4 LANXESSGESCHÄFTSBERICHT2009 jetzt beschlossen, den Bau unseres Butylkautschuk-Werks in Singapur in diesem Jahr in Angriff zu nehmen. Die Produktion dort soll im ersten Quartal 2013 anlaufen. Der zuneh- menden Bedeutung des asiatischen Markts, der bereits heute die Hälfte der weltweiten Butylkautschuk-Produktion aufnimmt, tragen wir zudem Rechnung, indem wir die welt- weite Zentrale unserer Business Unit Butyl Rubber in Singapur ansiedeln. Nicht betroffen von den Einsparungen waren 2009 unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Sie wurden wie schon im Jahr zuvor weiter gesteigert, denn innovative Produkte und Verfahren sind die Grundvoraussetzung, um als Global Player dauerhaft erfolgreich zu sein. Das gilt auch – und gerade – in Krisenzeiten. Im Jahr 2010 liegt ein Forschungsschwerpunkt von LANXESS auf dem Thema Wasser. In vielen Teilen der Welt ist Wasser eine knappe Ressource. Mit den Ionenaustauschern und Adsorbern von LANXESS kann bereits heute belastetes Wasser gereinigt werden, und zwar nicht nur für Trinkwasserzwecke, sondern auch um die industriellen Anforde- rungen an hohe und höchste Wasserqualitäten zu erfüllen. Zum Ausbau dieser Aktivitäten und zur Erschließung eines neuen, hochprofitablen Geschäftsfelds entwickelt und produziert LANXESS künftig eine weitere moderne Tech- nologie zur Aufbereitung von sehr stark verunreinigtem Wasser, die so genannte Mem- brantechnologie. Dazu werden an unserem Standort Bitterfeld rund 30 Millionen Euro investiert, und wir schaffen langfristig etwa 200 neue Arbeitsplätze. Eine Pilotanlage wird Ende 2010 in Betrieb gehen. Ein Jahr später sollen die ersten Produkte auf den Markt kommen. LANXESS hat sich in den vergangenen Jahren als global tätiger Spezialchemie-Konzern mit Premium-Produkten und Dienstleistungen, hoher technologischer Kompetenz und großer Innovationskraft platziert. Die Herausforderungen der weltweiten Wirtschafts- krise im vergangenen Jahr haben wir erfolgreich gemeistert. Heute sind wir in der Lage, Wachstumschancen wahrzunehmen – auch wenn die Krise noch nicht endgültig vorbei ist und wir daher unser Krisenmanagement fortsetzen. Dabei geht es nicht nur um inter- nes Wachstum, unterstützt durch Innovationen bei Verfahren und Produkten. Wir nutzen die Krise und ihre Folgen für die Chemiebranche auch für eventuelle Akquisitionen. Bei- spiele waren 2009 die beiden zukunftsweisenden Zukäufe in Indien und China. Weitere sind durchaus denkbar. Selbstverständlich werden wir dabei unverändert mit der größten Sorgfalt handeln. Denn es geht uns nicht um Größe an sich, sondern um gezielte Verstär- kung rentabler Geschäfte und damit profitables Wachstum für das Unternehmen. Dabei wollen wir uns insbesondere in den BRIC-Staaten weiter verstärken, sind aber auch in anderen Regionen bereit dazu. „Innovative Produkte und Verfahren sind die Grund- voraussetzung, um als Global Player dauerhaft erfolgreich zu sein.“
