Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

KONZERN-ANHANG 59 Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung von außerplanmäßigen Abschreibungen. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Die Einschätzung der beizulegenden Zeitwer- te wird anhand anerkannter Bewertungsmethoden durchgeführt oder, soweit aktuelle Marktpreise vergleichbarer Immobilien ver- fügbar sind, aus diesen abgeleitet. Für den wesentlichen Teil der Immobilienbestände werden in regelmäßigen Abständen Bewer- tungen von unabhängigen Gutachtern vorgenommen. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die finanziellen Vermögenswerte umfassen grundsätzlich Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Beteiligun- gen sowie Ausleihungen und andere Wertpapiere. Diese Wertpapiere gehören ausnahmslos der Kategorie „Available for Sale“ an. Letztere werden zu Marktwerten angesetzt, Änderungen der Marktwerte werden hierbei erfolgsneutral im Eigenkapital berücksich- tigt. Bei Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung wird ein Impairment-Test vorgenommen. Daraus resultierende Abschreibun- gen werden erfolgswirksam erfasst. Soweit Börsenwerte nicht vorliegen und eine verlässliche Schätzung von Marktwerten nicht möglich ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen. Aus diesem Grund werden die Anteile an verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen sowie die übrigen Beteiligungen separat ausgewiesen und grundsätzlich zu ihren Anschaffungs- kosten angesetzt. Wenn Wertpapiere der Kategorie „Available for Sale“ veräußert werden oder wertgemindert sind, werden die im Eigenkapital kumulierten Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes erfolgswirksam als Gewinne bzw. Verluste aus finanziellen Vermögens- werten in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Darlehen und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit fixen bzw. bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie entstehen, wenn der Konzern Geld, Güter oder Dienstleistungen direkt einem Schuldner bereit- stellt, ohne Absicht, diese Forderung zu handeln. Sie zählen zu den kurzfristigen Vermögenswerten, soweit deren Fälligkeit nicht zwölf Monate nach dem Bilanzstichtag übersteigt. Soweit die Fälligkeit zwölf Monate übersteigt, werden diese als langfristige Ver- mögenswerte ausgewiesen. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden mit ihrem Wert zum Erfüllungstag angesetzt, dem Tag, an dem sich der Konzern zum Kauf bzw. Verkauf des Vermögenswertes verpflichtet. Sie werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen werden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE UND SICHERUNGSGESCHÄFTE Im Klöckner-Konzern werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft und dem Finanzierungsbereich eingesetzt. Der Konzern nutzt Devisentermingeschäfte und Zinsswaps, um sich gegen diese Risiken abzusichern. Die derivativen Finanzgeschäfte werden nur mit Banken erstklassiger Bonität abgeschlossen. Ihr Einsatz ist in einer Richtlinie geregelt und unterliegt einer strengen Überwachung, insbesondere durch die strikte Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Kontrolle. Derivative Finanzinstrumente werden nach IAS 39 zum Marktwert bewertet. Die Ermittlung der Marktwerte basiert hierbei auf den durch die jeweiligen Banken zur Verfügung gestellten Angaben, die nach anerkannten Methoden berechnet werden. Derivative Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert sind in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, solche mit negati- vem beizulegendem Zeitwert in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten.

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