
Im Jahr 2010 fand somit ein Aufbau vorwiegend von Produktions- arbeitsplätzen im Ausland und ein Abbau von Zentralfunktionen im Inland statt. So kann eine marktgerechtere Verteilung der Wertschöpfung des Unternehmens auf die Regionen Europa, Amerika und Asien erreicht und die Internationalität im Kon- zern weiterentwickelt werden. Ziel dieser Maßnahmen ist die langfristige Sicherung der Ertragskraft des Unternehmens und damit auch die Sicherung von Arbeitsplätzen im gesamten Unter- nehmen. alteRsstRuktuR kOnstant Geblieben Die Altersstruktur der Mitarbeiter im KUKA Konzern ist gegenüber dem Vorjahr mit durchschnittlich 41 Jahren konstant geblieben. Dabei liegt der Altersdurchschnitt im Geschäftsbereich Robotics mit 39 Jahren etwas unter dem Konzerndurchschnitt und im Geschäftsbereich Systems mit 42 Jahren etwas darüber. Auch die Qualifikationsstruktur hat sich im Berichtsjahr nur wenig verändert. 20% der Mitarbeiter besitzen einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, 72% verfügen über eine qualifizierte technische oder kaufmännische Ausbildung; die übrigen Mitar- beiter befinden sich in der Ausbildung oder haben keine Fach- ausbildung. Für ihre 40-jährige Betriebszugehörigkeit konnten 11 Mitarbeiter (Vorjahr: 7) geehrt werden; 48 Mitarbeiter (Vorjahr: 20) feierten ihr 25-jähriges Betriebsjubiläum. veRstäRkt in ausbildunG investieRen Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau erwartet in den nächsten Jahren erste negative Auswirkungen der demogra- phischen Entwicklung und geringere Bewerberzahlen für neue Ausbildungsplätze. Dies führt zu einem generellen Umdenken in der Ausbildung. Es müssen neue Zielgruppen u.a. mittels Teilqualifizierungen der Bewerber angesprochen werden. KUKA plant darüber hinaus ein Traineeprogramm unter anderem für Absolventen chinesischer Hochschulen, um Nachwuchskräfte für die asiatischen Wachstumsmärkte auszubilden. 2010 konnte die Anzahl der Ausbildungsplätze gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. Insgesamt stieg die Anzahl der Auszu- bildenden im Konzern zum Jahresende von 193 auf 210. Damit erhöhte sich auch die Ausbildungsquote; d.h. der Anteil junger Berufstätiger, von 3,4% im Vorjahr auf 3,5% im Berichtsjahr. KUKA bietet an seinen deutschen Standorten in Augsburg, Bremen und Schwarzenberg/Erzgebirge ein breites Angebot an technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen an: Indus- triekauffrau/-mann, Fachinformatiker/-in, Mechatroniker/-in, Zerspanungsmechaniker/-in, Industriemechaniker/-in sowie Elek- troniker für die Automatisierungstechnik. Am Standort Schwarzen- berg werden außerdem Werkzeugmechaniker/-innen ausgebildet. Neben der Intensivierung der Ausbildung von Facharbeitern ist KUKA dabei, seine Attraktivität für junge Absolventen von Hochschulen und Schulen zu erhöhen. Eine zentrale Maßnahme hierbei sind in den kommenden Jahren familienfreundlichere Arbeitsplätze. kuka unteR den 100 tOP-aRbeitGebeRn Das Unternehmen pflegt seit vielen Jahren intensive Kontakte zu Hochschulen und Schulen. 2010 präsentierte sich KUKA auf 12 Hochschul- und Bewerbermessen und stellte insgesamt 85 Plätze für Praktikanten zur Verfügung (Vorjahr: 80). 32 Studenten schrieben ihre Diplomarbeit im Unternehmen (Vorjahr: 30). Den Schulen in der Region bietet das neue Ausbildungszentrum in Augsburg außerdem verschiedene Möglichkeiten, die Arbeits- welt kennen zu lernen. Schüler aller Schulformen können hier eine Woche lang eine „Schnupperlehre“ machen. Es werden Betriebserkundungen für Schulklassen und ein Bewerbertraining angeboten. Eine weitere Zielgruppe sind junge Mädchen, denen auf einem sogenannten Girls‘ Day Einblick in technische Berufe gegeben wird. Das Institut trendence hat Hochschulabsolventen auch 2010 nach den beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland befragt. Dabei zeigte sich, dass KUKA in der Gunst der Studenten weiter gestiegen ist und sich von Platz 42 im Vorjahr auf Platz 37 unter allen großen deutschen Arbeitgebern verbessern konnte. familienfReundliche aRbeitsPlätze im mittelPunkt Eine weitere zentrale Maßnahme zur Erhöhung der Attraktivität als Arbeitgeber ist die Zertifizierung durch das „audit berufund- familie“ der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gewesen. Von Februar bis Mai 2010 wurden die bestehenden Angebote der KUKA AG und ihrer Tochtergesellschaften KUKA Roboter GmbH, KUKA Systems GmbH und KUKA Dienstleistungs GmbH am Standort Augsburg auf ihre Vereinbarkeit von Beruf und Familie 65bericht des aufsichtsrats corporate Governance KonzernlaGebericht Konzernabschluss Glossar