Report-Investor: KOENIG & BAUER AG - Geschäftsbericht 2009

matische staatliche Eingriffe gestört wird. Staatshilfen ber- gen immer die Gefahr, dass mit öffentlichen Geldern nicht mehr marktkonforme Kapazitäten und Strukturen konser- viert werden. Zudem tragen sie bei den Empfängern nicht unbedingt zu mehr Kosten- und Preisdisziplin bei. Und sie reduzieren die Chancengleichheit im Lieferantenwett- bewerb. Damit ist längerfristig auch den Kunden nicht gedient. Umso mehr freuen wir uns, dass es uns im abgelaufenen Geschäftsjahr aus eigener Kraft gelungen ist, bei einem deutlich reduzierten Umsatz das Ergebnis vor und nach Steuern deutlich zu verbessern. Dies hat in unserer Bran- che derzeit Seltenheitswert. Ähnlich wichtig ist, dass wir im Krisenjahr 2009 ohne neue Bankverpflichtungen stets eine gute Liquidität aus selbst erwirtschafteten Mitteln sichern, von Monat zu Monat eine positive Nettofinanz- position ausweisen und am Ende sogar unsere ohnehin relativ geringen Schulden noch etwas zurückführen konnten. KBA ist im Berichtsjahr zwar ein Stück kleiner geworden, aber weiter solide finanziert, stabil, flexibel und innovativ. Dem Vorstand ist bewusst, dass Schrumpfen allein keine tragfähige Langfrist-Strategie sein kann. Obwohl auf länge- re Sicht von einem begrenzten Wachstum der Printmedien auszugehen ist, hält KBA als weltweit ältester Druckma- schinenbauer im 193. Jahr seiner Firmengeschichte unein- geschränkt an der Fortführung des traditionellen Kernge- schäfts mit moderner Drucktechnik fest. Daneben plant der Vorstand aber den Einstieg in einen aussichtsreichen Wachstumsmarkt, um zyklische Schwankungen des Mark- tes für Drucktechnik abzufedern und mittelfristig zusätzli- che Entwicklungspotenziale für unsere Werke zu erschlie- ßen. Für die Ergänzung unseres Portfolios um ein zukunfts- trächtiges Segment mit guten Ertrags- und Beschäftigungs- potenzialen bringt KBA eine hohe Grundkompetenz im Bereich Engineering und lange Erfahrung im internationa- len Geschäft mit. Für den Einstieg bieten sich die Mög- lichkeiten Akquisition oder Kooperation an. Kontakte zu potenziellen Partnern bestehen bereits und KBA verfügt über den dafür notwendigen finanziellen Handlungsspiel- raum. Erste konkrete Entscheidungen dürften bis zur Jahresmitte fallen. 5 30 35 40 45 50 AnhangJahresabschluss Obwohl es hier und da erste Anzeichen für eine leichte Belebung der Nachfrage gibt, ist die globale Wirtschafts- schwäche noch nicht überwunden. Dies gilt in besonde- rem Maße für Exportindustrien wie den Automobil- oder Maschinenbau. Das noch junge Geschäftsjahr 2010 birgt angesichts vieler Unwägbarkeiten in unserer Branche und im globalen Umfeld erneut große Herausforderungen. Der Vorstand hat sich dennoch zum Ziel gesetzt, eine leichte Umsatzsteigerung und Ergebnisverbesserung zu erreichen. Dabei unterstellen wir, dass der Markt mitspielt und es angesichts der aktuellen Labilität der Finanz- und Real- märkte nicht wieder zu neuen Rückschlägen kommt. Eine genauere Prognose halte ich deshalb erst bei der Bericht- erstattung über das erste Quartal für zweckmäßig. Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, danke ich sehr für Ihr Vertrauen und Ihre Loyalität zu unserem gemeinsamen Unternehmen. Bei unseren Kunden in aller Welt bedanken wir uns für ihre Treue und ihr Interesse an unseren Produkten und Leistungen. Unseren Führungs- kräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt der Dank des Vorstands für ihren Beitrag zum Erreichen der vorge- gebenen Ziele trotz der mit der aktuellen Wirtschaftslage verbundenen persönlichen Einschränkungen. Würzburg, den 25. März 2010 Der Vorstand der Koenig & Bauer AG Helge Hansen Vorsitzender des Vorstands Bestätigungsvermerk

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