
Zum Bilanzstichtag war das Programm in Höhe von 10,3 Mio.€ (Vorjahr: 9,5 Mio.€) in Anspruch genommen. Eine ausreichende Bonität der verkauften Forderungen wird durch eine Ausfallbürg- schaft eines Kreditversicherers sichergestellt. Die KUKA Roboter GmbH trägt hierbei die ersten 1,15% der Bonitätsrisiken aus dem Forderungsverkauf. Als weitere Sicherheit wurde ein Bar- depot in Höhe von 4,4 Mio.€ (Vorjahr: 2,9 Mio.€) gestellt, das im Rahmen der sonstigen Vermögenswerte ausgewiesen ist. Die aus der Verwaltung und Abwicklung der verkauften Forderungen resultierenden Ansprüche der KUKA Roboter GmbH sind in Höhe des Barwerts von 0,1 Mio.€ (Vorjahr: 0,1 Mio.€) ebenfalls in diesen enthalten. Der Rückbehalt für Bonitätsrisiken (continuing involvement) in Höhe von 0,3 Mio.€ (Vorjahr: 0,2 Mio.€) wurde zum Stichtag vollständig wertberichtigt. 28 ÜbriGe lanGfristiGe / KurzfristiGe VerbindlichKeiten und rechnunGs- abGrenzunGen Die übrigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern resultieren überwiegend aus Umsatzsteuerzahllasten. Bei den übrigen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich han- delt es sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Urlaubsan- sprüchen (2010: 5,2 Mio.€; Vorjahr: 4,3 Mio.€), Gleitzeitgut- haben (2010: 10,1 Mio.€; Vorjahr: 9,4 Mio.€) und Altersteilzeit (2010: 6,1 Mio.€; Vorjahr: 11,6 Mio.€). Letztere wurden zum 31.12.2010 erstmalig mit dem beizulegenden Wert des korres- pondierenden Deckungsvermögens (2010: 6,8 Mio.€; Vorjahr: 5,5 Mio.€) saldiert ausgewiesen. Der Anwartschaftsbarwert der Verpflichtungen aus Altersteilzeit (DBO) belief sich vor Saldierung auf 12,9 Mio.€. Daneben werden unter der Position u.a. Sonderzahlungen, Erfin- dervergütungen, Jubiläumsaufwendungen und Berufsgenossen- schaftsbeiträge ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten passiviert und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 29 finanzielles risiKomanaGement und finanzderiVate a) Grundsätze des Risikomanagements Im Zuge der allgemeinen Geschäftstätigkeit ist der KUKA Kon- zern bei Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Aufgabe des finanziel- len Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die lau- fenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Siche- rungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow- Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen. Die Grundsätze der Finanzpolitik werden vom Vorstand festge- legt. Das Konzern-Treasury setzt die Finanzpolitik um und ver- antwortet das laufende finanzielle Risikomanagement. Dabei bedürfen bestimmte Transaktionen der Genehmigung durch den Finanzvorstand. Dieser wird darüber hinaus regelmäßig über die aktuellen Risiko-Exposures in Kenntnis gesetzt. Zu den zentralen Aufgaben des Konzern-Treasury gehört das effek- tive Marktrisiko-Management. Dazu bedient sich das Treasury der Simulation unterschiedlicher Szenarien, u.a. Most-Likely-/ Worst-Case-Szenarien. 125BERICHT DES AUFSICHTSRATS CORPORATE GOVERNANCE KONZERNLAGEBERICHT KONZERNABSCHLUSS GLOSSAR