62 Per saldo sind im Geschäftsjahr 2009 konzernweit etwas mehr liquide Mittel zu- als abgeflossen: Der Finanzmittel- bestand erhöhte sich um 6,2 Mio. €. Konzern-Kapitalflussrechnung [ Mio. € ] 2009 2008 Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 88,8 132,7 Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit – 87,0 – 137,3 Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 4,4 96,7 Abnahme/Zunahme des Finanzmittelbestandes 6,2 92,1 Finanzmittelbestand zum 31.12. 141,1 133,7 Investitionen 2009 haben wir die Investitionen wie geplant erheblich zurückgefahren und größere Projekte verschoben. Insgesamt investierte der LEONI-Konzern im Berichtsjahr 83,2 Mio. € (Vorjahr: 336,6 Mio. €). Davon entfielen 81,8 Mio. € auf imma- terielle Vermögenswerte und Sachanlagen nach 158,4 Mio. € im Vorjahr. Für Finanzanlagen und Akquisitionen wurden 1,5 Mio. € aufgewendet, nachdem hierfür 2008 vor allem durch den Erwerb der früheren Bordnetzsparte von Valeo ins- gesamt 178,1 Mio. € anfielen. Im Unternehmensbereich Wiring Systems investierten wir 2009 insgesamt 41,6 Mio. € in Sachanlagen und imma- terielle Vermögenswerte gegenüber 93,6 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Schwerpunkte lagen auf der Erweiterung der Kapazitäten in Nordafrika in Zusammenhang mit neuen Projekten für die Automobilindustrie, auf dem Ausbau der Fertigung im mexikanischen Durango, den neuen Anlagen für die Komponentenherstellung in Rumänien sowie auf dem zusätzlichen Produktionsstandort in Serbien. Der Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions investierte in der Summe 37,1 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr: 53,1 Mio. €). Im Mittelpunkt stand der Ausbau der Kapazitäten für die Strahlenvernetzung. Hierzu errichteten wir in Bautzen einen zusätzlichen Standort, der im Februar in Betrieb ging, und erweiterten die Kapazitäten am Schweizer Standort Däniken. Weitere Informationen zu den Investitionsprojekten enthält der Segmentbericht. Vermögenslage Bilanzanalyse Die Konzernbilanz der LEONI AG verkürzte sich per Ende Dezember 2009 im Stichtagsvergleich um rund 5 Prozent auf 1.755,0 Mio. €. Abgenommen haben vor allem die kurzfristigen Vermögenswerte, die mit 882,1 Mio. € um 6 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Darin spiegeln sich in erster Linie Maßnahmen wider, die wir im Rahmen unseres ak- tiven Working Capital Managements umsetzten. Unter anderem ist es gelungen, die Vorräte um über 15 Prozent auf 294,5 Mio. € abzubauen, trotz des im Vorjahresvergleich deutlich höheren Stichtagswertes für den Kupferpreis. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um gut 6 Prozent auf 309,0 Mio. €. Dadurch konnte die Kapitalbindung deutlich verringert werden. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich per 31. Dezember von 133,7 Mio. € auf 141,1 Mio. €. Der Wert der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte nahm von 48,6 Mio. € auf 60,1 Mio. € zu. Das Sachanlagevermögen stand am Jahresende 2009 mit 554,1 Mio. € in der Bilanz. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahreswert von 573,3 Mio. € resultierte vor allem daraus, dass die Investitionen mit Blick auf das schwierige wirt- schaftliche Umfeld auf das Nötigste reduziert wurden und daher unter den Abschreibungen lagen. Die immateriellen Vermögenswerte nahmen von 113,8 Mio. € auf 92,4 Mio. € ab. Die Firmenwerte gingen infolge einer Wertberichtigung des Firmenwerts aus der akquirierten spanischen Tochtergesellschaft LEONI Furas um 2,8 Mio. € auf 150,0 Mio. € zurück. 2005 2006 2007 2008 2009 87,0 194,8 132,6 336,6 83,2 Investitionen [ Mio. € ] ➵➵Segmentbericht, Seite 49
