veranstaltung Performance & Perspektiven ausgerichtet, um die langfristigen Perspektiven des Marktes für geschlossene Fonds aufzuzeigen und darzulegen, dass Lloyd Fonds für Transparenz und Zuverlässigkeit steht. Unser neu etablierter Anlegerbeirat ist ein weiterer Teil dieses Maßnahmenpaketes, das wir auch im laufen- den Jahr fortsetzen. Dazu gehört unter anderem die Auswahl unserer neu initiierten und vorbereiteten Produkte. Hier haben wir uns im vergangenen Jahr auf attraktive und risikoarme Immobilienfonds konzentriert. Drei Fonds haben wir neu in den Vertrieb genommen, davon jedoch nur einen im vergangenen Jahr konzipiert. Zu den Produkten, die auch in Zukunft maßgeblich unser Geschäft prägen werden, gehören Büroimmobilienfonds in Holland und Hotelimmobilien. Die Nachfrage nach beiden Anlageformen war im letzten Jahr sehr hoch. Das bestätigt uns in der Annahme, dass Sicherheit weiterhin die maßgebliche Rolle bei Investitionsentscheidungen von Anlegern spielt und somit konservativ kalkulierte Immobilienfonds sehr attraktiv sind. Mit der Fokussierung auf die Assetklasse Immobilien haben wir die Weichen also richtig gestellt. In anderen Assetklassen waren wir im vergangenen Jahr nicht im Vertrieb aktiv. Wir haben jedoch neue Produkte vorbereitet, die wir aber erst nach der erfolgreichen Bankenübereinkunft auf den Markt bringen wollten. Die dargestellten und in vielen Bereichen schon umgesetzten Maßnahmen waren die grundlegende Voraussetzung für die Vereinbarung, auf die wir uns im April 2010 mit unseren finanzierenden Banken geeinigt haben: ein Moratorium mit dem Ziel einer Enthaftung von allen Garantien und Bürgschaften der Lloyd Fonds-Gruppe. Für Lloyd Fonds bedeutet die Enthaftung, dass das Unternehmen von allen Eventual- verbindlichkeiten gegenüber den Banken freigestellt wird. Diese hatte Lloyd Fonds in den letzten Jahren insbesondere im Zusammenhang mit der Bestellung von Schiffen für künftige Projekte aufgebaut. Der Einbruch der Weltwirtschaft und die Verwerfungen in der Schifffahrt führen dazu, dass die Projekte auf absehbare Zeit nicht betriebswirtschaftlich vernünftig realisiert werden können. Mit der erzielten Vereinbarung über den Abbau der Risiken konnten wir ein für die gesamte Branche einmaliges Verhandlungsergebnis erreichen. Bis zum Vollzug der Enthaftung haben die Banken der Lloyd Fonds Gruppe ein Moratorium eingeräumt. Das Konzept wird von allen maßgeblichen Altaktionären unterstützt, indem sie einer von den betreffenden Banken eingerichteten Treuhandgesellschaft einen 43 %-Anteil, der 2,8 Mio. Aktien entspricht, ihres Aktienbestandes an der Lloyd Fonds AG über- tragen. Im Gegenzug für das Moratorium ist Lloyd Fonds zur unmittelbaren Zahlung einer Enthaftungsgebühr in Höhe von ca. 0,9 Mio. € sowie eines Enthaftungsbeitrags von maximal 20 Mio. € bis spätestens Ende 2014 verpflichtet. Dieser reduziert sich auf 12,5 Mio. € bzw. 13,65 Mio. € bei vorfristiger Zahlung in diesem oder dem kommenden
