Leifheit 2009 Konzernlagebericht Konzernabschluss Weitere Informationen Unter einem effizienten Risikomanagement verstehen wir die gezielte Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale. Leifheit ist bei seinen globalen Aktivitäten unweigerlich Risiken ausgesetzt, die das unternehmerische Handeln mitbestimmen. Unser Risikomanagementsystem hat die Aufgabe, diese Risiken rechtzeitig zu erfassen und zu bewerten, da- mit wir gegebenenfalls unverzüglich gegensteuern können. Es besteht aus den Elementen Risikostrategie, Früh- warnsystem, Risikoidentifizierung, -klassifizierung und -steuerung, dem Controlling sowie dem Über- wachungs- und Kontrollsystem. Im Rahmen der Mittelfristplanung analysieren wir die Entwicklung der Märkte, das Konsumentenverhalten, unsere Handels- partner und Wettbewerber sowie die Beschaffungs- märkte. Im Zentrum unseres Risikomanagementsystems steht die Risikoinventur. Hierbei erfassen wir in Form von Risikotabellen regelmäßig in allen Geschäftsbe- reichen die relevanten Risiken und bewerten sie im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens und die Auswirkungen auf das Unternehmen. In Ressort-, Unternehmensbereichs-, Vorstands- und Aufsichtsratssitzungen wird über die wesentlichen Risiken berichtet und beraten. Unsere Planungs- prozesse, das Controlling und die interne Revision sind weitere Bestandteile des Risikomanagement- systems. Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsge- sellschaft hat das Risikomanagementsystem des Leifheit-Konzerns im Rahmen der Jahresabschluss- prüfung untersucht und keinerlei Anlass zu Einwän- den gesehen. Im Folgenden beschreiben wir die uns derzeit bekannten Risikofelder, die die Entwicklung des Leifheit-Konzerns beeinflussen können. Gesamtwirtschaftliche und Branchenrisiken Die bekannte Finanzmarktkrise, die schon längst in eine weltweite Wirtschaftskrise mündete, bildet den zentralen Risikofaktor unter den gesamtwirtschaft- lichen Risiken. Auch wenn die Experten davon aus- gehen, dass die Talsohle der Krise durchschritten ist, lässt sich heute noch nicht voraussagen, in welcher Geschwindigkeit und mit welchem Nachdruck ein konjunktureller Aufschwung das Jahr 2010 prägen wird. Dabei spielt vor allem die Entwicklung der Ar- beitslosigkeit eine dominierende Rolle, weil sie ganz entscheidenden Einfluss auf das Konsumverhalten der Menschen hat. Zu den gesamtwirtschaftlichen Risiken zählen auch die Zyklizität der Einzelmärkte im Inland wie im Ausland sowie die letztlich kaum prog- nostizierbare Entwicklung der Währungsrelationen, was für ein weltweit tätiges Unternehmen wie Leifheit nicht unwesentliche Bedeutung hat. Daneben dürfen auch die Branchenrisiken nicht übersehen werden, die vor allem in der weiteren Entwicklung des Han- dels sichtbar werden. Unternehmensstrategische Risiken Die unternehmensstrategischen Risiken lassen sich in drei Kategorien einteilen: Die gesamtwirtschaftli- che Entwicklung in den Zielmärkten von Leifheit ist letztlich nicht prognostizierbar und wird von Faktoren geprägt, die sich außerhalb des Einflussbereichs ei- nes einzelnen Unternehmens bewegen. In die zweite Kategorie fallen die unmittelbaren Auswirkungen von neuen unternehmensstrategischen Entscheidungen. Dazu zählen die Risiken aus Käufen, Verkäufen und Restrukturierungen genau so wie die Entscheidun- gen zur Ausweitung des internationalen Geschäfts. Schließlich birgt auch die mögliche Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Produkten ein Risikopotenzial. Während ein Unternehmen bei gesamtwirtschaftli- chen Veränderungen nur die Möglichkeit hat, schnell und effizient zu reagieren, besteht bei anstehenden 71 N A C H H A LT I G W E R T E S C H A F F E N
