Report-Investor: Lloyd Fonds Aktiengesellschaft - Geschäftsbericht 2009

Endfinanzierungen. Für die jeweils valutierende Bauzeitfinanzierung und/oder das im rahmen der Endfinanzierung vorgesehene voraussichtliche Eigenkapital geben Lloyd Fonds beziehungsweise die jeweils beteiligte reederei Bürgschaften/Garantien gegenüber den Banken ab, teilweise hälftig, teilweise gesamtschuldnerisch. Zum 31. Dezember 2009 hatte Lloyd Fonds – gemeinsam mit Partnerreedereien – 21 (Vj. 26) Schiffe für zukünftige Projekte bestellt. Bis zur endgültigen Aufstellung des Konzernabschlusses hat sich der so genannte „Pipeline-Bestand“ auf 19 Schiffe redu- ziert. Es werden zwei Containerschiffe à 12.800 TEU (TEU = „Twenty Foot Equivalent Unit, ein Maß für Kapazitäten von Containerschiffen) nicht mehr ausgeliefert. Die „Pipeline“ beinhaltet nunmehr acht Containerschiffe (vier à 12.800 TEU, vier à 3.600 TEU) sowie elf Massengutschiffe, so genannte Bulker (sechs à 92.500 dwt, zwei à 79.600 dwt, drei à 35.000 dwt, dwt = „Deadweight Tons“, Einheit für die Tragfähigkeit). Grundsätzlich besteht bei den nicht vercharterten Schiffen der Pipeline derzeit das risiko, dass die spätere erfolgreiche Platzierung in einem geschlossenen Fonds auf- grund der gegenüber dem aktuellen Umfeld vergleichsweise hohen Baupreise und des niedrigen Charterniveaus nicht möglich ist. Bei einer weiter anhaltenden Marktschwäche muss davon ausgegangen werden, dass es im gemeinsamen Interesse zwischen Werft, reeder, Charterer, Bank und Initiator zu tragfähigen Lösungen mit Zugeständnissen aller beteiligten Parteien kommt. Neben einer rückabwicklung des Auftrags, der Verschiebung von Abliefe- rungsterminen oder einer reduzierung des Kaufpreises, kommt als Lösung auch in Betracht, die Schiffe so lange zu betreiben, bis sie zu einem späteren Zeitpunkt in einen Fonds eingebracht werden können. Je nach Marktentwicklung kann es sich für Emissionshaus und reeder lohnen, ein Schiff zeitweilig selbst zu betreiben. In diesem Fall entfallen die gesamten mit einer Fondsemission verbundenen Kosten und entsprechend rechnet sich der Betrieb eines Schiffs bereits mit einer niedrigeren Charter. Voraussetzung ist aber auch hier, dass sich die Weltwirtschaft von ihren derzeitigen Tiefständen erholt. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die dargestell- ten einvernehmlichen Lösungen aller Beteiligten zustande kommen. Sollte dieses wider Erwarten nicht der Fall sein, könnte Lloyd Fonds bei zeitgleicher Aufhebung von mehreren Finanzierungszusagen und einer erfolglosen Suche nach alternativen Finanzierungspartnern gezwungen sein, für die Zweckgesellschaft, die das Schiff bestellt hat, anteilig oder gesamtschuldnerisch einzustehen. In diesem Fall käme es zu erheblichen, möglicherweise bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Liqui- ditätslage des Unternehmens. lloyd fonds geschäftsbericht 2009 Konzernlagebericht 87

Please activate JavaScript!
Please install Adobe Flash Player, click here for download