Report-Investor: Linde AG - Geschäftsbericht - 2- 2009

werke zwischen den Produktionsstätten, damit die Betriebsun- terbrechung bei unseren Abnehmern keine bzw. nur geringe Auswirkungen hat. Umwelt­ und Sicherheitsrisiken Die Herstellung unserer Produkte und Anlagen kann Risiken ber- gen, die mit der Produktion, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Rohstoffen, Erzeugnissen oder Abfällen verbun- den sein können. Diese Risiken können zu Personen-, Sach- und Umweltschäden führen, die ihrerseits Betriebsunterbrechungen, Strafzahlungen, Schadenersatz- oder Sanierungskosten zur Folge haben könnten. Zudem könnte die Reputation der Linde Group in einem solchen Fall Schaden nehmen. Wir streben daher an, in den Bereichen Sicherheit, Gesund- heitsschutz, Umweltschutz und Qualität führend zu sein. In unse- ren Managementsystemen sind alle diese Aspekte integriert. Der ständige Verbesserungsprozess in diesen Bereichen wird durch die konzernübergreifende Funktion SHEQ geführt und sicherge- stellt. Zu unseren zentralen Vermeidungsstrategien zählt die Auf- rechterhaltung und ständige Verbesserung eines hohen Sicher- heitsstandards für die Produktions- und Dienstleistungspro- zesse. Strenge Sicherheitsauflagen bilden die Basis für Prozesse mit besonders hohem Gefährdungspotenzial. Bereits vor Jahren haben wir ein so genanntes Major Hazard Review Program ent- wickelt und eingeführt. Dieses Programm wird ständig weiter- entwickelt, um neuen möglichen Risiken zu begegnen. Umweltverschmutzung kann in vielfältiger Form auftreten und der Umwelt auf unterschiedliche Weise Schaden zufügen. Indem wir die Umweltauswirkungen unserer Prozesse und Aktivitäten verstehen und kennen, können wir Pläne zur Reduzierung und zur Kontrolle der Einwirkungen auf die Umwelt entwickeln und umsetzen. Wir konzentrieren uns dabei auf die Reduzierung von Emissionen sowie auf die kontinuierliche Verbesserung unserer Abläufe, um den effizienten Einsatz von Ressourcen, Materia- lien und Energien zu gewährleisten. Aktuelle Handlungsfelder sind beispielsweise die Verbesserung der Energieeffizienz unse- rer Produktionsanlagen und die Steigerung der Effizienz unserer Transportflotte. Kennzahlen, die unsere Umweltauswirkungen beschreiben, veröffentlichen wir jährlich in unserem Corporate Responsibility Report (Nachhaltigkeitsbericht). Die Angemessen- heit und Plausibilität ausgewählter Kernkennzahlen, die wir im Corporate Responsibility Report 2009 veröffentlicht haben, wur- den von der KPMG Sustainability überprüft und bescheinigt. Projektrisiken Komplexe Großprojekte im Anlagenbau stellen besondere Anfor- derungen an das Risikomanagement. In unserer Engineering Divi- sion werden Großprojekte abgewickelt, die teilweise ein Vertrags- volumen von mehreren hundert Mio. EUR und eine mehrjährige Vertragslaufzeit haben. Typischerweise handelt es sich dabei um die Planung und den Bau schlüsselfertiger Anlagen. Potenzielle Risiken entstehen dabei in der mit Unsicherheiten behafteten Kalkulation derart komplexer Projekte. Dazu gehören unerwartete technische Probleme, Liefer- engpässe und Qualitätsprobleme bei Lieferanten wichtiger Kompo- nenten, unvorhersehbare Entwicklungen bei der Montage vor Ort und Probleme mit Partnern oder Subunternehmern. Zum Manage- ment der Risiken im Anlagenbau wenden wir bereits in der Ange- botsphase bewährte Methoden an, um den Einfluss möglicher Kostenabweichungen einzelner Komponenten gegenüber den Planwerten auf die Wirtschaftlichkeit eines Großprojektes abzu- schätzen. So simulieren wir die Chancen und Risiken eines jeden Projekts mit Hilfe numerischer Analysemethoden. Durch eine fort- laufende Kontrolle von Veränderungen der Parameter parallel zum Projektfortschritt lassen sich bereits im frühen Stadium mögliche Projektrisiken erkennen und erforderliche Maßnahmen einleiten. Diese Instrumente werden ständig weiterentwickelt und den stei- genden Anforderungen des Marktes angepasst. Ein wichtiger Aspekt im Rahmen des Risikomanagements ist auch die sicherheits- und umweltgerechte Planung, Montage und Inbetriebnahme der projektierten Anlagen. Um dies sicherzustel- len, hat die Engineering Division klar strukturierte Management- vorgaben und Vorgehensweisen definiert und eine umfassende Expertenorganisation aufgebaut. Personalrisiken Die Linde AG zeichnet sich durch eine Unternehmenskultur aus, die auf Vertrauen basiert. Eigenverantwortliches, unternehme- risch orientiertes Denken und Handeln unserer Mitarbeiter ste- hen dabei im Vordergrund. Zur Stärkung der Kompetenzen und Förderung des Engage- ments der Führungskräfte im Konzern wird sich Linde auch wei- terhin als attraktiver Arbeitgeber positionieren und eine lang- fristige Bindung der Führungskräfte und Mitarbeiter an den Konzern anstreben. Elemente der konsequenten Management- entwicklung sind insbesondere die Eröffnung von Entwicklungs- perspektiven, eine zielgruppenorientierte Betreuung und Bera- tung, frühzeitige Identifikation und Förderung von Potenzial- und Leistungsträgern sowie attraktive, marktgerechte Entlohnungs- systeme. Der Erfolg unseres Unternehmens ist vom Engagement, von der Motivation und von den Fähigkeiten unserer Mitarbeiter abhängig. Dem auf manchen Gebieten bestehenden Fachkräf- temangel begegnen wir vorsorglich mit umfassenden Personal- entwicklungsmaßnahmen sowie umfangreichen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Damit stärken wir unsere Position als attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifi- zierte Mitarbeiter, insbesondere im Ingenieurbereich. Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer HPO-Dimension „People Excellence“ unter anderem die Projekte „First Line Mana- ger Training“, „Technical Career Paths“ und „Succession Planning“ 087Linde Finanzbericht 2009 KONZERNLAGEBERICHT – Risikobericht WEITEREANGABENKONZERNANHANGKONZERNABSCHLUSSKonzernlAGeberiCHtDIEAKTIECORPORATEGOVERNANCEDERAUFSICHTSRATDERVORSTAND

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download