Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

KONZERN-ANHANG 61 Erhaltene Anzahlungen werden aktivisch von den unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen abgesetzt. Sollten die erhaltenen Anzahlungen einzelner Fertigungsaufträge die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen übersteigen, wird der überschüssige Betrag unter den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wenn voraussichtlich die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse überschreiten, wird der erwartete Verlust sofort als Auf- wand bzw. Verbindlichkeit ausgewiesen. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden – abgesehen von den derivativen Finanzinstrumenten – zu fortgeführten An- schaffungskosten bewertet. Erkennbaren Risiken wird durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Sofern die Gründe für in früheren Perioden vorgenommene Wertberichtigungen nicht mehr vorliegen, erfolgen entsprechende Zuschreibungen. Niedrig verzinsliche oder unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden abgezinst. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen werden grundsätzlich als kurzfristige Vermögenswerte in der Bilanz ausgewiesen. Ist nach einzelnen Geschäftszyklen der Konzern-Unternehmen zu erwarten, dass sich Teilbeträge erst nach mehr als zwölf Monaten realisieren, werden diese Beträge im Konzern-Anhang angegeben. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN Für die Mitarbeiter der Gesellschaften des Klöckner-Konzerns existieren sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pen- sionspläne. Die Pensionsverpflichtungen unterscheiden sich aufgrund der jeweiligen rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des betreffenden Landes und sind von der Betriebszugehörigkeit und Vergütungsstufe des Mitarbeiters abhängig. Die Leistungszusagen sind durch Vermögen externer Fonds und Rückstellungen finanziert. Die Pensionsrückstellungen resultieren aus leistungsorientierten Versorgungssystemen und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen. Gemäß IAS 19 werden diese nach der „Projected Unit Credit Method“ berechnet. Dazu werden im vierten Quartal eines jeden Geschäftsjahres versicherungsmathematische Gutach- ten erstellt. Die Rückstellungen für Pensionen sind ausschließlich den langfristigen Rückstellungen zugeordnet. Planvermögen im Sinne von IAS 19 wird von den Pensionsverpflichtungen abgesetzt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden in dem Jahr ihres Entstehens als Teil der Pensionsrückstellung bilanziert und zum Jahresende in die Gesamtergebnisrechnung aufgenommen. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung sowie Erträge aus Planvermögen im Zinsergebnis. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN Gemäß IAS 37 werden Rückstellungen gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Außenverpflichtung besteht, die tatsächliche Inanspruchnahme wahrscheinlich ist (more likely than not) und eine zuverlässige Schätzung des Mittelabflusses möglich ist. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit dem wahrscheinlichen Wert der Inanspruchnahme. Langfristige Rückstellungen werden – sofern der Effekt wesentlich ist – abgezinst. VERBINDLICHKEITEN Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Ausgabebetrag angesetzt. Ein etwaiger Unterschiedsbetrag zwischen ausbezahltem und bei Endfälligkeit rückzahlbarem Betrag wird nach der Effektivzinsmethode amortisiert. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN Eventualschulden stellen mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten dar, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der

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