Report-Investor: Leoni AG - Geschäftsbericht 2009

69 UnternehmensinformationenKonzernlageberichtKonzernabschlussZusatzinformationen 2005 2006 2007 2008 2009 123 121 166 171 160 Zahl der Auszubildenden [ jeweils zum 31. Dezember ] F&E-Aufwand [ Mio. € ] 2005 2006 2007 2008 2009 41,9 47,4 55,9 88,3 71,1 F&E-Aufwand / Umsatz [ % ] 2005 2006 2007 2008 2009 2,7 2,2 2,4 3,0 3,3 Engagement für den Nachwuchs Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bildete LEONI Ende des Berichtsjahres 160 Nachwuchskräfte (Vorjahr: 171) an 13 Standorten in 19 kaufmännischen und gewerblichen Berufen aus. Das entsprach wiederum etwas mehr als unserem Eigenbedarf. Neben klassischen Berufsbildern wie Industrie- und Bürokaufmann/-frau, Elektroniker/-in, Industriemechaniker/-in oder Fachinformatiker/-in gibt es bei LEONI auch spezialisierte Ausbildungsgänge, beispiels- weise im Glas- und Apparatebau oder in der Kabeltechnologie. Im gewerblichen Bereich stehen den Auszubildenden eigene Lehrwerkstätten zur Verfügung. Die kaufmännischen Nachwuchskräfte durchlaufen unterschiedliche Fachgebiete, um die Prozesse im gesamten Unternehmen kennenzuler- nen. In der Regel besuchen sie auch ausländische LEONI-Niederlassungen und erwerben so frühzeitig interkulturelle Kompetenzen. Die praktische Arbeit und die Prüfungsvorbereitung werden von engagierten Betreuern begleitet. Einen zusätzlichen Anreiz schaffen wir durch freiwillige Prämien für außergewöhnlich gute Prüfungsleistungen. 2009 schnitten unsere Nachwuchskräfte bei den Abschlussprüfungen einmal mehr überdurchschnittlich gut ab. Ein Auszu- bildender, der bei LEONI den Beruf des Kabeljungwerkers erlernte, wurde vom deutschen Industrie- und Handelskam- mertag im Beisein des Bundespräsidenten sogar als deutschlandweit Bester in seinem Fachgebiet ausgezeichnet. Auch das Engagement im praxisorientierten Studium an Berufsakademien (BA) haben wir fortgesetzt: LEONI über- nimmt sowohl die Studiengebühren als auch die praktische Ausbildung von Studenten aus verschiedenen BA-Fachrich- tungen. Zudem wurden vermehrt Praktikumsplätze und Diplomarbeiten vergeben. Im Rahmen von Exkursionen konn- ten Studenten einen ersten Eindruck von LEONI gewinnen. Unsere Aktivitäten zur Nachwuchsrekrutierung haben wir 2009 wegen des konzernweiten Kostensenkungspro- gramms zurückgefahren. Dennoch präsentierte sich LEONI wieder auf Hochschulmessen und Berufsinformations-Ver- anstaltungen und setzte die Kooperation mit Schulen fort. Mit der Teilnahme am bundesweiten „Girls’ day“ setzten wir uns dafür ein, das Interesse weiblicher Nachwuchskräfte an technischen Berufen zu stärken. Forschung & Entwicklung LEONI betreibt intensive Forschung&Entwicklung (F&E), um die auf vielen Gebieten führende Wettbewerbsposition zu stärken. Dabei konzentrieren wir uns einerseits auf innovative, kundenspezifische Produkte und Systeme sowie an- dererseits auf die Optimierung von Fertigungsverfahren. Die Verantwortung für die F&E-Aktivitäten liegt in beiden Unternehmensbereichen bzw. deren Research&Development-Abteilungen (R&D). Im Unternehmensbereich Wiring Systems verteilen sich die kundenorientierten F & E-Arbeiten auf zehn Entwicklungs- zentren in den wichtigsten Märkten weltweit. Die R&D-Abteilung ist für die Grundlagenforschung und die projektbe- zogene Unterstützung zuständig. Im Unternehmensbereich Wire & Cable Solutions sind auch verschiedene anwendungs- nahe Aktivitäten, beispielsweise auf dem Gebiet Automobilleitungen, im zentralen Research & Development angesiedelt. Darüber hinaus wird an den größeren Standorten in Deutschland und im übrigen Europa Entwicklungsarbeit betrieben. Das breit gefächerte Fachwissen der beiden Unternehmensbereiche und die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Teams wirken sich positiv auf unsere F&E-Aktivitäten aus. Zudem profitieren wir von der Kooperation mit verschiedenen Universitäten und externen Instituten, schwerpunktmäßig in Deutschland. Wesentlichen Know- how-Zukauf gibt es nicht. Der F&E-Aufwand, der größtenteils projektbezogen anfällt, verringerte sich 2009 konzernweit um 20 Prozent auf 71,1 Mio. €. In Relation zum Geschäftsvolumen nahmen die F&E-Aufwendungen von 3,0 Prozent auf 3,3 Prozent zu. Die Zahl der angemeldeten Patente und Gebrauchsmuster stieg auf 57 (Vorjahr: 22). Konzernweit waren am Jahresende 1.008 Mitarbeiter im Bereich F&E tätig nach 1.073 Personen ein Jahr zuvor.

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