe zu nehmen sowie ohne verzichtbare umfangreiche strukturelle Maßnahmen das Auslastungstief zu überdauern und zu alter Wirtschaftsstärke zurückkehren zu können. Klöckner ist ein zukunftsfähiges Unternehmen. Dies werden wir durch unsere strategische Ausrichtung, die auf Effizienz und Nachhaltigkeit zielt, untermauern. Das Geschäftsjahr 2010 wird noch keine Rückkehr zum Ertragsniveau der Vorjahre zeigen können. Auf Basis der heute vorliegenden Prognosen für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen wir für 2010 von einem gegenüber 2009 stabilisierten Umsatz aus. Bis sich das Verhältnis zwischen erzielten Preisen und laufenden Kosten normalisieren kann, wird das Ergebnis des Konzerns im Jahr 2010 - wenn auch in geringerem Maße als 2009 - weiter be- lastet bleiben. In den Folgejahren zeichnet sich eine wachsende Dynamik für unser Geschäft ab. Wie die Branchenzahlen belegen, wird der Markt für Abfüll- und Verpackungsmaschinen, insbesondere im Getränkebereich, langfristig kontinuierlich wachsen. Der Bedarf abgepackter Getränke steigt weltweit. Dieser Prognose werden wir aktiv zuarbeiten, unsere Marktposition festigen und unser Geschäft innovativ und kundenorientiert stetig weiter ausbauen. Duisburg, 17. Februar 2010 Klöckner-Werke AG Der Vorstand Roland Flach (Vorsitzender) Burkhard Becker

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