Report-Investor: Linde AG - Geschäftsbericht - 2- 2009

gischen Zielen, an die Aktienkursentwicklung sowie an qualita- tive Erfolgsfaktoren gekoppelt. Maßgebliche Kennzahlen für die Berechnung der variablen Vergütung sind die Rendite auf das ein- gesetzte Kapital (ROCE), das operative Ergebnis (EBIT), die Divi- dende der Gesellschaft, das angepasste Ergebnis je Aktie und die Aktienkursentwicklung. Die Zielsetzungen der variablen Vergü- tung stehen im Einklang mit den im Konzern verwendeten Steu- erungskennzahlen sowie den Interessen der Aktionäre und sons- tiger Stakeholder. Variable Barvergütung Die variable Barvergütung setzt sich aus einer an der Dividende orientierten Tantieme (Tantieme) und erfolgsorientierten Bonus- beträgen (Bonus) zusammen. Die Tantieme bemisst sich pro Vorstandsmitglied nach einem individuell vereinbarten Euro-Betrag für jeden von der Hauptver- sammlung beschlossenen Gewinnanteil von 0,01 EUR je Aktie, der für das jeweilige Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüt- tet wird. Von dem sich hieraus ergebenden Tantiemeanspruch beträgt unter Berücksichtigung des monatlich vorab ausgezahl- ten Garantiebetrags der variable Anteil zurzeit ca. 70 Prozent. Soweit der Bilanzgewinn auf einem Gewinnvortrag oder der Auf- lösung von Rücklagen beruht, ist er bei der Berechnung der Tan- tieme nicht zu berücksichtigen. Die Höhe des Bonus ist von dem Erreichen bestimmter, zu Beginn des Geschäftsjahres durch den Aufsichtsrat fixierter Ziel- setzungen für das jeweilige Geschäftsjahr abhängig. Die Ziele werden grundsätzlich auf Basis der mehrjährigen Unternehmens- planung festgesetzt. Erfolgsparameter des Bonus sind überwie- gend (in der Regel 70 Prozent) die Rendite auf das durchschnitt- lich eingesetzte Kapital (ROCE) und das operative Ergebnis (EBIT) sowie zu einem kleineren Teil (in der Regel 30 Prozent) die individuellen Positionsziele. Für den Vorstandsvorsitzenden und den Finanzvorstand erfolgt die Ermittlung der Finanzziele auf Basis der Konzernkennzahlen. Für die operativ verantwort- lichen Vorstandsmitglieder bemisst sie sich anhand der ver- gleichbaren Größen der jeweils verantworteten Geschäftsberei- che und Regionen. Der Bonus ist in seiner Höhe begrenzt: der kennzahlenbasierte Teil auf maximal 200 Prozent des vereinbar- ten Bonusbetrages, die Positionsziele auf maximal 100 Prozent. Der Vorstandsvorsitzende hat bei Erreichen bestimmter, beson- ders anspruchsvoller Akquisitions-, Desinvestitions- und Inte- grationsziele vertraglich zugesicherte Ansprüche auf Bonuszah- lungen, deren Größenordnung im Einzelfall festgelegt wird. Auch diese sind in ihrer Höhe begrenzt. Die variable Vergütung ist grundsätzlich zahlbar am Tag nach der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Verwendung des Bilanzgewinns beschließt. Aktienbasierte Vergütung Linde Management­Incentive­Programme 2002 Bis zum Geschäftsjahr 2006 bezogen die Mitglieder des Vor- stands als variable Komponente mit langfristiger Anreizwirkung jährlich Optionsrechte aus dem im Mai 2002 von der Hauptver- sammlung beschlossenen Aktienoptionsprogramm für Mitglieder des Vorstands, Mitglieder der Geschäftsführungen von verbunde- nen Unternehmen sowie ausgewählte Führungskräfte („Manage- ment-Incentive-Programme 2002“). 2006 wurden die letzten Optionen unter diesem Programm begeben. Insgesamt wurden an Mitglieder des Vorstands 1,2 Millionen Bezugsrechte ausge- geben. An die Teilnehmer gewährte Optionsrechte sind – sofern die hierfür festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind – weiterhin ausübbar. Jedes Optionsrecht gewährt das Recht zum Bezug einer Aktie der Linde AG zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis zum Erwerb einer neuen Stückaktie beträgt 120 Prozent des Basisprei- ses. Der Basispreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Linde Aktie im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapier- börse während der letzten fünf Handelstage vor dem Ausgabetag der Optionsrechte. Die Ausgabe der Optionsrechte erfolgte seit 2002 in fünf Jahrestranchen mit einer Laufzeit von jeweils sieben Jahren. Die Wartezeit, die am Ausgabetag beginnt, beträgt zwei Jahre. Während der gesamten Restlaufzeit von fünf Jahren können die Optionsrechte mit Ausnahme festgelegter Sperrzeiten, den so genannten Blocked Periods, ausgeübt werden. Die siebenjährige Laufzeit der Optionen der Tranche 2002 endete im Juli 2009. Bis zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeübte Optionsrechte der Tranche 2002 sind verfallen. Im Geschäftsjahr 2009 waren die fünf Tranchen dieses Pro- gramms teilweise werthaltig und ausübbar. Die Ausübungspreise der fünf Tranchen liegen zwischen 32,38 EUR und 81,76 EUR. Über die Zuteilung der Optionsrechte an Mitglieder des Vorstands ent- schied der Aufsichtsrat, für die übrigen Bezugsberechtigten der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats. Seit der Jahrestranche 2004 kann der Aufsichtsrat für die an den Vorstand ausgegebe- nen Optionsrechte bei außerordentlichen, nicht vorhergesehenen Entwicklungen des Kurses der Linde Aktie eine Begrenzung der Optionsausübung beschließen. Insgesamt hielten die Mitglieder des Vorstands am Bilanzstichtag 535.000 (Vj. 635.000) Optionen, die theoretisch sämtlich ausübbar waren (keine Wartezeit mehr). Im Berichtsjahr 2009 haben die Mitglieder des Vorstands 100.000 (Vj. 75.000) Optionsrechte ausgeübt. Die an die gegenwärtigen Mitglieder des Vorstands im Rah- men des Linde Management-Incentive-Programms 2002 ausge- gebenen Optionsrechte entwickelten sich wie folgt: 023Linde Finanzbericht 2009 CORPORATE GOVERNANCE – Vergütungsbericht WEITEREANGABENKONZERNANHANGKONZERNABSCHLUSSKONZERNLAGEBERICHTDIEAKTIECorporAteGoVernAnCeDERAUFSICHTSRATDERVORSTAND

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