Report-Investor: Linde AG - Geschäftsbericht - 2- 2009

weise aktualisiert werden. Die Risikoregister dokumentieren die Maßnahmen zur Risikominderung sowie die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Schadenhöhe für jedes Risiko in komprimierter und übersichtlicher Form, um den Entscheidungsträgern einen Überblick über die Risikolage ihres Bereiches zu geben. Darüber hinaus verfügen wir über ein Simulationsmodell, das es uns erlaubt, im Rahmen der Pla- nung die Einflüsse verschiedener Faktoren auf die Geschäfts- entwicklung abzubilden. Im Risikomanagement identifizierte Änderungen von Einflussfaktoren fließen in das Modell ein und erlauben uns, die Risiken auf den Geschäftsverlauf darzustel- len. Dazu wenden wir mathematisch statistische Methoden zur Trendermittlung an. Risikoberichterstattung Bei der Überwachung und Kontrolle der Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Es stellt sicher, dass der Geschäftsverlauf in den einzelnen Unternehmen des Konzerns nach einheitlichen Richtlinien abge- bildet und beschrieben wird. Die Konzerngesellschaften berichten direkt im Rahmen des Risikomanagementsystems mit abgestuften Schwellenwerten für die Schadenhöhe und Eintrittshöhe, den Status und die Verän- derungen bedeutender Risiken. Darüber hinaus werden kurzfris- tig auftretende Risiken und Risiken, die Auswirkungen auf den Gesamtkonzern haben, unabhängig von den normalen Berichts- wegen direkt an die zuständigen Stellen des Konzerns kommu- niziert. Vierteljährlich werden dem Vorstand Statusberichte von der zentralen Risikomanagementabteilung vorgelegt und im Rahmen einer Vorstandssitzung diskutiert. Die Statusberichte enthalten neben der Darstellung wesentlicher Risikopositionen in den ein- zelnen Divisionen und Regionen auch qualitative und quanti- tative Einschätzungen der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenhöhe von identifizierten Risiken, die die Konzerngesell- schaften sowie das gesamte Unternehmen gefährden können. Darüber hinaus berichten die operativen Vorstandsmitglieder halbjährlich über die Risikosituation in ihren Verantwortungs- bereichen. In den quartalsweise stattfindenden Sitzungen des Prüfungsausschusses berichtet der Vorstand über die Risikosi- tuation des Konzerns. Prüfung Die Interne Revision überprüft in regelmäßigen Zeitabständen die Funktionsfähigkeit und die Effizienz des Risikomanagementsys- tems und das Interne Kontrollsystem. Darüber hinaus beurteilt der Abschlussprüfer die Funktionsfähigkeit des Risikofrüherkennungs- systems und berichtet regelmäßig auf globaler Ebene über das Ergebnis seiner Prüfung an Konzernvorstand und Aufsichtsrat. Der Konzernabschluss wird durch einen externen Wirtschafts- prüfer (KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft und die Zwischenberichte bzw. der Halbjahresfinanzbericht jeweils einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Dabei werden auch die lokalen Einheiten durch Tochtergesellschaften der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft einer prüferischen Durchsicht unterzogen bzw. geprüft. Über die Prüfung bzw. prüferische Durchsicht hinaus berichtet der Abschlussprüfer über sonstige Feststellungen im Rahmen seiner Prüfung, wie bspw. über Prü- fungsschwerpunkte. Neben den Abschlussprüfern ist die Interne Revision auch in die Prüfung von rechnungslegungsrelevanten Subsystemen wie bspw. dem Treasury-System oder der Buchhaltungssysteme der lokalen Einheiten involviert. Kontinuierliche Weiterentwicklung Unser Risikomanagement wird kontinuierlich weiterentwickelt. Zum ersten Quartal 2009 haben wir die Einführung einer Risikoma- nagement-Software erfolgreich abgeschlossen. Hierdurch konnten wir die Effizienz und Effektivität des vorausschauend angelegten Risikomanagements weiter steigern. Es erfolgt eine regelmäßige Überprüfung und Weiterent- wicklung der relevanten rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen, um einen effizienten und funktionsfähigen Prozess sicherzustellen. Der konzerneinheitliche Kontenrahmen wird bspw. regelmäßig auf neue interne oder externe Anforderungen angepasst. Weiterhin werden sämtliche Richtlinien für die loka- len Einheiten und Zentralfunktionen mindestens jährlich über- arbeitet und somit Prozessverbesserungen bzw. -korrekturen sichergestellt. Risikofelder Nachfolgend beschreiben wir die wesentlichen Risikofelder, die nachteilige Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, und erläutern für jedes Risikofeld die von uns verfolgten Strategien zur Risikobeherrschung. Die Risiko- felder bündeln eine Vielzahl von Einzelrisiken aus verschiedenen Regionen und Geschäftsfeldern. Zudem steht hinter jeder Strate- gie wiederum eine Vielzahl von spezifischen Einzelmaßnahmen und Aktivitäten. Auf eine Aussage zu den Schadenhöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten für die einzelnen Risikofelder wird daher verzichtet. Risiken aufgrund von wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Als weltweit agierendes Unternehmen sind wir von der konjunktu- rellen Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Der im Berichts- jahr 2009 weltweit zu beobachtende Nachfragerückgang infolge der Wirtschaftskrise stellt für uns ein Risiko dar. Die Unsicherhei- ten über die zukünftige weltwirtschaftliche Entwicklung bestehen nach wie vor. Möglich sind weitere Absatzeinbußen, der Wegfall von potenziellen Neugeschäften sowie ein Anstieg der Ausfallrisi- 082 Linde Finanzbericht 2009 KONZERNLAGEBERICHT – Risikobericht WEITEREANGABENKONZERNANHANGKONZERNABSCHLUSSKonzernlAGeberiCHtDIEAKTIECORPORATEGOVERNANCEDERAUFSICHTSRATDERVORSTAND

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