Report-Investor: Klöckner-Werke AG - Geschäftsbericht 2009

KONZERN-ANHANG 93 Finanzrisikomanagement Durch seine Geschäftstätigkeit ist der Klöckner-Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Vor allem die Änderung von Zinsen und von Währungskursen kann sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns ist auf die Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen an den Finanzmärkten fokussiert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren. Der Konzern nutzt deri- vative Finanzinstrumente, um sich gegen bestimmte Risiken abzusichern. Das Risikomanagement erfolgt durch das Rechnungswesen der Klöckner-Werke AG, entsprechend der vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien. Die Finanzabteilung identifiziert, bewertet und sichert finanzielle Risiken in enger Zusammenarbeit mit den operativen Einheiten des Konzerns. Der Vorstand bestimmt hierbei die Prinzipien für das bereichsübergreifende Risikomanagement wie auch Richtlinien für bestimmte Bereiche, z.B. den Umgang mit dem Fremdwährungsrisiko, dem Zinsrisiko und dem Kreditrisiko sowie dem Einsatz derivativer und nicht-derivativer Finanzinstrumente. Fremdwährungsrisiko Der Konzern ist weltweit operativ tätig und demzufolge einem Fremdwährungsrisiko ausgesetzt, das auf den Wechselkursänderun- gen verschiedener Fremdwährungen basiert, hauptsächlich des US-Dollars. Fremdwährungsrisiken entstehen aus erwarteten künf- tigen Zahlungsflüssen, bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie Nettoinvestitionen im Ausland. Ein Fremdwährungsrisiko entsteht, wenn zukünftige Geschäftstransaktionen, bilanzierte Vermögenswerte und Schulden auf eine Währung lauten, die nicht der funktionellen Währung des Unternehmens entspricht. Zur Absicherung solcher Risiken aus erwarteten Transaktionen sowie bilanzierter Vermögenswerte und Schulden verwenden die Konzernunternehmen Terminkontrakte. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende derivative Positionen: T€ 31.12.2009 31.12.2008 Nominalvolumen 22.701 36.926 Positive Marktwerte 553 1.918 Negative Marktwerte -105 -653 Das Nominalvolumen stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte dar. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der offenen Positionen zu Marktpreisen, ohne die Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Damit entsprechen sie den Aufwendungen oder Erträgen, die aus einer (theoretischen) Glattstellung zum Bilanz- stichtag resultieren würden. Die Marktwerte werden ermittelt mithilfe von Bewertungsmethoden, bei denen alle wesentlichen Bewertungsparameter auf beob- achtbaren Marktdaten beruhen (Level-2-Bewertung). Die Devisentermingeschäfte entfallen zum 31. Dezember 2009 mit 11.165 T€ (49,2%) auf CNY, in Höhe von 9.260 T€ (40,8%) auf USD, in Höhe von 1.880 T€ (8,3%) auf GBP und in Höhe von 396 T€ auf ZAR (1,7%). Im Jahr 2008 entfielen sie in Höhe von 27.030 T€ (73,2%) auf USD, in Höhe von 8.166 T€ (22,1%) auf GBP, in Höhe von 1.012 T€ auf ZAR (2,7%), in Höhe von 462 T€ auf CHF (1,3%) und in Höhe von 256 T€ (0,7%) auf AUD. Im Geschäftsjahr 2009 wurde wie im Vorjahr auf die Anwendung von Hedge-Accounting verzichtet.

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