Report-Investor: Leoni AG - Geschäftsbericht 2009

51 UnternehmensinformationenKonzernlageberichtKonzernabschlussZusatzinformationen Ende April 2009, überwiegend in den Werken in Nordafrika, Asien und Osteuropa. Da sich die Nachfrage im Jahresver- lauf dank neuer Projekte und einer Erholung der Nachfrage sukzessive verbesserte, wurden bis zum Jahresende wieder insgesamt ca. 5.000 Neueinstellungen, auch in Form befristeter Verträge, vorgenommen. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Region Nordafrika, sodass sich die Verschiebung zugunsten lohnkostengünstiger Standorte fortsetzte. Insge- samt reduzierte sich die Belegschaft im Stichtagsvergleich nur um 71 Personen auf 42.562 Mitarbeiter. Einsparungen erzielten wir auch in der Lieferkette, indem die Transportkosten, Inventurbestände und Durchlauf- zeiten verringert wurden. Ferner nahm LEONI die Krise zum Anlass, um die Konditionen mit verschiedenen Kunden aus der Automobilindustrie auf eine nachhaltigere Basis zu stellen. Zusätzlich wurden grundsätzliche Veränderungen in der Organisationsstruktur eingeleitet, die im Kapitel Geschäft und Rahmenbedingungen beschrieben sind. Ertragslage Mit dem bislang größten Kostensenkungsprogramm wurden die Produktions-, Personal- und Sachkosten im Jahr 2009 um 18 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008 verringert. Damit konnte der Unternehmensbereich Wiring Systems die Verluste aus dem Umsatzrückgang begrenzen und im zweiten Halbjahr 2009 wieder ein positives bereinig- tes Ergebnis* erzielen. Gleichzeitig führten die Maßnahmen im Geschäftsjahr aber zu hohen Restrukturierungsauf- wendungen von insgesamt 38,1 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €). Darüber hinaus waren Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung wesentlicher Akquisitionen sowie Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte von 13,6 Mio. € (Vorjahr: 14,1 Mio. €) zu verkraften. Insgesamt belief sich das Ergebnis vor Zinsen und Steuern des Unternehmensbereichs Wiring Systems 2009 auf –78,5 Mio. € (Vorjahr: 23,4 Mio. €). Bereinigt* lag das Bereichsergeb- nis bei –26,8 Mio. € (Vorjahr: 42,7 Mio. €). Optimierung des Produktionsnetzwerks Um die Kostenführerschaft in der Bordnetz-Branche dauerhaft abzusichern, verbessert LEONI kontinuierlich sein welt- weites Produktionsnetzwerk. 2009 wurde im Rahmen des umfangreichen Restrukturierungsprogramms die Schließung dreier Werke in Rumänien, Polen und Portugal vereinbart. Zur Vorbereitung neuer Projekte wurden im Berichtsjahr die Kapazitäten an verschiedenen nordafrikanischen Standorten in Tunesien und Marokko ausgebaut. Auch den neuen mexikanischen Standort in Durango erweiterten wir 2009. Zudem hat LEONI in Serbien eine neue Betriebsstätte auf- gebaut, die als Schwesterwerk für unseren slowakischen Standort dient. Dank der Leistungsfähigkeit des LEONI-Teams und einer guten Unterstützung durch die lokalen Behörden konnte die serbische Produktionsstätte in der Rekordzeit von nur vier Monaten fertig gestellt und im Oktober 2009 erfolgreich in Betrieb genommen werden. Zur weiteren Senkung der Strukturkosten und Steigerung der Effizienz unseres globalen Produktionsnetzwerks fördern wir die enge Zusammenarbeit von Standorten innerhalb einer Region. Durch die Bildung von Clustern, beispiels- weise in Nordafrika sowie in Mittel- und Südamerika, können wir die Organisationsstrukturen in wichtigen Regionen vereinfachen und weitere Synergien heben. Zudem optimieren wir die Verteilung von Projekten und Ressourcen inner- halb der Produktionsregionen. Mittelfristig planen wir auch die gesellschaftsrechtliche Zusammenlegung der jeweiligen Einheiten. *Ergebnis bereinigt um die Effekte aus der Neubewertung im Rahmen der Kaufpreisverteilung wesentlicher Akquisitionen, Restrukturierungsaufwendungen und Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte ➵➵Geschäft und Rahmenbedingungen, Seite 41

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