
Zukunftstrends, wie Fahrzeugen mit Elektroantrieb oder Fahrzeugen, die auf Leichtbau beruhen und den Einsatz neuer Verbundwerkstoffe erfordern, sehen wir gute Chancen. Dies geht nicht ohne Robotertechnologie. Neben der Automobilindustrie, unserem Kerngeschäft, haben wir uns in einer Reihe anderer Branchen außerhalb der Auto- mobilindustrie – wir sprechen hier von der General Industry – erfolgreich etabliert. Ob Maschinenbau oder Medizintechnik, Luftfahrt oder Lebensmittel, Solar oder Kunststoff – das Know- how von KUKA ist überall gefragt, wo Automatisierungslösungen die Effizienz und Flexibilität in der Produktion erhöhen. Überdurchschnittliches Wachstum in den BRIC-Staaten Regional fokussieren wir uns auf die aufstrebenden Schwellen- länder wie Brasilien, Russland, Indien und China, die so genannten BRIC-Staaten. Im zweiten Halbjahr 2010 haben wir u.a. eine Reihe von Großaufträgen aus der Automobilindustrie erhalten, die dort neue Produktionsanlagen baut. Wir sehen in diesen Ländern große Potenziale – auch in der General Industry, denn die industrielle Automatisierung steht in allen Schwellenländern erst am Anfang. Deshalb erwarten wir in den nächsten Jahren überdurchschnittliches Wachstum in den BRIC-Staaten und werden unsere betrieblichen Kapazitäten entsprechend weiter ausrichten. Technologieführerschaft ausbauen Mit der Markteinführung der neuen Generation von Industrie- robotern QUANTEC/KR C4 auf der weltgrößten Robotermesse AUTOMATICA im vergangenen Jahr haben wir unsere technolo- gische Spitzenposition untermauert. Das Zusammenspiel aus Mechanik, Steuerung, Bedienung und Programmierung dieser Baureihe ist einzigartig. Wir setzen damit neue Standards, die unseren Kunden umfangreiche Nutzenvorteile bringen. Bereits in diesem Jahr planen wir, mit der neuen Generation bis zu 30 Prozent des Absatzes an Industrierobotern zu erzielen. Um unsere Innovationskraft zu stärken, haben wir im vergan- genen Jahr bestimmte Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in dem Bereich Advanced Robotics gebündelt. Seit Januar 2011 arbeitet dieser Bereich nun als eigenständige Gesellschaft KUKA Laboratories − sprich KUKA Labs – und erschließt neue Anwendungen und Zukunftsmärkte. Ein Meilenstein in der Robotik ist auch der sensitive Leichtbau- roboter, an dessen Serienreife KUKA Labs arbeitet. Weil er auf Berührung reagiert, ist er nicht an Sicherheitsräume gebunden und dazu prädestiniert, sich selbstständig in Räumen zu bewe- gen. Damit eignet der Leichtbauroboter sich für den Einsatz mit und am Menschen. In Zukunft wird er uns bei der Arbeit und im Haushalt immer mehr unterstützen. Auch in der Medizintechnik übernehmen Roboter immer häufiger neue Funktionen: Sie helfen, Diagnosen zu stellen, Behandlungen durchzuführen, und können in der Therapie eingesetzt werden. In Bereichen wie der Positionierung von Patienten und der Bildgebung im Röntgenprozess hat sich KUKA bereits einen Namen gemacht – mit Industrierobotern. Zusammen mit Forschungsinstituten beschäftigen wir uns jetzt intensiv damit, weitere Anwendungen in der Medizintechnik für den Leichtbauroboter zu erschließen. Geschäftsbereiche leisten wieder Ergebnisbeitrag Vor eineinhalb Jahren sind wir angetreten, KUKA zu einem Technologieunternehmen mit hoher Innovationskraft und Ertragsstärke zu entwickeln. Die strategischen und opera- tiven Weichen sind nunmehr gestellt: KUKA fokussiert sich auf seine Stärke, die Automation – neben Automotive in der General Industry. Der Geschäftsbereich Robotics hat 2010 sehr schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückgefunden. Den Geschäftsbereich Systems werden wir weiter entwickeln, um seinen Beitrag zum Konzernergebnis weiter zu steigern. In den vergangenen 18 Monaten haben wir gezeigt, dass wir unsere Strategien und Ziele konsequent und schnell umsetzen. Des- halb ist KUKA wieder auf Kurs und wächst profitabel. In den nächsten Jahren wollen wir die Früchte dieser Arbeit ernten. Dieser Veränderungsprozess war und ist ein Kraftakt für das Unternehmen. Ohne das Vertrauen unserer Kunden, Geschäftspartner und Aktionäre wäre dieser Fortschritt nicht so eindrucksvoll gewesen. Insbesondere der große Einsatz unserer Mitarbeiter verdient dabei höchste Anerkennung. Dafür möchte ich allen Beteiligten – auch im Namen meines Vorstandskollegen Stephan Schulak – sehr herzlich danken. Wir haben allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken, und freuen uns, wenn Sie uns auf diesem Weg begleiten. Ihr Dr. Till Reuter Vorsitzender des Vorstands 2 KuKA GEschäftsBEricht 2010