Report-Investor: Linde AG - Geschäftsbericht - 2- 2009

Während des Geschäftsjahres 2009 lag der Fokus auf der Siche- rung der Liquidität, unserer Vermögenswerte und der Rückführung sowie Optimierung unserer Finanzschulden. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 557 Mio. EUR auf 24,381 Mrd. EUR erhöht. Diese Zunahme ist im Wesentlichen auf die stärkeren Wechselkurse und die da- raus resultierenden Effekte aus der Translation der lokalen Abschlüsse von Konzern-Tochtergesellschaften in die Berichts- währung zurückzuführen. Der Goodwill stieg – vor allem durch Währungskurseffekte – insgesamt um 404 Mio. EUR auf 7,297 Mrd. EUR. Die Übernahme der Mehrheit an dem saudi-arabischen Industriegaseunterneh- men SIGAS hat mit 34 Mio. EUR zum Anstieg des Goodwills beige- tragen. Die übrigen immateriellen Vermögenswerte, die insbe- sondere Kundenbeziehungen aus der BOC-Akquisition umfassen, haben sich um 141 Mio. EUR erhöht. Diese Entwicklung resul- tiert im Wesentlichen aus Wechselkurseffekten und gegen- läufigen planmäßigen Abschreibungen. Die Hauptursache für den Rückgang der übrigen kurzfristigen Forderungen und Ver- mögenswerte liegt in der einzahlungswirksamen Realisierung positiver Marktwerte aus Zinssicherungsgeschäften. Die For- derungen aus Lieferungen und Leistungen sind trotz stärkerer Wechselkurse mit 1,607 Mrd. EUR unter dem Vorjahreswert von 1,641 Mrd. EUR geblieben. Neben dem geringeren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr ist dies das Ergebnis eines erfolgreichen Forderungsmanagements: Es ist im Berichtsjahr nicht zu wesent- lichen Forderungsausfällen gekommen, zudem hat sich die For- derungsumschlagsdauer kaum verändert. Die Forderungen aus Finanzdienstleistungen – die nahezu ausschließlich unsere gem. IFRIC 4 als Leasing klassifizierten, langfristigen Gaslieferverträge umfassen – sind unter anderem aufgrund der Zahlungen durch unsere Kunden auf 645 Mio. EUR gesunken. Auf der Passivseite hat sich die Bilanzsumme hauptsächlich durch die Erhöhung des Eigenkapitals verändert. Das Eigenkapital ist von 8,249 Mrd. EUR auf 9,187 Mrd. EUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote betrug damit 38 Prozent (Vj. 35 Prozent). Die wichtigsten Faktoren, die das Eigenkapital positiv beeinflusst haben, sind Währungskurseffekte in Höhe von 794 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern in Höhe von 653 Mio. EUR. Die versicherungsmathematischen Verluste aus der Bewer- tung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 204 Mio. EUR hat- ten hingegen einen negativen Effekt auf das Eigenkapital. Die Nettopensionsverpflichtungen sind im Berichtszeitraum von 681 Mio. EUR auf 887 Mio. EUR gestiegen. Hierzu geführt haben maßgeblich versicherungsmathematische Verluste aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen aufgrund der gesunke- nen Zinssätze im Geschäftsjahr 2009. Diese konnten nur teil- weise durch die positive Marktwertentwicklung des Planvermö- gens ausgeglichen werden. Mindernd wirkten zudem die durch den Konzern geleisteten Einzahlungen in das Planvermögen in Höhe von 127 Mio. EUR, wobei hiervon rund 68 Mio. EUR auf die im Zuge der BOC-Akquisition vereinbarten Sonderzahlungen an den englischen Pensionsfonds entfallen sind. Die Nettofinanzschulden sind mit 6,119 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr (6,423 Mrd. EUR) um 304 Mio. EUR gesunken – trotz ungünstiger Währungseinflüsse sowie Bewertungseffekte im Zusammenhang mit der Bilanzierung von Absicherungsgeschäf- ten (Fair Value Hedges). Dass wir die Nettofinanzschulden den- noch weiter zurückführen konnten, ist im Wesentlichen auf den im Vergleich zum Vorjahr erheblich gestiegenen Free Cash Flow vor Finanzierung in Höhe von 1,143 Mrd. EUR (Vj. 604 Mio. EUR) zurückzuführen. Darüber hinaus haben wir im Berichtsjahr das Fälligkeitenprofil der Finanzschulden weiter verlängert: Von den Finanzschulden in Höhe von 6,967 Mrd. EUR (Vj. 7,445 Mrd. EUR) werden 381 Mio. EUR (Vj.1,290 Mrd. EUR) als kurzfristige und 6,586 Mrd. EUR (Vj. 6,155 Mrd. EUR) als langfristige Finanz- schulden ausgewiesen. Somit werden rund 95 Prozent unserer Finanzschulden erst nach dem Jahr 2010 fällig. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass wir im November 2009 eine fünfjäh- rige Eurodollar-Anleihe über 400 Mio. USD begeben haben. Die Emission diente der Refinanzierung eines Teils des syndizierten Kredits in US-Dollar und wird insbesondere zur Translationssi- cherung unserer in US-Dollar gehaltenen Netto-Vermögenswerte eingesetzt. Den kurzfristigen Finanzschulden stehen Zahlungs- mittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 831 Mio. EUR sowie eine syndizierte Kreditfazilität über 2 Mrd. EUR mit einer Laufzeit bis 2011 gegenüber. An diese schließt eine neue, zwei- jährige revolvierende Kreditlinie in Höhe von 1,6 Mrd. EUR an. Diese so genannte Forward-Start-Fazilität wird dann bis März 2013 verfügbar sein. Zum 31. Dezember 2009 beträgt die zur Verfügung stehende Liquidität somit 2,450 Mrd. EUR. Das Gearing (das Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigen- kapital) liegt aufgrund des gestiegenen Eigenkapitals und der gesunkenen Nettofinanzschulden zum Geschäftsjahresende bei 67 Prozent (Vj. 78 Prozent). Der dynamische Verschuldungs- grad (Nettofinanzschulden zu operativem Ergebnis) hat sich im Vergleich zum Vorjahr vom Faktor 2,5 auf den Faktor 2,6 leicht erhöht. Vermögens- und Finanzlage 058 Linde Finanzbericht 2009 WEITEREANGABENKONZERNANHANGKONZERNABSCHLUSSKonzernlAGeberiCHtDIEAKTIECORPORATEGOVERNANCEDERAUFSICHTSRATDERVORSTAND KONZERNLAGEBERICHT – Vermögens­ und Finanzlage

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