initiiert. Diese Projekte sollen sicherstellen, dass wir Schlüsselpo- sitionen, vor allem im technischen Bereich, intern besetzen kön- nen sowie einem umkämpften Arbeitsmarkt mit eigenen Res- sourcen begegnen können. Dem Ingenieurmangel beugen wir durch die Weiterentwicklung unserer innerbetrieblichen Ausbil- dungskonzepte vor. Rechtliche Risiken Als international tätiges Unternehmen ist der Linde Konzern einer Vielzahl von rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbe- sondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz gehören. Die Ergebnisse von gegenwärtig anhängigen bzw. künf- tigen Verfahren können oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden, so dass aufgrund von gerichtlichen oder behördlichen Entscheidungen oder der Vereinbarung von Vergleichen Aufwen- dungen entstehen können, die nicht oder nicht in vollem Umfang durch Versicherungsleistungen abgedeckt sind und Auswirkungen auf unser Geschäft und seine Ergebnisse haben können. Im Rahmen der juristischen Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit werden rechtliche Risiken einem systemati- schen Ansatz folgend identifiziert und bezüglich ihrer Eintritts- wahrscheinlichkeit und der potenziellen Auswirkungen qualita- tiv und/oder quantitativ bewertet. Die nachfolgend beschriebenen Rechtsverfahren stellen die aus heutiger Sicht wesentlichen Rechtsrisiken dar. Sie sind nicht als abschließende Auflistung zu verstehen. Einige Unternehmen der Linde Group sind im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs Prozesspartei in verschiedenen Gerichtsverfahren. Hierzu zählen auch Verfahren, in denen auf hohe Schadenersatzsummen geklagt wird. Der Ausgang der Rechtsstreitigkeiten, an denen Unternehmen des Linde Konzerns als Prozesspartei beteiligt sind, lässt sich nicht eindeutig vorher- sagen. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Rechtsstreitigkei- ten ohne nennenswerte negative Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens beigelegt werden können. Bestimmte Tochterunternehmen sind in den Vereinigten Staa- ten als Prozesspartei an verschiedenen Gerichtsverfahren betei- ligt. Bei diesen Verfahren geht es um angebliche Gesundheits- schäden, die während des Schweißens durch den Kontakt mit Mangan, Asbest und/oder toxischen Dämpfen entstanden sein sollen. Die Tochterunternehmen sind hierbei in der Regel nur einer von mehreren Beklagten. Die betroffenen Tochterunter- nehmen sind davon überzeugt, dass sie über gute Argumente gegen die erhobenen Schadenersatzansprüche verfügen, und weisen die behaupteten Ansprüche nachdrücklich zurück. Auf- grund der bisherigen Gesamtprozesserfahrung, der mangelnden Stichhaltigkeit der erhobenen Vorwürfe sowie des jeweils beste- henden Versicherungsschutzes gehen wir davon aus, dass die Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit Schweißdämpfen so beigelegt werden können, dass keine nennenswerten nachtei- ligen Auswirkungen auf die Finanz- oder Ertragslage des Unter- nehmens entstehen. Das Ergebnis dieser Verfahren ist allerdings ungewiss und lässt sich nicht vorhersagen. Die Versicherungen der Tochterunternehmen decken die Kosten und Folgen eines möglichen Urteils im Zusammenhang mit den behaupteten Ansprüchen überwiegend oder zum Teil ab. ITRisiken Die unterschiedlichen Geschäftsprozesse (Produktion, Verwaltung, Vertrieb etc.) des Linde Konzerns werden verstärkt durch Informa- tionsdienste und -systeme unterstützt. Um einen unterbrechungs- und störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, wird vor allem der Verfügbarkeit der IT-Ressourcen und -Dienste große Aufmerksam- keit gewidmet. Zudem achten wir stets darauf, dass die Integri- tät und Vertraulichkeit wichtiger Informationen gewährleistet wird (adäquater Datenschutz). Die Informationssicherheit ist ein wichtiger und integraler Bestandteil der unternehmensweiten IT-Strategie und wird dabei ganzheitlich betrachtet, das heißt: Wir erarbeiten, implementie- ren und überprüfen Maßnahmen zum Schutz von Daten, Anwen- dungen, Systemen und Netzen. Dabei berücksichtigen wir sowohl präventive als auch reaktive Maßnahmen. Um den Schutzauftrag wirkungsvoll umsetzen zu können, tref- fen wir mit hoher Intensität organisatorische, technische und per- sonelle Vorkehrungen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem Zugriffsschutz, der Kontrolle und Filterung des Datenverkehrs oder der Entdeckung/Unterdrückung potenzieller Angriffe bei- gemessen. Alle wichtigen Serversysteme (E-Mail, Web, Anwen- dungsserver, Datenbanken) und PCs werden zuverlässig durch ständig aktualisierte Antivirensoftware vor möglichen Bedrohun- gen geschützt. Als flankierende Maßnahme führen wir regelmä- ßig eine automatisch gesteuerte Aktualisierung der Betriebssys- templattform und der kritischen Geschäftsanwendungen durch. Der IT-Sicherheitsprozess ist strukturiert und durch eine Reihe von Richtlinien (Policies), Standards und Empfehlungen definiert. Diese basieren größtenteils auf den anerkannten internationa- len Sicherheitsstandards. Darüber hinaus werden branchenspe- zifische Standards zur angemessenen Profilierung der IT-Sicher- heit herangezogen. Bei den Maßnahmen zur Gestaltung einer sicheren und effek- tiven IT-Umgebung achten wir stets auf die gesetzliche Konfor- mität der Datenverarbeitung, -speicherung und -übermittlung. Im Blickpunkt stehen dabei sowohl die relevanten regionalen und nationalen Gesetzgebungen als auch die branchenspezifi- schen Standards. Um einen hohen Grad an Effizienz bei der Implementierung von Schutzmaßnahmen zu erreichen, führen wir Bedrohungs-, Schwachstellen- und Risikoanalysen durch. Die Relevanz, der Reifegrad und der aktuelle Zustand der ergriffenen Schutzmaß- nahmen werden sowohl durch so genannte Self-Assessments und die interne IT-Revision als auch durch externe IT-Auditoren 088 Linde Finanzbericht 2009 KONZERNLAGEBERICHT – Risikobericht WEITEREANGABENKONZERNANHANGKONZERNABSCHLUSSKonzernlAGeberiCHtDIEAKTIECORPORATEGOVERNANCEDERAUFSICHTSRATDERVORSTAND
