Report-Investor: Leoni AG - Geschäftsbericht 2009

60 Der negative Saldo aus Finanzaufwendungen und -erträgen sowie dem sonstigen Beteiligungsergebnis blieb mit –41,0 Mio. € etwa konstant (Vorjahr: –39,9 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf –157,3 Mio. € nach 15,8 Mio. € im Vorjahr. Bei der Position Ertragsteuern handelte es sich im Geschäftsjahr 2009 um einen Ertrag von 19,2 Mio. € gegen- über einem Steueraufwand von 10,6 Mio. € im Jahr 2008. Der positive Wert im Berichtsjahr resultierte aus latenten Steuererträgen aus Bilanzpostenunterschieden und aus der Aktivierung latenter Steuern auf steuerliche Verluste. Unter dem Strich ergab sich für das Geschäftsjahr 2009 ein Konzernjahresfehlbetrag von 138,1 Mio. €, 2008 wurde ein Jahresüberschuss von 5,2 Mio. € ausgewiesen. Finanzlage Finanzmanagement und -struktur Das Finanzmanagement des LEONI-Konzerns ist zentral organisiert und zielt darauf ab, die Liquidität der Unterneh- mensgruppe weltweit zu sichern, die Finanzaufwendungen und -erträge zu optimieren sowie die Währungs- und Zins- risiken zu steuern und zu minimieren. Hierzu nutzen wir ein breites Spektrum an Finanzierungsinstrumenten, um mög- lichst unabhängig von einzelnen Märkten oder Instrumenten zu sein, und setzen auf eine langfristige und vertrauens- volle Zusammenarbeit mit internationalen Banken. Grundsätzlich legt LEONI großen Wert auf eine solide Finanzie- rungsstruktur. Damit soll unser Status als Unternehmen mit guter Bonität unsere Akzeptanz sowohl am Kapitalmarkt als auch bei Banken und Lieferanten weiterhin wahren. Das Liquiditäts-Management erfolgt unter anderem über ein Cash-Pooling-System mit Pools in den Heimat- ländern der wichtigsten Konzernwährungen. Darüber hinaus führt die LEONI AG größtenteils den Zahlungsverkehr für die Gruppe durch. Die Finanzierung der Konzerngesellschaften erfolgt weitestgehend in deren funktionaler Währung. Die wesentlichen Verbindlichkeiten bestehen in Euro und US-Dollar. Für unsere chinesischen Gesellschaften wurden zu- dem weitere Kredite in chinesischen Yuan aufgenommen. Kapitalmarktinstrumente wie Bonds oder Schuldscheindarlehen nutzt die LEONI AG zentral für die gesamte Gruppe und deckt sich mit Kreditlinien in ausreichender Höhe ein, um stets allen finanziellen Verpflichtungen sicher nachkommen zu können. Zum Bilanzstichtag bestanden kurz- und mittelfristige Kreditzusagen von Banken in Höhe von 306,0 Mio. € (Vorjahr: 351,8 Mio. €) mit Laufzeiten von bis zu 36 Monaten. Davon wurden 29,4 Mio. € genutzt (Vorjahr: 49,2 Mio. €). Auch die Instrumente Leasing und Factoring, die wir zur Verbesserung der Liquiditätsstruktur einsetzen, werden zentral gesteuert. Ende 2009 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch echtes Factoring in Höhe von 63,3 Mio. € (Vorjahr: 61,0 Mio. €) gemindert. Zinsrisiken aus Geldaufnahmen werden fristenkongruent über Basisinstrumente wie Caps, Swaps und Collars abge- sichert. Per 31. Dezember 2009 belief sich das Nominalvolumen der bestehenden Zinsswaps auf 125,5 Mio. € (Vorjahr: 142,7 Mio. €) und der Collars wie im Vorjahr auf 136,0 Mio. €. Um den Einfluss von Wechselkursschwankungen auf das Konzernergebnis zu minimieren, werden Fremdwährungs- positionen innerhalb des Konzerns gegeneinander aufgerechnet. Für die verbleibenden Beträge schließen wir Devisen- sicherungsgeschäfte ab, und zwar überwiegend in britischen Pfund, mexikanischen Peso, polnischen Zloty, Schweizer Franken und US-Dollar. Zum Jahresende 2009 belief sich das Volumen auf 252,4 Mio. € gegenüber 324,2 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Weitere Informationen zu Zins- und Währungsrisiken enthält der Anhang.➵➵Konzernanhang, Seite 147

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