Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

54 KONZERN-ANHANG IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten“ (anzuwenden ab 1. Juli 2010): Die neue Interpreta- tion kommt zur Anwendung, falls neu verhandelte Vertragsbedingungen einer finanziellen Verbindlichkeit es dem Schuldner erlau- ben, die finanzielle Verbindlichkeit ganz oder teilweise durch die Ausgabe eigener Eigenkapitalinstrumente zu tilgen (sog. „Debt for Equity Swaps“). Die Interpretation behandelt ausschließlich die Bilanzierung beim Schuldner, d. h. beim Emittenten der Eigenkapital- instrumente. Unter der Voraussetzung, dass es sich beim Gläubiger um einen unabhängigen Dritten handelt, sind die Eigenkapitalinstrumente im Zugangszeitpunkt mit ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Kann dieser nicht verlässlich bestimmt werden, sind die Eigenkapi- talinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert der vollständig oder teilweise getilgten Verbindlichkeit zu bewerten. Die Differenz zwischen dem Buchwert der getilgten finanziellen Verbindlichkeit (oder eines Teils davon) und dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Eigenkapitalinstrumente ist im Jahresergebnis („profit or loss“) zu erfassen. Im April 2009 veröffentlichte das IASB im Rahmen des jährlichen „Improvement“-Projekts Änderungen zu diversen IFRS. Diese betreffen im Wesentlichen terminologische Klarstellungen, redaktionelle Aspekte und Detaillierungen zu speziellen Einzelfällen. Die Änderungen sind im Wesentlichen für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2010 verpflichtend anzuwenden. Aus der künftigen Anwendung der neuen Standards und Interpretationen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstel- lung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss der Klöckner-Werke AG erwartet. Der Stichtag der Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen entspricht grundsätzlich dem Stichtag des Konzern-Abschlusses (31. Dezember). Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzern-Abschluss- stichtag auf. Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgt auf Basis der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, die erfolgswirksame Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzwerte) zum beizulegenden Zeitwert. Die Bewertung aller Vermögenswerte und Schulden erfolgt nach den Grundsätzen der Unternehmensfortführung. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersicht- lichkeit der Darstellung werden Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Folgenden gesondert erläutert: Die einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die tabellarischen Darstellungen zu Postenaufgliede- rungen im Anhang werden in Tausend Euro (T€) angegeben. Bei geringfügigen Abweichungen oder scheinbaren Additionsfehlern handelt es sich um Rundungsdifferenzen. Der Konzern-Abschluss und der Konzern-Lagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und beim Unterneh- mensregister hinterlegt. Der Konzern-Abschluss und der Konzern-Lagebericht wurden am 17. Februar 2010 durch den Vorstand zur Weiterleitung an den Aufsichtsrat freigegeben. KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzern-Abschluss sind alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Klöckner-Werke AG als oberstes und beherrschendes Mutterunternehmen direkt oder indirekt die Kontrolle im Sinne von IAS 27.13 ausübt.

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