Editorial 5ko n z e r n l a g e b e r i c h tü b e r b l i c k ko n z e r n a b s c h l u s sg e s c h ä f t s b e r e i c h e 2009 war für kuka ein Jahr großer Veränderungen. Die Wirtschaftskrise verlangte außergewöhnliche Maßnahmen, sie erforderte vor allem einen Schulterschluss aller Verantwortlichen eines Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmervertreter von kuka ziehen wieder an einem Strang. kuka hat heute einen stabilen und langfristig orientierten Aktionärskreis, was es in diesem Unternehmen seit 30 Jahren nicht mehr gegeben hat. Die erfolgreiche Kapitalerhöhung schon fünf Wochen nach Amtsübernahme des neuen Vorstands im November 2009 war damit ein deutliches Zeichen des Vertrauens der Finanzmärkte in die Zukunftsfähig keit unseres Unternehmens. Zwischenzeitlich konnten wir auch die Finanzierung mit den Banken verlän gern. Gleichfalls im Herbst vergangenen Jahres setzten wir eine schlankere Führungsstruktur in den operativen Geschäftsbereichen um. Schließlich haben wir begonnen, den neuen Bereich „Advanced Robotics“ zu installieren. Damit hat der Vorstand die Basis für die Zukunft von kuka innerhalb von nur sechs Monaten gelegt. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr hat kuka dank seiner motivierten Mitarbeiter vergleichsweise gut abgeschnitten, besser als viele andere deutsche Maschinen und Anlagenbauer sowie unsere japani schen Wettbewerber im Robotersegment: mit einem Rückgang des Auftragseingangs und des Umsatzes um jeweils knapp 30 % gegenüber dem Vorjahr, einem Auftragsbestand, der unverändert fünf Monate Beschäftigung bedeutet, einem operativen Ergebnis, das innerhalb der angepassten Zielgröße geblieben und einer Verschuldung, die stabil auf niedrigem Niveau verblieben ist. Wir haben die notwendige Anpassung der betrieblichen Kapazitäten an die wesentlich geringere Nach frage genutzt, um unsere internen Prozesse und Betriebsabläufe zu durchleuchten. Durch konsequen tes Reduzieren fixer Kostenelemente ist es gelungen, die Gewinnschwelle im Unternehmen deutlich zu senken. So wird Sparen zur Investition in höhere Ergebnisse, wenn die Konjunktur wieder anzieht. Ins gesamt konnten so im abgelaufenen Geschäftsjahr über 70 mio.€ eingespart werden, mehr als die Hälfte davon wiederkehrend. Krisenbewältigung kann aber nur mit motivierten Mitarbeitern erfolgreich sein; denn gerade sie sind in dieser Phase besonders gefordert. Deshalb setzen wir auf sozialverträgliche Kapazitätsanpassungen wie Kurzarbeit, Gehaltsverzicht und freiwillige Abfindungsvereinbarungen. Auf betriebsbedingte Kündi gungen konnte so weitestgehend verzichtet werden. Die Notwendigkeit, weiter Kosten zu senken, ist damit aber keineswegs beendet. Unser Kostensenkungsprogramm wird 2010 intensiviert.
