62 KONZERN-ANHANG Kontrolle des Konzerns stehen, erst noch bestätigt werden müssen. Eventualschulden entstehen auch aus einer gegenwärtigen Verpflichtung, die auf vergangenen Ereignissen beruht, die jedoch nicht bilanziert werden, weil der Abfluss von Ressourcen nicht wahrscheinlich ist beziehungsweise die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND Die erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen im Wesentlichen Investitions- und Ertragszuschüsse, für deren Ver- wendung von den Zuschussgebern die Einhaltung von Auflagen gefordert wird. Zuwendungen, die für die Anschaffung oder Her- stellung von Vermögenswerten gewährt wurden, werden aktivisch von den Buchwerten dieser Vermögenswerte gekürzt. Erfolgs- bezogene Zuwendungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Für mehrere Jahre gewährte Ertrags- zuschüsse werden passivisch abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. ERTRAGSREALISIERUNG Erträge gelten als realisiert, wenn die geschuldeten Lieferungen und Leistungen erbracht wurden und der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Skonti, Boni und Rabatte vermindern die Erträge. Bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden die Umsätze grundsätzlich nach dem Leistungsfortschritt realisiert (Percentage-of-Completion-Methode). Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen zur kundenspezifischen Auftragsfertigung. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Unternehmensbereichen ist in der Segmentberichterstattung dargestellt. FREMDKAPITALKOSTEN Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie anfallen. Fremdkapitalkosten, die dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes direkt zugeordnet werden können, werden nach der überarbeite- ten Fassung des IAS 23 als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. BERÜCKSICHTIGUNG VON UNSICHERHEITEN UND VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten aus- gewirkt haben. Alle Schätzungen und Annahmen werden so getroffen, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt wird. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den ge- troffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Abweichungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgs- wirksam berücksichtigt. Die Schätzungen und Annahmen, die ein signifikantes Risiko für den Klöckner-Konzern in Form einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb der nächsten Geschäftsjahre mit sich bringen, werden im Folgenden erörtert. Der Konzern überprüft jährlich und zusätzlich, sofern irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, ob eine Wertminderung der bilanzierten aktiven Firmenwerte eingetreten ist. Dann ist der erzielbare Betrag (Netto-Verkaufserlös) der zahlungsmittelgenerieren- den Einheit zu schätzen. Dieser entspricht dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Die Bestimmung des Nutzungswerts beinhaltet die Vornahme von Anpassungen und Schätzungen bezüglich der Prognose und Diskontierung der künftigen Cashflows. Obwohl das Management davon ausgeht, dass die zur Berechnung des er- zielbaren Betrags verwendeten Annahmen angemessen sind, könnten etwaige unvorhersehbare Veränderungen dieser Annahmen zu einem Wertminderungsaufwand führen, der die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachteilig beeinflussen könnte. Zu jedem Bilanzstichtag hat der Konzern einzuschätzen, ob irgendein auslösendes Ereignis dafür vorliegt, dass der Buchwert einer Sachanlage, einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie oder eines immateriellen Vermögenswerts wertgemindert sein könnte.
