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Report Investor: KUKA Aktiengesellschaft - Geschäftsbericht 2010

Der Steueraufwand des KUKA Konzerns betrug 2010 insgesamt 4,0 Mio.€. Dabei standen laufenden Steueraufwendungen insbe- sondere in den USA anteilige Zuschreibungen auf die aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge gegenüber. 2009 waren die laufenden Steueraufwendungen deutlich geringer. Der Vor- jahreswert war im Wesentlichen von dem Wegfall steuerlicher Verlustvorträge geprägt, da ein Großaktionär die Beteiligungs- grenze von 25% überschritten hatte. Ergebnis nach Steuern Insgesamt belief sich das Ergebnis nach Steuern 2010 im KUKA Konzern auf -8,6 Mio.€ (Vorjahr: -75,8 Mio.€). Im vierten Quar- tal konnte bereits wieder ein positives Ergebnis erzielt werden. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich entsprechend von -2,95€ (2009) auf -0,28€ (2010). Aufgrund der Kapitalerhöhung in 2010 hat sich die Anzahl des gewichteten Durchschnitts der im Umlauf befindlichen Aktien von 25,7 Mio. Stück (2009) auf 30,3 Mio. Stück (2010) erhöht. Hierin sind 1,3 Mio. eigene Aktien nicht enthalten. KonzernGeWinn- und -verlustrechnunG (verKÜrzt) in Mio. € 2009 2010 Umsatzerlöse 902,1 1.078,6 EBIT -52,6 24,8 Finanzergebnis -11,5 -22,0 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -11,4 -4,0 Jahresfehlbetrag -75,8 -8,6 finanzlaGe Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Bei der KUKA AG wird der wesentliche Teil der Finanzvolumina der Konzerngesellschaften gebündelt und über das zentrale Finanzmanagement gesteuert. Basierend auf einem einheit- lichen Berichts- und Meldesystem, werden dort die konzern- weiten Kredit-, Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken erfasst und im Wesentlichen gesichert. Der Einsatz von marktgängigen derivativen Finanzinstrumenten erfolgt ausschließlich grund- geschäftsbezogen bzw. auf Basis erwarteter Geschäfte. KUKA hat für alle Konzerngesellschaften einheitliche Richtlinien für die Handhabung von Risiken im Finanzbereich erlassen. Diese Richtlinien werden fortlaufend auf ihre Aktualität überprüft und optimiert. Konzernfinanzierung und Liquiditätssicherung Die Finanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über aus- reichend Liquiditätsreserven zu verfügen, um den operativen sowie strategischen Finanzbedarf der Konzerngesellschaften sicherstellen zu können. Die Liquiditätssicherung erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Finanzplanung und einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung, die jeweils alle kon- solidierten Konzernunternehmen einbezieht. Die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit der Kon- zerngesellschaften stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Kon- zerns dar. Im Rahmen vorhandener Cash-Management-Systeme werden die Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften genutzt, um den Finanzbedarf anderer Konzerngesellschaften zu decken. Der zentrale konzerninterne Finanzausgleich verringert das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen mit positivem Einfluss auf das Zinsergebnis. Die Deckung des Finanzbedarfs des KUKA Konzerns wird im Wesentlichen durch den bestehenden Konsor- tialkreditvertrag, durch die begebene Anleihe sowie die noch bis November 2011 laufende Wandelanleihe sichergestellt (weiter- führende Erläuterungen siehe Konzernanhang/Erläuterung 27). Neuordnung der Finanzierungsstruktur Das Geschäftsjahr 2010 war von der Neuordnung der Finan- zierungsstruktur des KUKA Konzerns geprägt. Der seit 2007 bestehende Konsortialkreditvertrag enthielt bestimmte Kredit- bedingungen (Covenants), die aufgrund der schwierigen wirt- schaftlichen Situation des Unternehmens seit dem zweiten Quartal 2009 nicht eingehalten werden konnten; dadurch wären die Kredit gebenden Banken zur kurzfristigen Fälligstellung der Linien berechtigt gewesen. Im Rahmen eines rollierenden Waiver-Prozesses verzichteten die Banken auf dieses Recht. Zur Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs wurde der Kon- sortialkreditvertrag in einem Volumen von 336,0 Mio.€, davon 146,0 Mio.€ Barkreditlinie und 190,0 Mio.€ Avallinie, im März 2010 verlängert. Dieser Kreditvertrag sah verschiedene Auflagen und Bedingungen, z.B. die erfolgreiche Umsetzung der Restruk- turierungsmaßnahmen, die Zuführung von weiterem Eigenkapital und die Refinanzierung der begebenen Wandelanleihe, vor. Die Restrukturierungsmaßnahmen des KUKA Konzerns wur- den im Geschäftsjahr umgesetzt. Die Zuführung von weiterem Eigenkapital ist durch die Kapitalerhöhung im Juni 2010 eben- falls realisiert worden. Im November 2010 konnte schließlich die Neuordnung der Finanzierungsstruktur mit dem Abschluss eines neuen Konsortialkreditvertrags über 200,0 Mio.€ und der Begebung einer Anleihe mit einem Volumen von 200 Mio.€ bei einem Gesamtnennwert von 202,0 Mio.€ beendet werden. Aus den Erlösen der Anleihe wurde ein Betrag von 69,0 Mio.€ auf ein Treuhandkonto für die Wandelanleihe eingezahlt. 55bericht des aufsichtsrats corporate Governance KonzernlaGebericht Konzernabschluss Glossar