Report-Investor: Linde AG - Geschäftsbericht - 2- 2009

Die bestehenden Versorgungssysteme sind sowohl als leistungs- orientierte „defined benefit“ wie auch als beitragsorientierte „defined contribution“-Pläne ausgestaltet (siehe Glossar). Der Konzern hat hierzu in 29 Ländern „defined benefit“-Pensionspläne und in 30 Ländern „defined contribution“-Pläne eingerichtet. Im Zuge wachsender Anforderungen an die Risikokontrolle gewinnen „defined contribution“-Pläne zunehmend an Bedeu- tung. Oftmals werden beitrags- und leistungsorientierte Ele- mente kombiniert – etwa in Form von zugesagten Mindestver- zinsungen von Beiträgen. Eine Ausprägung moderner Pensionspläne ist die Möglichkeit der Mitarbeiter, sich am Aufbau der Versorgungsleistung durch – oftmals steuerliche geförderte – Eigenbeiträge aktiv zu beteili- gen (so genannte Entgeltumwandlung oder „deferred compen- sation“). Um den Anreiz für die Beteiligung der Mitarbeiter zu erhöhen, honoriert Linde in vielen Fällen dieses Engagement des Mitarbeiters durch zusätzliche Beiträge „matching contribution“. Die Pension Governance spielt im Management der Pensions- pläne eine große Rolle. Hierfür besteht ein klares Regelwerk. Die Einhaltung dieses Regelwerks überwacht das „Global Pension Committee“. Dessen Zielsetzung sind unter anderem bei der Neu- gestaltung von Pensionsplänen deren sachgerechte Marktpositi- onierung (als Teil des Gesamtvergütungspakets der Mitarbeiter von Linde im jeweiligen Land), die Beurteilung von finanzwirt- schaftlichen und bilanziellen Auswirkungen von Planeinführun- gen und Änderungen sowie die Aufsicht über die bestehenden weltweiten Pensionspläne. Dem Komitee gehören der Vorsit- zende des Vorstands, der Finanzvorstand sowie Vertreter der Funktionen Human Resources, Group Treasury, Group Accoun- ting & Reporting und Global Pensions an. Nach dem schwierigen Marktumfeld im Jahr 2008 mit deut- lichen Verlusten bei ausgelagerten Pensionsvermögen konnten diese sich 2009 deutlich erholen. Die bedeutendsten Pensionspläne mit rund 93 Prozent des weltweiten Verpflichtungsumfangs befinden sich in Großbritan- nien, Deutschland, den USA, Australien, den Niederlanden, Süd- afrika und der Schweiz. Für diese Länder beträgt das Verpflich- tungsvolumen („defined benefit obligation“ nach IFRS) 4.410 Mio. EUR bei einem gesamten Planvermögen in Höhe von 3.701 Mio. EUR. Linde hat im Geschäftsjahr 2009 für die Altersversorgung ins- gesamt 186 Mio. EUR (Vj.197 Mio. EUR) aufgewendet. Damit wer- den in „defined benefit“-Plänen (siehe Glossar) 27.786 aktive Mitarbeiter mit einer Betriebsrente versorgt, es haben 18.914 ehe- malige Mitarbeiter einen unverfallbaren Anspruch auf Firmenpen- sion erworben und 32.012 Pensionäre beziehen eine Betriebs- rente im Konzern. Dank an die Mitarbeiter Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre hohe Einsatzbereitschaft und ihre Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit ihren Leistungen weltweit maßgeblich dazu beigetragen, dass sich unser Unternehmen auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vergleichsweise stabil entwickeln konnte. Kennzahlen Die konzernweite Erhebung und Berichterstattung von nichtfinan- ziellen Kennzahlen ist für uns ein wesentliches Instrument, die ökologischen und sozialen Wirkungen unserer unternehmerischen Tätigkeit zu beurteilen, Fortschritte zu prüfen und nächste Schritte zu planen. Es ist unser Ziel, unsere Leistungen im nachhaltigen und verantwortlichen Wirtschaften auf dieser Grundlage kontinu- ierlich zu verbessern. Die regelmäßige Veröffentlichung unserer Kennzahlen ermöglicht es zudem unseren Stakeholdern, die Leis- tungen der Linde Group einzusehen und zu beurteilen. An dieser Stelle veröffentlichen wir die für den Linde Kon- zern wesentlichen CR-Kennzahlen aus den Bereichen Mitarbeiter und HSE (Health, Safety, Environment – Gesundheit, Sicherheit, Umwelt). Bei der Auswahl der Kennzahlen orientieren wir uns an internationalen Empfehlungen und ergänzen die Bandbreite der erhobenen Kennzahlen um unternehmenseigene Aspekte. Zum Beispiel weisen wir spezifische Umweltkennzahlen für unsere ressourcenintensivsten Produktionsanlagen (HyCO- und Luftzer- legungs-Anlagen) aus. Als Grundlage für die systematische Aus- wahl und Entwicklung dieser nichtfinanziellen Indikatoren dient uns eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse. Die Bedeutung, die unsere Stakeholder den ökonomischen, ökologischen und sozialen Leistungsindikatoren beimessen, wird dabei der Bedeu- tung für die nachhaltige Unternehmensführung gegenüberge- stellt. Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Qualität unserer Kenn- zahlen konsequent zu verbessern und die Transparenz unse- rer Berichterstattung zu erhöhen. Im Berichtsjahr 2009 konn- ten wir hierbei wesentliche Fortschritte erzielen: Im Internet (www.linde.com/cr) haben wir den Bereich „Daten & Fakten“ erweitert und weisen, sofern relevant, die Kennzahlen getrennt nach Divisionen über mehrere Jahre aus. Für eine bessere Ein- schätzung der Zahlen geben wir detailliert Auskunft über unser Datenmanagement und über die Definitionen, die den Kennzah- len zugrunde liegen. Zudem haben wir die fortlaufende qualitative Verbesserung der Erfassungsprozesse unserer nichtfinanziellen Kennzahlen weiter vorangetrieben. Insbesondere die Einführung und die Weiterentwicklung von Anwendungssystemen zur konzernwei- ten Erfassung, Kontrolle und Archivierung unterstützten uns bei der Verbesserung des Datenmanagements. Beispielsweise haben wir im Berichtszeitraum damit begon- nen, unser neues konzernweit einheitliches Personalinforma- tionssystem für die Mitarbeiterkennzahlen schrittweise ein- 076 Linde Finanzbericht 2009 KONZERNLAGEBERICHT – Corporate Responsibility WEITEREANGABENKONZERNANHANGKONZERNABSCHLUSSKonzernlAGeberiCHtDIEAKTIECORPORATEGOVERNANCEDERAUFSICHTSRATDERVORSTAND

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