Report-Investor: KWS SAAT AG - Geschäftsbericht 2008 2009

Vorwort des Vorstands I 7 Philip von dem Bussche, Sprecher des Vorstands Der vorliegende Geschäftsbericht zeigt Ihnen, dass KWS weiterhin wächst und gedeiht. Die langfristig ausgerichtete Arbeit eines Pflanzenzüchters unterliegt im geringeren Maße konjunkturellen Einflüssen als dies in anderen Bran- chen der Fall ist. Trotz der globalen Finanz- und Wirt- schaftskrise sind wir in der glücklichen Lage, Ihnen einen wiederum sehr erfolgreichen Jahresabschluss Ihrer KWS vorlegen zu können. Natürlich hat auch bei uns die Krise negative Einflüsse zur Folge gehabt. Dennoch haben wir im Rahmen unserer Langfrist-Strategie unser Forschungs- und Entwicklungsbudget deutlich angehoben. Das Ergeb- nis dieser Strategie sind erfolgreiche Sorten und gute Wett- bewerbspositionen in 70 Ländern der Erde. Im Berichtsjahr führte dies zu einem Umsatzanstieg in der KWS Gruppe um fast 20 %, bei einer Verbesserung des Betriebsergeb- nisses (EBIT) von 11 %. Diese erfreuliche Geschäftsentwicklung spiegelt die Leis- tung unserer 3.215 Mitarbeiter wider, die durch ihre Kom- petenz und ihren Einsatz ein hohes Vertrauen bei unseren Kunden im In- und Ausland genießen. Das Geschäft mit Maissaatgut übertraf erneut unsere Er- wartungen. In Europa konnte der Marktanteil weiter aus- gebaut werden. In Nordamerika stieg der Umsatz deutlich, insbesondere durch die weiter wachsende Nachfrage nach gentechnisch veränderten Maissorten. Im Segment Zuckerrüben konnten wir den durch die Euro- päische Zuckermarktreform ausgelösten Abwärtstrend stoppen. Zu den wieder gestiegenen Umsätzen hat beson- ders die fulminante Nachfrage nach herbizidtoleranten Roundup Ready® Zuckerrüben von KWS in den USA beigetragen. Darüber hinaus erzielte das Segment Getreide erfreuliche Zuwächse, hauptsächlich durch das Geschäft mit Hybridroggen. Im Segment Züchtung & Dienstleistungen trug unter anderem die zu Anfang des Geschäftsjahres gestartete Kartoffelaktivität im Gemeinschaftsunternehmen Van Rijn – KWS B.V. zum Wachstum bei. Um unsere guten Marktpositionen weiter auszubauen, haben wir im Berichtsjahr die Investitionen im Vorjahres- vergleich annähernd verdoppelt. Darunter fielen unter anderem unser neues Engagement im Pflanzkartoffel- geschäft, sowie der Bau eines umweltgerechten und ressourcenschonenden Entwicklungszentrums am Stammsitz in Einbeck. Hierbei handelt es sich um den Umbau eines Saatgutspeichers aus dem Jahr 1948. Für dieses Projekt wurde KWS im Mai 2009 mit dem Preis „Energieoptimiertes Bauen 2009“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgezeichnet. Mit den getätigten Investitionen haben wir gezielt neue Arbeitsplätze geschaffen. Dadurch erhöhte sich im ab- gelaufenen Geschäftsjahr die Zahl der Beschäftigten weltweit um gut 12 % und in Deutschland um knapp 8 %. Davon hat besonders unser Firmenstandort Einbeck profitiert. Die Qualität der Arbeitsplätze ist für den nachhaltigen Erfolg unseres Unternehmens entscheidend. Dies hat auch die Bundesfamilienministerin gewürdigt und die KWS im Juni 2009 mit dem Preis „Familienfreundlicher Betrieb“ ausgezeichnet. Besonders die flexiblen Arbeitszeitmodelle haben die unabhängige Jury überzeugt. In der KWS ist die Verantwortung für Mensch und Natur tief verankert. Auch in der Nutzung der Biotechnologie geht KWS einen verantwortungsvollen Weg. In diesem Jahr feierte unsere Forschungsgesellschaft PLANTA Angewandte Pflanzengenetik und Biotechnologie GmbH ihr 25-jähriges Bestehen. In diesem Zeitraum war es stets unsere Maxime, gentechnische Ansätze dort zu verfolgen, wo klassische Methoden an ihre Grenzen stoßen. Trotz erfolgreicher Entwicklungen konnten wir jedoch bisher kein Produkt auf die europäischen Märkte bringen. Eine emotionale und oft nicht sachgerechte Diskussion gefährdet die Weiterentwicklung einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts am Standort Deutschland. Man muss sich aber fragen, ob eine Politik der Unterlassung zur Lösung globaler Versorgungsprobleme beiträgt. Nach wie vor werden rund 60 % der weltweit möglichen Ernten durch Schädlinge, Krankheiten und negative Witterungs- einflüsse vernichtet. In der Verantwortung für das Unternehmen und seine Zu- kunft werden wir für unsere Kunden unsere Produkte und Dienstleistungen weiter optimieren. Dabei bieten wir den Mitarbeitern familiengerechte Arbeitsplätze an, damit sie ihre Fähigkeiten voll entfalten können. Mit umweltschonen- den Produktionsmethoden und einer offenen Informations- politik nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ernst. Unsere Aktionäre profitieren von dieser verantwortungsbewussten Unternehmenspolitik mit einer soliden Geschäftsentwicklung und einem langfristig stei- genden Unternehmenswert der KWS. Aus Einbeck grüßt Sie im Namen des Vorstands herzlich

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