Report-Investor: KUKA Aktiengesellschaft - Geschäftsbericht 2009

Forschung und Entwicklung 4 3ko n z e r n l a g e b e r i c h tü b e r b l i c k ko n z e r n a b s c h l u s sg e s c h ä f t s b e r e i c h e Im Projekt phriends konnten in enger Mensch­Roboter­Kooperation entscheidende Fortschritte für die Sicherheit des Menschen erzielt werden. Neben Erkenntnisgewinnen für die zukünftige Normgebung, die von kuka damit entscheidend beeinflusst wird, nimmt der kuka Leichtbauroboter eine zentrale Rolle bei zukünftigen Mensch­Roboter­Kooperationsszenarien ein. Seine Feinfühligkeit ermöglicht die Ent­ wicklung neuer Sicherheitskonzepte, die dazu führen werden, dass in Zukunft auf unflexible und teure Schutzzäune verzichtet werden kann. Die Entwicklung einer neuen Steuerungstechnologie für die Servicerobotik stand im Mittelpunkt des Projekts desire. Zukünftige Serviceroboter werden anders als heutige Industrieroboter nicht mehr in genau definierten Umgebungen und Aufgabenkontexten operieren. Dafür müssen sie über mehr Frei­ heitsgrade und Sensoren und ein höheres Maß an Intelligenz verfügen als heutige Industrieroboter. Das desire­Team zeigte mit einer gemeinsamen Technologieplattform, die mit zwei kuka Leichtbauarmen ausgestattet ist, auf, wie die Informationsverarbeitung und Steuerung dieser Roboter zukünftig ausse­ hen wird. Dass der Weg zur Servicerobotik über die industrielle Produktion führt, wurde anhand weite­ rer kuka Demonstratoren aufgezeigt. Auf einer omnidirektionalen mobilen Plattform, die mit einem kuka Leichtbauarm und einem Zweifinger­Greifer ausgestattet ist, wurden erste Experimente für Hol­ und Bringdienste im industriellen Umfeld erfolgreich durchgeführt. Ebenfalls erfolgreich abgeschlossen wurden die Projekte Lynkeus und Genesys, bei denen das dreidimen­ sionale Erkennen von Objekten und die kollisionsfreie Bahnplanung, sei es für das Erkennen und Greifen von Bauteilen aus einer Kiste oder aus einem Gepäckcontainer heraus, eine zentrale Rolle spielen. Hier wurde eng mit der Firma Grenzebach Maschinenbau GmbH kooperiert, die solche Systeme zur Verbes­ serung der Logistik auf Flughäfen einsetzen wird. geschäftsbereich systems kuka Systems erhielt den renommierten jec Award 2009 für ein innovatives Schweißverfahren bei Faser­ kunststoffverbunden (fkv). Der Preis wird jährlich für die weltweit besten Entwicklungen in der Verbund­ werkstoffbranche verliehen. Gleichzeitig erhielt dieses Verfahren einen Innovationspreis des Network of Automotive Excellence in der Kategorie „co2­Reduzierung, Leichtbau und neue Materialen“. Bauteile aus fkv ersetzen immer häufiger Bauteile aus Metall. Die Herstellung von integralen Strukturen aus Faserkunststoffverbund ist bisher sehr aufwendig. kuka Systems entwickelte deshalb einen neuarti­ gen Fügeprozess, der das Schweißen von fkv­Teilen mittels induktiver Erwärmung wesentlich flexibler und kostengünstiger gestaltet. Am Ende des Produktlebenszyklus können die fkv­Teile zudem problem­ los wieder getrennt und umweltfreundlich entsorgt werden. robospin beim schweissen von aluminium Für das Widerstandspunktschweißen, dem am häufigsten praktizierten Fügeverfahren im automobilen Karosseriebau, hat kuka Systems in den vergangenen Jahren das Verfahren Robospin entwickelt: Der Industrieroboter bewegt sich bereits während des Schweißvorgangs in Richtung des nächsten Schweiß­ punkts, sodass der Prozess schneller, genauer und kostengünstiger abläuft. Robospin erhöht außerdem die Schweißbarkeit von schlecht bis nicht schweißbaren Werkstoffen. Hierzu gehört insbesondere Alu­ minium. Dieses neue patentierte Verfahren fördert damit den weiteren Einsatz von Aluminiumwerk­ stoffen zur Reduzierung des Fahrzeuggewichts im Automobilbau. jec Award 2009 für weltbeste Entwicklung bei Verbundwerk- stoffen. ks Robospin revolutioniert das Punktschweißen.

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