80 Liquiditätsrisiken Der LEONI-Konzern überwacht täglich die aktuelle Liquiditätssituation. Zur Steuerung des künftigen Bedarfs wird eine monatliche, währungsdifferenzierte, rollierende Liquiditätsplanung für jeweils mindestens zwölf Monate eingesetzt. Zinsrisiken Soweit mit Kreditzusagen Zinsänderungsrisiken verbunden sind, wurde Vorsorge durch den Abschluss von langfristi- gen Zinsswap- und Zinscollar-Vereinbarungen getroffen. Handlungsbedarf bezüglich des Zinsrisikos aus der kurzfristi- gen Finanzierung besteht aus unserer Sicht derzeit nicht, da wir anhaltend niedrige Zinssätze im kurzfristigen Bereich erwarten. Für alle Zinsswaps liegen die Voraussetzungen des Cashflow Hedge Accounting vor. Die Derivate sichern die jeweili- gen Cashflows aus den Zinsänderungsrisiken der zugrunde liegenden Finanzverbindlichkeiten. Das Kontrahentenrisiko stufen wir als sehr gering ein, da alle Derivate mit erstklassigen nationalen bzw. international tätigen Geschäftsbanken abgeschlossen wurden. Abwertungsrisiken Auf Grundlage der IFRS-Bilanzierungsregeln führt LEONI Asset- und/oder Goodwill-Impairmenttests durch. Eine Erhöhung des Abzinsungsfaktors und/oder eine Verschlechterung der Ertragsaussichten lassen das Abwertungsrisiko steigen. Währungsrisiken Währungsrisiken können in einem international agierenden Konzern grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Anhand der fortlaufenden Überprüfung von Devisenkurserwartungen werden Risiken gegebenenfalls mit geeigneten Finanzierungsinstrumenten abgesichert. Eine regelmäßig tagende Währungskommission, in die neben der zuständigen Fachabteilung und den operativen Managern aus den Unternehmensbereichen auch das Risikomanagement eingebun- den ist, identifiziert Veränderungen und legt geeignete Absicherungsstrategien fest. Obwohl wir unsere Geschäfte hauptsächlich in Euro oder – in den lokalen Märkten – in Landeswährung abwickeln, sind wir aufgrund der Globalisierung verstärkt mit Währungsrisiken konfrontiert. Um diese zu vermeiden, arbeitet die Abteilung Corporate Finance eng mit der Währungskommission zusammen, die auch Vorgaben im Hinblick auf Limits und Laufzeiten macht. Der Abschluss von Sicherungsgeschäften erfolgt in Abstimmung mit den bestehenden Grund- geschäften sowie den geplanten Transaktionen. Die Auswahl des einzusetzenden Sicherungsinstruments wird regel- mäßig nach eingehender Analyse des abzusichernden Grundgeschäfts getroffen. Im Wesentlichen bestehen Sicherungs- geschäfte in den Währungen US-Dollar, britische Pfund, polnische Zloty und rumänische Leu. Ziel ist, die Einflüsse der Wechselkursschwankungen auf das Konzernergebnis einzugrenzen. Neben den eigentlichen Sicherungsgeschäften, die zur Absicherung der wesentlichen Risiken eingesetzt werden, nutzen wir primär die Möglichkeiten des Nettings der Fremdwährungspositionen innerhalb des Konzerns. Als weitere Maßnahme zur Währungssicherung finanzieren wir einige ausländische Tochtergesellschaften in der jeweiligen lokalen Währung mit entsprechenden Refinanzierungen in der korrespondierenden Währung. Die Devisen- und Zinssicherungsgeschäfte wurden mit Geschäftsbanken erstklassiger Bonität abgeschlossen. Am Bilanzstichtag bestanden keine Risiken aus Finanzinstrumenten, die zu einer signifikanten Risikokonzentration führten. Details über Finanz- und Währungsrisiken Anhang.➵➵Konzernanhang, Seite 143
